Ein Minderjähriger an Küste Siziliens ertrunken
Rom - Cirka 1.200 Flüchtlinge haben in den vergangenen 24
Stunden die Insel Lampedusa erreicht. Mehr als 400 Migranten aus
Libyen kamen in der Nacht zum Mittwoch an Bord von zwei Booten auf
der Insel an, wie italienische Medien berichteten. Ein Boot mit
weiteren 600 Personen wurde unweit der Insel in Sicherheit gebracht.
Das Boot hatte offensichtlich einen Motorschaden. Weitere 250
Menschen trafen an Bord eines weiteren Bootes ein. Die Migranten
waren von den libyschen Küsten abgefahren.
In Sciacca unweit der sizilianischen Stadt Agrigent, erreichten
etwa 50 Migranten den Strand. Ein Minderjähriger, der von einem Boot
ins Wasser sprang, ertrank vor den Augen der anderen Flüchtlingen.
Die italienische Polizei hat in den ersten fünf Monaten dieses
Jahres 68 Personen wegen Menschenhandels festgenommen. 85 Boote, mit
denen Flüchtlinge nach Italien gebracht wurden, wurden konfisziert.
Nach offiziellen italienischen Angaben erreichten seit Beginn der
Unruhen in Nordafrika im Jänner rund 43.000 Immigranten die Küsten
Italiens. (APA)