Erdbeben und Tsunami "kosteten" 147 Milliarden Euro

24. Juni 2011, 07:45

Nicht eingerechnet sind die indirekten Kosten in der Wirtschaft

Tokio - Das schwere Erdbeben und der anschließende Tsunami vom 11. März haben nach neuesten Angaben der japanischen Regierung direkte Kosten in Höhe von 16,9 Billionen Yen (147 Mrd. Euro) verursacht. Berücksichtigt wurden die Schäden an Häusern, Fabriken und der Infrastruktur wie Straßen und Brücken, wie die japanische Regierung am Freitag mitteilte. Bisher hatte die Regierung für den geschätzten Schaden einen Korridor zwischen umgerechnet 139 Milliarden bis 217 Milliarden Euro angegeben. Der nun veröffentlichte präzisere Wert beruht auf neuen Erhebungen der Schäden in den betroffenen Gebieten, insbesondere den Präfekturen Miyagi, Iwate und Fukushima.

Nicht eingerechnet sind die indirekten Kosten der Katastrophe, die etwa durch Produktionsausfälle in der Wirtschaft entstanden. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Kosten, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima entstanden sind und noch entstehen.

Teure Gebäudeschäden

Allein die Höhe der Gebäudeschäden betrage 10,4 Billionen Yen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Die Schäden an Straßen und Schifffahrtswegen werden mit 2,2 Billionen Yen beziffert, die in der Land- und Forstwirtschaft sowie auf Aqua-Framen mit 1,9 Billionen Yen. Die Reparatur der Versorgungsleitungen etwa für Wasser und Gas dürfte nach Erwartungen der Regierung 1,3 Billionen Yen kosten.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine rund 14 Meter hohe Tsunamiwelle im Nordosten Japans verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 23.000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Beben und Tsunami lösten am Atomkraftwerk Fukushima zudem die größte Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus. Das Kernkraftwerk war durch das Beben und den Tsunami schwer beschädigt worden. Seither tritt dort radioaktive Strahlung in die Umwelt aus. 100.000 Häuser wurden komplett zerstört. Etwa eine halbe Million weitere Gebäude wurden beschädigt. (APA)

Gegenflieger
00
24.6.2011, 22:21

Schön das man hier auch die Toten miteinbezieht.

no_milk_today
00
24.6.2011, 16:36

http://english.aljazeera.net/news/asia... 97696.html

An earthquake with a preliminary magnitude of 6.8 has rattled northeast Japan, one of the areas devastated by the March 11 quake and tsunami.

The quake struck off the coast of Iwate prefecture at 6:50am on Thursday (2150 GMT Wednesday), but there were no immediate reports of damage or injuries. The quake was followed shortly after by a magnitude 6.7 tremor.
The earthquake was in the same area of the Pacific where a magnitude-9.0 earthquake struck northern Japan on March 11, triggering a deadly and destructive tsunami which left some 23,000 people dead or missing.
->

no_milk_today
00
24.6.2011, 16:37

-> 2
The focus of the tremor was 20km below the seabed off Iwate and about 500km northeast of Tokyo, the Japan Meteorological Agency said.

Tokyo Electric Power Co, struggling to control radiation leaks at its Fukushima Daiichi nuclear plant due to damage in the March disaster, said there was no impact from Thursday's quake on its efforts to bring the reactors under control.

woat ma - i g e a
00
24.6.2011, 09:58

laut meinen eigenen berechnungen warens 146mrd! und ich habe wirklich SEHR genau gearbeitet. von allem was kaputtisiert worden ist die rechnungen zsammengezaehlt.

Mathias
 
12
24.6.2011, 08:39
Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Kosten, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima entstanden sind und noch entstehen.

Aber aber! Die AKW-Befürworter haben doch immer behauptet, daß sowas nie der Fall sein würde! Bei diesen "sicheren" Kraftwerken gebe es doch keine Folgeschäden ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.