Streit um Facebook-Gründung geht doch noch weiter

24. Juni 2011, 12:53
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    Facebook "Gründer" Mark Zuckerberg

Winklevoss-Zwillinge mit neuen Vorwürfen gegen Zuckerberg

Der Streit um die Facebook-Gründung geht überraschend in eine neue Runde. Die Zwillinge, die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Ideenklau vorwerfen, preschten am Donnerstag mit neuen Vorwürfen vor. Nur Stunden zuvor hatten Tyler und Cameron Winklevoss ihren Gang zum Obersten Gericht in Washington abgeblasen, die jahrelange Kontroverse schien beendet.

Idee gestohlen

Die Zwillinge, die mit Zuckerberg in Harvard studiert hatten, wollen einen Vergleich aus dem Jahr 2008 annullieren lassen. Die Einigung hatte ihnen damals 65 Mio. Dollar (45,7 Mio. Euro) eingebracht. Sie werfen Facebook jedoch vor, sie bei dem Vergleich über den Tisch gezogen zu haben und wollen ihre Vorwürfe wieder aufgreifen und neu verhandeln.

Die Winklevoss-Zwillinge hatten zu Studienzeiten ihren Kommilitonen Zuckerberg als Programmierer für eine Website engagiert, die sie zusammen mit ihrem Partner Divya Narendra aufbauen wollten. Zuckerberg, so behaupteten die Winklevoss-Brüder, habe jedoch ihre Idee gestohlen und heimlich sein eigenes Soziales Netzwerk namens Facebook aufgezogen.

Mit ihrer Klage gegen den Vergleich scheiterten die Winklevoss-Brüder zwar bereits im April vor einem Berufungsgericht in Kalifornien. Anschließend lehnten es die Richter ab, sich noch einmal in größerer Runde mit ihrem Fall zu beschäftigen, und auch dem Gang vors Oberste Gericht gaben Experten nur wenig Chancen.

Chat-Protokolle

Jetzt frischen die Zwillinge aber eine separate Klage in Boston auf. Sie wollen klären lassen, ob Facebook und Zuckerberg ihnen vor dem Vergleich wichtige Informationen vorenthalten haben. Im Mittelpunkt dürften dabei vor allem Chat-Nachrichten aus der Gründungszeit von Facebook stehen. In einer der Nachrichten, die Zuckerberg zugeschrieben werden, kündigt er laut Medienberichten an, die Arbeit an der Website der Brüder zu verzögern, bis Facebook fertig ist. Die Chat-Protokolle waren zunächst im Frühjahr 2010 im Blog "Silicon Alley Insider" veröffentlicht worden. Später bestätigte Zuckerberg selbst ihre Echtheit, als er dem Magazin "New Yorker" dazu sagte, er bedauere seine damaligen Äußerungen.

Die Winklevoss-Brüder zeigten sich in einem Interview mit der "New York Times" überzeugt, dass sie mit den Chat-Protokollen in der Hand bessere Karten in den Vergleichsverhandlungen mit Facebook gehabt hätten.

Bei dem Vergleich hatten die Zwillinge 20 Mio. Dollar in bar und weitere 45 Mio. Dollar in Facebook-Aktien bekommen. Damals war noch mit einer Bewertung von 15 Mrd. Dollar für das gesamte Unternehmen kalkuliert worden. Inzwischen wurde Facebook bereits mit mehr als 50 Mrd. Dollar bewertet, bei einem Börsengang wird auch ein Firmenwert von 100 Mrd. Dollar für möglich gehalten. Damit ist der Winklevoss-Vergleich inzwischen deutlich mehr als 100 Mio. Dollar wert.

Für Facebook ist es wichtig, die Streitigkeiten um die Anfänge des weltgrößten Online-Netzwerks in den kommenden Monaten endgültig aus der Welt zu räumen. Denn für kommendes Jahr wird mit einem Börsengang von Facebook gerechnet. (APA/dpa)

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20 Postings
m+m
00
24.6.2011, 17:12

ein ideenklau der übelsten sorte und masse wirft den zwilligen gier vor, weil sie sich nicht mit weniger als 1% des gewinnes zufrieden geben.
schon ziemlich krank unsere gesellschaft

Rita Matsuko
00
24.6.2011, 16:29
WASPS die den Hals nicht vollkriegen

die beiden sind so richtig eklige WASPs, die, obwohl ohnehin mit genug Familienvermögen gesegnet, den Hals nicht vollkriegen und es nicht aushalten aus ihrer Sicht von so einem jüdischen Emporkömmling, der doch eigentlich nur ihr Hilfsarbeiter war, gelinkt worden zu sein...

Elef
00
24.6.2011, 13:37

Weiß jemand, inwieweit die beiden das Facebook Konzept schon ausgearbeitet haben? Man liest immer nur von er "Idee", aber die bloße Idee für ein soziales Network zu einer Zeit, wo es ja schon Myspace und Friendster gab erscheint mir etwas dünn für eine 100e Millionen Dollar Forderung...

Bastian Balthasar Bux
01
24.6.2011, 13:36
Mein Tipp:

Wenn die Zwillinge auf Prickeln stehen: Aktien bis nach dem Börsegang behalten.
Auf der sicheren Seite wäre man allerdings, die Aktion vorher zu verkaufen. ;)

*plopp*

mr71
00
24.6.2011, 13:21
Die sollten sich einfach

was Neues einfallen lassen. Facebook ist schon wieder nicht mehr modern. Der Börsegang wird floppen ...

kaha2010
 
10
24.6.2011, 13:12
Mami, der böse Zuckerberg hat uns den Schnuller weggenommen!!! *heul* *kreisch*

Drake
00
24.6.2011, 13:12
Nicht genug...

Die Beiden haben bereits über 100 Mio und bekommen einfach den Hals nicht voll....

maruh
00
24.6.2011, 13:23

nicht ganz

die haben 20mio bekommen. der rest sind aktien. diese könnten einen wert von 100mio beim börsengang erreichen, das steht aber in den sternen.

von wegen den hals nicht voll bekommen… - stimmt absolut

ridgero
00
24.6.2011, 13:15

Geld verdirbt den Charakter.

Ahnungs Loser
10
24.6.2011, 13:01
wann wird geistiges eigentum abgeschafft...?

the JJ
11
24.6.2011, 13:10

Sie arbeiten vermutlich in keinem Beruf, wo sie etwas erschaffen oder erfinden?

Stellen Sie sich vor, sie entwerfen nach 2 Jahren Entwicklungszeit etwas bahnbrechend neues, und jeder darf es einfach gratis kopieren und verbreiten und Sie erhalten keinen cent für ihre Arbeit...

Georg-99
00
25.6.2011, 19:19

wenn man es nur für die Kohle macht dann ist es sowieso verlorene Zeit...

flachzange
00
24.6.2011, 14:44

Tja, da sieht man mal wieder wo der Fokus wirklich liegt...

Auf einer imaginären Größe, die zum leichteren Handeln von Ressourcen entwickelt wurde und nicht um die Ressource an sich.

Wissen sollte in unserer Gesellschaft das höchste Gut sein und nicht das Geld. Verständlich das man dann etwas erbost ist, wenn man keine angemessene Entlohnung dafür bekommt? Nur wer sagt denn was angemessen ist??

Hätte es der Konkurrent in doppelt so kurzer Zeit geschafft oder hätte er doppelt so lange dafür gebraucht??
War die Herangehensweise dafür ideal??
and so on...

Ich mein's echt nicht böse, es sollte möglichst schnell ein Umdenken in den Köpfen stattfinden, sonst haben wir noch 20x Griechenland....

kaha2010
 
00
24.6.2011, 13:16
Das kann man auch anders sehen

Soweit ich weiß haben die Winkelvoss Zwillinge nie etwas entwickelt, sie hatten lediglich die Idee dazu.

Der einzige der etwas entwickelt hat war der Zuckerberg, ob es nun seine Idee war oder nicht.

Ich finde es völlig legitim das dem Zuckerberg Facebook zusteht, denn wie schon so treffend im Film gesagt wird "Wenn ihr die Erfinder von Facebook wärt, dann hättet ihr Facebook auch erfunden."

Kann ja jeder herkommen und sagen, "Lieber Mr. Bill Gates, eigentlich hatte ich davor schon die Idee eines Computer-Betriebssystems, also bitte überschreiben sie mir alle Anteile ihres Unternehmens."

creatool
00
24.6.2011, 17:15
Bill Gates

hat auch nicht selber programmiert, er hat dos billigst zugekauft. seine große idee war es die software als lizenz statt als gratis add-on zur harware zu liefern (wie es eben ibm vorher gemacht hat) diese lizenz idee, hat ihn nicht nur ermöglicht im geschäft zu bleiben sondern auch direkt mit den kunden von ibm in kontakt zu treten... tja und jetzt sind die apps eigentlich auch das selbe...
auf alle fälle ist gates kein toller programmierer sondern verkäufer.

sternwerk
00
24.6.2011, 13:16
Vertippt

Das machen Open-Source-Entwickler jeden Tag...

the JJ
00
24.6.2011, 13:48

Das ist mir schon klar, allerdings machen die das auch nicht hauptberuflich sondern als Hobby, oder?

Ich schreibe auch ab und an Artikel in der Wikipedia (die ja auch open-source ist), verdiene nebenbei aber anderwertig mein Geld, weil ich damit eben kein Geld verdiene...

STiAT
00
24.6.2011, 15:05

Es gibt durchaus einige Entwickler, welche hauptberuflich an OSS arbeiten.

Diese sind dann bei Cannonical, RedHat, SuSE (former Novell, keine Ahnung wie die neue Firma heißt), oder anderen Firmen angestellt, welche mit OSS und Support ihr Geld machen.

sternwerk
00
24.6.2011, 14:51

Nein, es gibt auch welche, die machen das hauptberuflich. Sie bekommen dafür auf verschiedene Arten Geld.

Sieh es so: Du als Firma brauchst ein Programm, das es noch nicht gibt, um deine Leistungen zu erbringen. Also musst du es erstellen lassen (was Geld kostet). Wenn du das Programm dann freigibst, bringt dir das keinen Nachteil - dafür kannst du auch die Programme der anderen nutzen

Oder so: Open-Source-Firmen können auch mit Support und Integration verdienen (siehe MySQL)

Gibt sicher noch viele andere Methoden...

sternwerk
00
24.6.2011, 13:15
Das machen Open-Slu

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