12 AktivistInnen in Untersuchungshaft
Zwölf spanische TierrechtsaktivistInnen wurden Mittwoch morgen festgenommen. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Der Fall erinnert an den umstrittenen Tierschützerprozess in Österreich, der am 2. Mai in Wiener Neustadt mit einem nicht rechtskräftigen Freispruch für alle Angeklagten endete.
Die spanische Polizei führte in einer von der Staatsanwaltschaft Santiago de Compostela angeordneten Großrazzia konzertierte Hausdurchsuchungen und Festnahmen in vier Provinzen durch. Betroffen waren die NGOs Igualdad Animal/Animal Equality und Equanimal.
U-Haft
Den AktivistInnen, die sich nun in Untersuchungshaft befinden, wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Zusätzlich werden ihnen Vergehen wie Sachbeschädigung, Störung der öffentlichen Ordnung und Umweltverschmutzung angelastet.
Die spanische Polizei bezeichnet die Festgenommenen laut Medienberichten als "radikale Umweltschutzaktivisten". Einer der österreichischen Freigesprochenen, Felix Hnat von der Veganen Gesellschaft Österreich, der einige der Festgenommenen persönlich kennt, sieht die spanischen NGOs hingegen im nicht-radikalen "Mainstream" angesiedelt: "Sie werden als Ökoterroristen dargestellt, sind aber in Wahrheit Tierrechtsaktive."
Laut Medienberichten werden den Festgenommenen mehrere Tierbefreiungen aus Nerzfarmen, Zirkussen und Zoos angelastet. (mas, derStandard.at, 24.6.2011)