Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Sozialarbeiter helfen Wiener Schülern bei Konflikten - sie selbst haben mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Wien - In knapp zwei Wochen schließen die Wiener Schulen für zwei Monate ihre Pforten. Das bedeutet nicht nur für Lehrer und Schüler Schluss-Stress: Auch die knapp 30 Schulsozialarbeiter in der Stadt sind damit beschäftigt, ihre "Fälle" abzuschließen oder für Betreuung während der Ferien zu sorgen.
Der Stadtschulrat ist zuständig für die Sozialarbeiter, die auf Lehrerposten angestellt sind - und er sei "mit unserer Profession überfordert", sagte ein früherer Schulsozialarbeiter dem STANDARD. Obwohl die Ansiedlung bei Wiens oberster Schulbehörde grundsätzlich Sinn mache. Finanziell sei es freilich nicht sehr verlockend, als Lehrer im ersten Dienstjahr angestellt zu sein, und dabei immer nur für ein Jahr - wenngleich die Ferien für seine ehemaligen Kollegen durchaus ein Argument für den Job seien.
Infrastrukturprobleme
Die "Pioniere" der Wiener Schulsozialarbeit hatten am Anfang auch mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen: Es gab keine Infrastruktur, keinen Raum für Besprechungen, keine Dienst-Handies, keine Laptops. Mittlerweile wurde immerhin ein Besprechungsraum in der Zieglergasse geschaffen.
Und auch insgesamt habe sich das Wiener System der Schulsozialarbeit bewährt, meint Bezirksschulinspektor Richard Felsleitner, der für diese Berufsgruppe sowie für Beratungslehrer und Psychagogen zuständig ist. Dass es für die Betreuer selbst derzeit keine Supervision gäbe - ein weiterer Kritikpunkt - lässt Felsleitner nicht gelten: Man sei "dabei, das im Rahmen der Pädagogischen Hochschulen zu installieren".
Die Schulsozialarbeiterin Agnes Obergruber, die in Ottakring tätig ist, sieht ein weiteres Problem in der dienstrechtlichen Konstruktion: "Als Sozialarbeiter ist man verpflichtet, Informationen vertraulich zu behandeln. Als Lehrer muss man dem Direktor gewisse Informationen weitergeben. Das bringt uns oft in Zwiespälte." Dennoch hält Obergruber nichts davon, die Schulsozialarbeiter in einen Verein auszulagern: "Der Informationsfluss ist besser, wenn man an der Schule ist."
Laut Bezirksschulinspektor Felsleitner ist derzeit nicht daran gedacht, an der dienstrechtlichen Konstruktion etwas zu ändern. Wenn Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) allerdings das Lehrerdienstrecht reformiere, würden dabei auch die Schulsozialarbeiter berücksichtigt, hofft Felsleitner. Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SP) räumt ein, dass die Gehalts- und Anstellungsfragen ein Nachteil der Konstruktion seien, grundsätzlich habe sich die "Verortung im System" aber bewährt. Wie Felsleitner hofft auch Oxonitsch auf ein österreichweit einheitliches Dienstrecht für die Schulsozialarbeiter; bei den Schulpsychologen gibt es diese bereits.
VP-Gemeinderätin Isabella Leeb genügt das nicht. Sie fordert "vollkommene Unabhängigkeit" für die Schulsozialarbeiter, mehr Personal und Ressourcen. Außerdem sollten auch Berufsschulen in das System einbezogen werden. (Andrea Heigl, STANDARD-Printausgabe, 24.6.2011)
Die Kindergesundheitsexpertin Blennow plädiert für mehr Bewegung und weniger Kuchen
Mehr als 60 Prozent Berliner SchülerInnen beschimpfen sich mit "Schwuchtel" oder "schwul"
Im Wiener Zentrum für Entwicklungsförderung im 22. Bezirk erfahren Eltern, welche Behinderung ihr Kind hat, und erhalten Hilfe. Therapieplätze dort sind heiß begehrt
Politische Bezirke mit Anteil von Volksschülern mit anderer Erstsprache als Deutsch von ein bis 89 Prozent
Derzeit maximal 158 Euro - Armutsexperte Schenk kritisiert uneinheitliche Unterstützung
Integrationsstaatssekretariat unterstützt 2013 sechs zusätzliche Standorte
Direktorin tut Sache inzwischen leid - Stadtschulratssprecher sieht Kommunikationsprobleme
Es mangelt an Therapieplätzen für chronisch kranke oder behinderte Kinder - und an ganz normaler Betreuung
Katja Urbatsch hat als Erste ihrer Familie gegen viele Widerstände studiert. Damit auch andere das schaffen können, gründete sie die Initiative arbeiterkind.de
Die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer fordert Maßnahmen zur Inklusion
In der Schwerhörigenschule Wien wird besonders auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen - Sonderschulen gehören trotzdem abgeschafft, meinen Experten
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf verlassen Schule laut Studie oft mit geringen Qualifikationen - Große Unterschiede bei Inklusion zwischen den Ländern
Eine "solide Sekundarausbildung" und mehr Studierende geben der Bildungswissenschafterin Ilse Schrittesser wenig Anlass zur Freude - Gleichzeitig könnten mehr als 30 Prozent der Kinder nicht sinnerfassend lesen
"Stillstand" bei Umsetzung von UN-Konvention - Unterausschuss im Parlament gefordert
Einmal pro Woche besuchen die Schüler einer Schwerhörigen-Klasse das "Integrative Voltigieren"
Bitte liebe Standard-Redaktion, den genauen Unterschied recherchieren.
Sozialpädagog/innen werden an mehreren Schulen in Österreich ausgebildet und wären punktgenau ausgebildet, um die neuen Aufgaben, die im Schulsystem entstehen (Betreuung während der unterrichtsfreien Zeit, Lernhilfe, soziales Lernen, Umgang mit Konflikten, etc.) zu erfüllen.
allein der ansatz "sozialpägags sollen lernhilfe leisten" ist schlicht und einfach lächerlich. um in einem hierarchischen system wie schule arbeiten zu können, brauchte es - sry - schon etwas mehr an ausbildung.
im übrigen darf sich diese berufsgruppe nur deswegen "pädagogIn" nennen, weil wir alle solche sind. linksschuhpädagogen, waldpädagogen, katzen- und katerpädagogen, gogopädagogogen... tut mir leid, eine klare absage an diesen berufszweig an dieser stelle...
"Die Ausbildung für Sozialpädagogik ist als 10-semestrige sekundäre Ausbildung und als Kolleg organisiert. Standorte sind Baden, St. Pölten, Stams, Linz, Graz und Wien." http://de.wikipedia.org/wiki/Sozi... 6sterreich
also: 5 jahre bhs mit matura-abschluss
Ihre Ausführungen stimmen für die BASOPs
Zulassungsbedingung zur Ausbildung als Sozialpädagoge im Kolleg- und FH-Bereich::
¦Reifeprüfung
¦Studienberechtigungsprüfung
¦oder Berufsreifeprüfung
Hier ist die Matura (bzw. die Berufsreifeprüfung / Studienberechtigung) also VORAUSSETZUNG, nicht ENDPUNKT der Ausbildung.
ein kolleg ist das nachholen von bhs-inhalten in 1-2 jahren und noch nicht einmal bachelorwertig. eine klassische bildungssackgasse, weil man als sozialpädagoge den bachelor nicht erreicht, kann natürlich auch kein masterprogramm absolviert werden. eigentlich eine schande, dass man junge menschen in so eine ausbildung schickt.
ein angebot von sozialpädagogik an einer fh kann ich österreichweit nicht finden.
"VP-Gemeinderätin Isabella Leeb genügt das nicht. Sie fordert "vollkommene Unabhängigkeit" für die Schulsozialarbeiter, mehr Personal und Ressourcen. Außerdem sollten auch Berufsschulen in das System einbezogen werden."
An den Berufsschulen gibt es bereits seit vielen Jahren SozialarbeiterInnen, und zwar fast an jedem Standort. Unabhängig und mit Förderung der Gemeinde Wien auch mit Ressourcen ausgestattet. Komisch, dass Frau Leeb das offensichtlich nicht weiß.
und da gibt's an allen Standorten sozialpädagogisches Personal (außer 3) insgesamt 17 Personen, 5 Teams an Zentralberufsschulen, Rest an Einzelstandorten. www.kusonline.at
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.