Feindbild Automobil (I)

  • Am Anfang war die Abneigung.
    foto: ford

    Am Anfang war die Abneigung.

Das Auto hatte es Anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen

Schon in den frühen Tagen der Automobilgeschichte herrschte ein Reizklima zwischen den Autofahrern und den Menschen, denen Umwelt und Sicherheit am Herzen lag. Mitunter, weil man noch nicht so ans Automobil gewöhnt war, empfand man Staub und Lärm als besonders störend.

Das heißt, das Auto hatte es anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen. Abgesehen von enormen technischen Unzulänglichkeiten entwickelte sich das Automobil auch rasch zu einem gesellschaftlichen Spannungsherd. Sehr früh erkannten die Autofahrer ihre machtvolle Position, die sie aus ihrer Geschwindigkeit bezogen, und benahmen sich mitunter unflätig. Autofahrer galten weithin als rücksichtslos. Geschah ein Unfall, wegen völliger Absenz jeglicher Sicherheitstechnik oft auch gleich mit tödlichem Ausgang, kam es nicht selten zu Lynchjustiz durch Beteiligte und Passanten.

Nicht nur die Defektanfälligkeit war zur vorletzten Jahrhundertwende also ein Grund, den Wagen von einem Chauffeur lenken zu lassen, auch im Falle eines Unfalles konnte sich der Besitzer im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Staub machen, während es dem Lenker an den Kragen ging.

Die Abgase der Autos waren um 1900 auch schon ein Thema, das aber wegen deren geringer Verbreitung hinter dem Gestank der Pferdeäpfel verblasste. Auch wusste niemand Bescheid über die Schädlichkeit von Abgasen. Gleichzeitig gab es Stimmen, die dem Verbrennungsmotor wegen des Gestanks gegenüber dem Elektroantrieb in den Städten keine große Zukunft vorhersagten. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/24.06.2011)

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Heute akzeptieren wir einfach den

Dreck, die Umweltschädigung, den Lärm, den Diebstahl an Lebensraum, und dass alle Kriege und Genozide Kinderpartys sind im Vergleich zu den jährlich über eine Million Verkehrstoten. Alkohol und Autos lassen wir uns nicht nehmen, und wenn wir alle daran verrecken. Da schaffen wir lieber die Zigarettenautomaten ab.

komisch, dass die meisten leute die es sich aussuchen können doch lieber autofahren als in einem kriegsgebiet zu leben. warum wohl?

"Das Problem ist,

dass wir jetzt an Problemen arbeiten müssen, die wir ohne Autos nicht hätten"

Enzo Ferrari in einem seiner letzten Interviews.

Das Problem ist

(und ich weiß, wovon ich rede)

dass das Auto die (gut) 10fache Masse bei 10facher Geschwindigkeit hat im Vergleich zum Menschen.

Sie sind aber schon der einzige, der weiß, wovon sie reden.

Eigentlich ist das der Vorteil und nicht das Problem.

inwiefern ist das ein Vorteil?

wenn dies zum Tragen kommt, dann haben sie höchstwahrscheinlich jemanden getötet, sind daran schuld und landen (gesund) im Gefängnis, haben eine Menge Schulden und ein (hoffentlich) schlechtes Gewissen...

wieso sollte man als autofahrer ein schlechtes gewissen haben, wenn jemand ohne zu schauen, selbstmörderisch, auf die straße läuft?

ich halts einfach und nutze grossteils ihre Worte...-)

wieso sollte man als autofahrer kein schlechtes gewissen haben, wenn man jemanden ohne zu schauen, eher mörderisch als selbstmörderisch, auf der straße niederfährt?

ja, jetzt kommt die ausnahme von der regelsituation, die ja schon ich beschrieben habe...

Die Regelsituation? Woher kommt die Annahme? Gibts dazu Daten?

siehe die welt, dort du wirst sie finden! sie wird so sein, wie ich es dir gesagt!

blablabla...

...darüber hinaus:"Die Regelsituation? Woher kommt die Annahme? Gibts dazu Daten?"

die meisten unfälle von autos sind alleine oder mit anderen autos. (zu "höchstwahrscheinlich jemanden getötet")
bei fahrlässiger tötung kommt man unbescholten nicht in den häfn (soviel zum thema "landen im gefängnis")
schadenersatzansprüche werden, sofern man nicht besoffen war, von der versicherung bezahlt (soviel zum thema "schulden")

nur mal als richtigstellung.

sie irren. die meisten unfälle mit auto sind allein - soweit stimmts und übrigens machen diese fast 50% aus, ein d*mmkopf wer da nicht an alkohol denkt - die 2. häufigsten sind allerdings nicht auto -auto konfrontationen sondern auto - something else crashes. also:radfahrer, fußgänger, motorrad/moped fahrer, skater usw.
auto - auto liegt an dritter stelle mit etwa 20%.
Mobiltitätstudien tu wien von anudazumal bis 2010 (soll heißen:kommt jedes jahr raus und hat den vorteil das es keine lügen sind wie zb bei den autositzerclubs.)

irgendwie geht sich das ned aus.

verunglückt sind 2010 27062 pkws, 8228 motorräder/mopeds
4867 fahrräder
3820 fußgänger

vielleicht hab ich auch nen denkfehler, bin bissl im stress.

quelle: statistik austria

doch, kann sich ausgehen

verunglückte Autos: 27000
50% davon verunfallen allein = 13500
bleiben 13500 übrig, die mit einem Teil der
8228 motorräder/mopeds
4867 fahrräder
3820 fußgänger
(insgesamt also ca. 17000 Teinlehmer)
und letztlich anderen Autos
kollidieren können.

stimmt, mein fehler. wär dennoch interessant ne quelle mit genauen zahlen wer mit wem und so.

na dann ist das ja auch ein großes problem bei zügen.

Meist nur wenn sie die Gleise verlassen ...

zeigens mir den Zug, der in etwa die 10fache Masse im Vgl. zum Menschen hat.

Folglich wäre das Problem noch viel größer.

fast...

...Die Überschneidungen der Nutzungsflächen bezüglich Fussgänger und Zug sind -aber nur unwesentlich - geringer als bei Fussgänger/Auto

da wird jetzt aber wild gewunden... ;-)

Es sei ihnen unbenommen...

...is ja noch früh am morgen...-)

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