Distrowatch

Ubuntu erstmals mit deutlichem Popularitätsverlust

24. Juni 2011 18:14
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    grafik: archiv

    Ubuntu spürt derzeit eine Erschütterung der Macht.

Im Ranking von Distrowatch mittlerweile hinter Linux Mint und Fedora zurückgefallen

Es ist wohl eine der großen Erfolgsgeschichten der Linux-Welt: Beinahe umgehend nach dem ersten Auftauchen im Jahr 2004 konnte sich Ubuntu mit seinem Fokus auf einfache Benutzbarkeit zur populärsten Linux-Distribution aufschwingen. Ein Status, der sich nicht zuletzt im Ranking von Distrowatch niederschlägt, wo Ubuntu seit Jahren die unangefochtene Top-Position innehat. Oder zumindest hatte: Denn erstmals zeigt sich aktuell nun eine Trendumkehr.

Überholt

Wie ein Blick auf die aktuellen Zahlen - die aus den Anfragen nach einzelnen Distributionen erstellt werden - zeigt, musste Ubuntu im vergangenen Monat die Spitzenposition an Linux Mint abgeben. Dies folgt einem seit einigen Monaten anhaltenden Trend, der die beiden Distributionen in der Wertung immer näher gebracht hat.

Ursachenforschung

Über die Ursachen für diese Umschichtungen im Ranking lässt sich natürlich nur spekulieren. Angesichts dessen, dass Ubuntu mit der aktuellen Version erstmals die eigene Unity-Oberfläche zum Einsatz bringt, ist die Ablehnung dieser Neuerung ein naheliegendes Erklärungsmodell. Dies insbesondere, da Linux Mint ein Ubuntu-Abkömmling ist, der - zumindest derzeit - weiterhin auf den "klassischen" Desktop der GNOME 2.x-Serie setzt.

Fedora

Wer daraus jetzt eine generelle Abneigung gegenüber Neuerungen am Linux-Desktop schließt, sollte allerdings noch mal einen genaueren Blick auf das Ranking werfen. Denn neben Linux Mint wurde Ubuntu mittlerweile auch von Fedora überholt. Hier scheinen die großen Neuerungen in Form des mit Fedora 15 integrierten GNOME3 also positiv aufgenommen zu werden. Die Werte von Fedora sind entsprechend in den letzten Monaten konstant gewachsen. Eventuell spielt hier also auch eine allgemeine Verärgerung über die zunehmenden Alleingänge und manch kontroverse Ansagen von Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth eine Rolle.

Disclaimer

Herausgestrichen sei, dass die Zahlen natürlich nicht repräsentativ sind, sondern nur einen Ausschnitt der Interessen der Linux-Community abbilden. Trotzdem bleibt unübersehbar, dass Ubuntu zum ersten Mal einen wirklich signifikanten Einbruch bei der Popularität auf Distrowatch hinnehmen muss. Abzuwarten gilt es, ob es sich dabei um eine kurzfristige Unzufriedenheit mit der aktuellen Release handelt, oder sich die aktuellen Zahlen in einen langfristigen Trend verwandelt. (red, derStandard.at, 24.06.11)

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Salzkammerguttransdanubier
25.07.2011 10:53
Distrowatch

Ubuntu liegt bei Distrowatch nach wie vor an erster Stelle (und zwar bei den letzten 12, 6 und 3 Monaten und auch im letzten Monat). Auch beim Trend liegt Ubuntu vor Mint und Fedora (letztes Monat: Ubuntu steigend, Mint und Fedora fallend). Also nur eine Zeitungsente.

Muffel
06.07.2011 16:24
Nach 20minütigen testen ist Unity bei mir so abgestürzt, dass sich die grafische Oberfläche Ubuntus nicht mehr starten ässt.

Mein Eindruck ist: Unity kommt einfach zu früh.
Man hätte noch damit warten sollen, bis es fertiger, zumindest weniger verbuggt ist.

mlu82
27.06.2011 20:37
ich seh das gelassen

wie vorhin schon von wem geschrieben:
ab 11.10 gibts weniger probleme bezüglich oberfläche:
* gnome3 (kde4) für experten (entwickler, user der 1. stunde, leute die den desktop custom-made wollen...)
* unity für den mainstream

...und alle sind glücklich!

swiss
22.07.2011 08:14
ja.......sicher..........

und ab 12.04 wird sowieso alles besser und erst dann mal die 12.10 wo dann eh alles funktioniert wie es soll, aber am besten wartet man auf 13.04 LTS weil dann dort vieles was vorher nicht so richtig funktioniert hat (z.b. nicht starten der hintergrundbeleuchtung) dann mittels einer befehlszeile behelfsmässig überbrücken kann bis das problem in der 13.10 wirklich gelöst wurde und ich mir mittlerweile einen neuen laptop gekauft habe......

narcotic
27.06.2011 08:45
unity ist der volle dreck!

Tofix67
27.06.2011 20:11
...dein Kommentar

ist der Dr...!

Andreas Grois
27.06.2011 08:14

Ich rate allen "Unity ist scheiße, ich wechsle Distri" dazu, 11.10 wieder zu testen. Nicht nur, dass ich den Unity-Leuten genug Vernunft zutraue, endlich eine Option einzubauen, die es erlaubt, das globale Menü nur bei maximierten Fenstern zu nutzen bzw. das Gnome-Menü irgendwie auch unter Unity zugänglich zu machen, es wird dann wohl auch Gnome 3 in den offiziellen Paketquellen landen, so dass man den einfach nachinstallieren und statt Unity nutzen können wird (geht jetzt im Prinzip auch schon, aber über ein PPA).

Böarny
26.06.2011 13:55
habe als Hauptsystem am lappy ubuntu 10.10...

...da ich mit Windows 7 nicht sehr zufrieden bin.
gsd war ich vor einiger Zeit noch so motiviert sooo viel Zeit in ubuntu zu stecken dass es problemlos funktioniert. jetzt wäre mir schade um die Zeit... es ist/war lange Zeit eines der Benutzerfreundlichsten Distributionen in der Linuxwelt aber noch LANGE nichts für den 0815 User...
es beginnt ja schon beim hochfahren... da werden vom bootloader 5 oder 6 einträge erstellt welche man erst sehr kompliziert entfernen muss dass nur noch die gewünschten 2 (ubuntu und Windows) angezeigt werden.
das Softwarecenter ist zwar genial aber solange man doch noch manchmal zur Konsole greifen MUSS Weils anders nicht geht, muss ich leider sagen dass die linuxer noch einige Vereinfachungen vornehmen müssen u

Böarny
27.06.2011 08:49
hoppla... da warn doch die Zeichen schon aus.

und was natürlich zu einem System dazu gehört ist heute natürlich auch das Design. und vor allem eine homogene Bedienung! wenn alle Programme komplett anders zu bedienen sind ( mal ausgenommen wos nicht anders geht) ist das für User die sich nicht viel damit auseinander setzen wollen schon ein ko-Grund...

ein ubuntu-User ;)

Peter WC 1
26.06.2011 13:21

LINUX = Pickelnerd-Fail.
Leute mit Geschmack und Geld kaufen Macs.

42
27.06.2011 09:42
Gefährliches Halbwissen
26.06.2011 19:05
Vollkommen richtig!!

Macs sind das ideale Spielzeug für (w)apple(r) :P

TheJester
26.06.2011 18:08

kaufen macs und installieren linux drauf wolltest du wohl sagen :)

egal, ich bleib beim thinkpad...

dB. alpha3
26.06.2011 13:37

nice try...

yoghurtinator
 
26.06.2011 13:15
Aktuell (26.6.)

liegt Ubuntu nur in "last 1 month" nicht auf Platz 1 aber selbst da vor Fedora.

Und "mint" würde es ohne Ubuntu gar nicht geben.

Walter J. Ferstl
27.06.2011 18:44
eit kurzem gibt es bei Linux Mint schon zwei Editionen,...

... die direkt auf Debian (statt auf Ubuntu) aufsetzen:

Linux Mint Debian edition (LMDE)
http://blog.linuxmint.com/?p=1604

und
Mint Xfce
http://blog.linuxmint.com/?p=1725

Weiterhin auf Ubuntu-Basis:
Linux Mint 11 “Katya” (mit Gnome 2.3.2)
Linux Mint 10 KDE (mit KDE 4.6)
Linux Mint 10 LXDE

Walter J. Ferstl
12.07.2011 20:51
Möglicherweise wird auch die nächste Version von Mint KDE auf Debian basieren:

"Depending on this discussion, we could see a Linux Mint KDE 11 RC release this month, or an LMDE-based rolling Linux Mint KDE RC some time in August."

http://blog.linuxmint.com/?p=1791

Johnny Chicago
27.06.2011 03:08

ubuntu würds ohne debian auch net geben

S.V.
23.07.2011 09:20
Sagt wer?

Es war doch keiner Zwangsläufigkeit geschuldet, dass sich Shuttleworth für Debian als Unterbau entschieden hat. Er hätte ja auch etwas anderes nehmen können.

TRex30M
26.06.2011 10:14

So, jetzt wollte ich testhabler Fedora installieren.
Also Live DVD 64-bit gezogen.
GNOME 3 sieht sehr gut aus.
Also wollte ich das ganze auf Festplatte schaffen - zweimal wurde der Installationsvorgang beim Partitionieren, mit Fehler abgebrochen.
Somit hat Fedora bei mir auch die Chance vertan, dass ich es mir näher ansehe.
Vielleicht probiere ich noch Debian Squeeze.
Aber alle Distris die ich in letzter Zeit auf meinem System ausprobiert habe,haben eines gemeinsam - S0/S3 Modus funktionieren überhaupt nicht. :-/

Enrico Knaak
02.07.2011 01:50
Fedora gegen Debian (Ubuntu)

Also ich weiß nicht, ob ich zu deppert bin, aber ich habe diverse Fedora-Versionen bei geschätzt 6-7 Versuchen in den letzten Jahren nicht einmal vernünftig zum Funktionieren gebracht. Irgendein (größeres) Problem gab es immer. Mal wollten die Paketquellen sich nicht aktualisieren, zuletzt löste sich die Grafik nach 10-15 Minuten Betrieb auf (seehr merkwürdig das).

Bei Debian liegt die Erfolgsquote bei nahe 100 Prozent.

dB. alpha3
26.06.2011 13:37

md5sum vom iso gechecked ?

TRex30M
26.06.2011 18:20

Selbstverständlich, die md5 Summe war einwandfrei.

CouchDB
26.06.2011 07:00
Irgendwie normal.

Diese Phase machte noch jede Linux-Distribution durch die sich monetarisieren muß. Auch Red Hat und Suse gingen diesen Weg und nun Canonical im Gegensatz zu beiden anderen versucht Ubuntu aber eher den Desktop zu erobern mit diversen Zusatzleistungen wie den Cloudservice (Ubuntu One), da steht man OSX und Windows gegenüber da gelten andere Spielregeln. Auch Red Hat&Suse wurden von den Medien gehypt und fallen gelassen. Bin ehrlich gesagt von Unity auch noch nicht ganz überzeugt, wer aber mir dir nix auch Fedora oder Suse umsteigt kann meiner Meinung nach nicht besoders produktiv mit Ubuntu gearbeitet haben den bei einem Wechsel verliert man defacto alle Daten.

Reich sein muss sich lohnen!
26.06.2011 07:53

Weshalb sollte man bei einem Distributions wechsel Daten verlieren?

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