Zweite Nacht gewalttätiger Zusammenstöße in Belfast

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foto: ap

Im nordirische Belfast haben sich in der Nacht auf Mittwoch zum zweiten Mal in Folge Protestanten und Katholiken schwere Straßenkämpfe geliefert.

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Die guten alten Zirkusspiele !

Mann sollte sie wieder einführen. Potenzielle Gladiatoren gibt es genug.

*dafürbin* solange das ganze im gegensatz zum alten rom auf freiwilligkeit beruht.

da kann ich sie beruhigen

auch im alten rom waren die meisten gladiatoren freiwillige, ehemalige soldaten zb, ein gladiator hatte ein recht gutes leben, war gut ausgebildet und auch eine ein nicht zu untersaetzender wert. (gab auch kaiser die sich als gladiatoren ausgegeben haben)

welcher kaiser

ist bitte gladiator gewesen? zuviel hollywood müll geschaut?!

nicht umbedingt hollywood sondern roemische geschichte

Mit Gladiatoren zu schlafen, war zwar verpönt und wurde gesellschaftlich streng geächtet, es kam aber trotzdem dazu. Gladiatoren genossen in der römischen Gesellschaft einen ähnlichen Ruf wie heutige Popstars. Die Festgelage des Spieleveranstalters am Abend vor einem Kampf gaben den einflussreichen Frauen der Stadt die Gelegenheit, ihre Idole persönlich und oft auch intim kennenzulernen. Faustina, die Mutter des Kaisers Commodus, hatte ihren Sohn angeblich mit einem Gladiator gezeugt – wahrscheinlich aber erfand Commodus diese Geschichte selber, um seine Sonderrolle zu unterstreichen.

Genau! Schlägertypen, die sich saufen und mit Feuerwerk spielen wollen, hätten dann eine Möglichkeit, sich auszutoben ... und bräuchten nicht den normalen Fußballfans auf die Nerven zu gehen.

Was habens den jetzt wieder für ein Problem?

Wie immer: fad im Schädl, billiges Bier im Bauch und schlechtes Fernsehprogramm.

Wenns Wetter schlecht is, wirds eh wieder ruhiger.

Dasselbe wie eh und je, Nordirland soll zu Irland gehören, was auch immer das heißt?

naja

eigentlich nicht, die teilung entstand durch den buergerkrieg 1922 (also NACHDEM die briten weg waren) da wollten gar nicht alle weg. und der krieg tobte quer durch das land. da geht es nicht wo leute sein wollen sonder eher um einen justament standpunkt, der aber in der republick auch nicht wirklich nachvollzogen wird. was aber die briten in nordirland nicht symphatischer macht.

Die Teilung entstand durch den Irlandvertrag! Der nachfolgende Bürgerkrieg im Süden hatte auf den Norden keinen direkten Einfluss...

Die Teilung entstand wegen der unterschiedlichen, gegensätzlichen Wünsche der Iren selbst.

Das wird leider immer ganz oft vergessen.

Toll ...

Vor allem, wenn man bedenkt, wie "der Westen" stets "religiösen Fanatismus" mit dem Islam gleichsetzt.
Dass es in einem vorgeblich zivilisierten Land noch immer religiöse Konflikte diesen ausmaßes gibt (und man bedenke, dass es hier Christen sind, die sich die Schädeln einschlagen wollen), zeugt davon, dass es "die Menschen" und nicht "die Islamisten" sind, die radikal sind.

also den konflikt zwischen briten (protestanten) gegen iren (katholiken) auf den glauben reduzieren zu wollen ist doch a bissi arg billig ...

gäähähään

idem für den konflikt im nahen osten

Nur haben diese Christen keinerlei herausragendes religiöses Interesse (auch wenn manche von den "Protestanten" ein bisschen fromm tun), da geht es um sehr weltliche Fragen der Staatszugehörigkeit.

wiedervereinigung ist das eine. knallharte wirtschaftliche interessen das andere.

Ich bezweifle, dass die Randalierer sonderlich fromm sind.

Dann wär da noch die Tatsache, dass ich noch NIE gehört hab, dass eine Seite im Nordirlandkonflikt eine theologische Begründung für ihr Tun ausgepackt hätte.

Und um die 40-50 Mio Irischstämmige in andern protestantischen Ländern wohnen, ohne irgendein Problem damit zu haben.

Außerdem scheinen beide Seiten echt Schwierigkeiten zu haben, Selbstmordattentäter zu rekrutieren.

Das ist kein religiöser Konflikt, das ist nur eine Terminologie, die einmal eingeführt wurde (ich nehme an von der britischen "Besatzungsmacht"), um zu übertünchen, dass es um einen Konflikt zwischen Iren und Briten geht.

Naja, der religiöse Aspekt ist nur die Oberfläche. In Wirklichkeit ist der Hintergrund des Konflikts ein wirtschaftlicher/sozialer. Auch der jeweilige Nationalismus spielt eine wesentlichere Rolle als das Religionsbekenntnis. Das ist sozusagen nur Beiwerk.

und sie glauben im islam ist das anders?

Auch nicht, aber dort gibt es bedeutende Fundamentalisten und führen diese tatsächlich

ohne Unterlass eine religiöse Rhetorik im Munde, legitimieren ihre Taten mit religiösen Normen, fordern eine religiöse Gesetzgebung und religiöse Regierungsform, greifen Gotteslästerer und Ungläubige an... nichts von dem spielt hier die geringste Rolle, der Unterschied könnte kaum größer sein. Wenn, dann ist die Situation in Nordirland am ehesten dem Konflikt der Schiiten und Sunniten in Bahrain vergleichbar; auch da markiert die Religion grob die traditionellen, verfeindeten Volksgruppen, ist aber kein eigentliches Thema, da geht es ganz offen um Politik und Geld. Im Irak sieht es schon etwas anders aus, da spielt die Religion schon eine echte Rolle, obwohl es auch um Macht und Wohlstand geht.

Wie kommen sie darauf?

Ja und?

Weniger radikal wird's trotzdem nicht - und meist ist die religion nur der Deckmantel für Hass gegen andere.

Ist doch bei radikalen Islamisten nicht anders!

Hier ist aber die Religion kein Deckmantel, sondern nur ein Synonym für Loyalisten bzw. irische Nationalisten.

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