Umwelt

Lobbyismus prägt Österreichs Donaustrategie

23. Juni 2011, 16:59

Innerstaatliche Umsetzung erfolgt ohne Umweltorganisationen

Wien - Die Donauraumstrategie sollte eigentlich ein politisch-wirtschaftliches Erfolgsmodell unter anderem mit dem EU-Beitritt Kroatiens hervorbringen - wenn sie aber jetzt von der EU im Schatten der Griechenlandkrise beschlossen wird, dann drohen die innerstaatlichen Aspekte übersehen zu werden, warnt Gerhard Heilingbrunner vom Umweltdachverband.

"Die Bundesregierung ist bei der Umsetzung leider insgesamt schlecht beraten. Das Sagen haben die Lobbyisten der Bau- und Schotterwirtschaft, die die Donau zu einem Kanal degradieren wollen - NGOs werden nicht einmal eingeladen, die Projekte zu diskutieren. Bei der Parlaments-Enquete 'Neue Chancen für die Wasserstraße Donau', zu der von der Nationalratspräsidentin und dem Bundesratspräsidenten eingeladen wurde, war die Expertise der Umweltorganisationen offenbar nicht gefragt. So werden die großen Entwicklungschancen, die die Donauraumregion in Österreich etwa touristisch bietet, nicht genutzt", erklärt Heilingbrunner. Ungarn agiere da wesentlich sensibler.

Hierzulande gebe es die Idee, die Donau "zum Rhein zu machen" - wobei übersehen werde, dass die Donau ein Gebirgsfluss ist und aufgrund häufiger Reparaturarbeiten an 120 Tagen im Jahr nicht durchgehend befahrbar sei. Containerschiffe hätten anders als auf dem Rhein jetzt und wohl auch in Zukunft wenig Bedeutung auf der Donau. (cs, STANDARD-Printausgabe, 24.6.2011)

Elisabeth1201
01
24.6.2011, 12:18
Donau

Na klar werden NUR die geldhabenden Lobbies geladen (und gehört sowieso) - denn die NGO's vertreten ja Ideen/Projekte, an denen eben kein Geld verdient werden kann. Es geht um Umwelt, Soziales, Tiere usw. - und nicht um Parteispenden, Posten für Expolis und deren Sipp/Freundschafterln, Jagdeinladungen usw usw
Nur weiter so, bald ist eh nix mehr zu Betonieren, Verbauen, Vergiften, Abschiessen usw. mehr da ....

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01
24.6.2011, 11:57

Warum wird auf Lobbyisten nicht der Mafiaparagraf angewandt?

El Cafetero
00
24.6.2011, 15:36

Wurde er ja schon. Halt bei den Tierschutzlobbyisten :-)
Spass beiseite, wieso sollte es irngedewem, egal ob NGOs, Kammern oder sonst wem verboten sein, Interessenvertretung zu betreiben? Es kommtschon auch darauf an, wie man das macht.

El Cafetero
20
24.6.2011, 10:45

Herr Heilingbrunner ist, wie alle Vertreter vo NGOs Lobbyist -halt ein Umwaltlobbyist oder vielleicht sogar ein Lobbyist von mit der Schifffahrt konkurriereden Verkehrsträger.
Ausserdem scheint er sich als Pars pro Toto der NGO-Szene zu sehen, was er aber nicht ist. Gegen den Ausbau der Donau östlich von Wien ist eigentlich nur mehr er selbst. Viele Organisationen aus der Umweltszene sind inzwischen dafür. Aber folgen wir halt dem, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, dann erledigt sich das Problem Donauauen in ein paar Jahrzehnten durch Asutrockung von selbst. Ich glaube aber nicht, dass Letzteres von irgendwem wirklich gewollt werden kann.

branca rosic
 
00
29.6.2011, 23:50

sind sie ein Lobbyist der via Donau?

El Cafetero
00

Nein.

m+m
05
24.6.2011, 01:06

Das scheint jetzt große Mode zu sein, dass bei den Parlamentsenqueten nur Lobbyisten der Wirtschaft und keine Fachleute eingeladen werden.
Bei der Parlamentsenquete Umwelt, Bauen und Wohnen im Februar wurden auch keine Architekten eingeladen, dafür jede Menge Lobbyisten der Bauwirtschaft.
Die Powerposter der Parteien diskreditieren dann die Kritiker der Einladungspolitik mit billiger populistischer Polemik.

Johannes99
100
23.6.2011, 18:03
A beleidigte Leberwurst

Wenn einem die Argumente ausgehen, greift man halt zu Übertreibungen. Die ***Politiker wollen die Donau zum Kanal machen, die ***Schotterlobby hat die Herrschaft übernommen. Herr Heilingbrunner, rufen Sie Ihren Freund mark Perry an, der schreibt gern auf Zuruf Brandartikel. Mit dieser Art verlieren Sie Ihre letzte Glaubwürdigkeit.

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