Polizei in Bangalore stoppte Google Street View

21. Juni 2011, 15:38

Stadt "auf dem Radarschirm von Terroristen"

Der Internet-Anbieter Google darf in der südindischen IT-Metropole Bangalore bis auf weiteres keine Aufnahmen mehr für seinen Straßenatlas Street View machen. Polizeisprecher T. Sunil Kumar sagte am Dienstag, das vor drei Wochen gestartete Projekt sei gestoppt worden, da das Unternehmen die dafür notwendigen Genehmigungen nicht vorgelegt habe.

Die erste Stadt

"Wir haben Google aufgefordert, zunächst die Einwilligung der Zentralregierung einzuholen, da es sich um eine äußerst sensible Angelegenheit handelt." Bangalore sollte als erste Stadt in Indien in Street View aufgenommen werden.

Als Grund für die Entscheidung werden von den örtlichen Behörden Sicherheitsbedenken genannt. Die vor allem für ihre IT-Industrie bekannte Millionenstadt ist auch Standort von Rüstungsunternehmen sowie von bedeutenden Forschungsinstituten, wie der staatlichen Weltraumorganisation ISRO. "Bangalore ist auf dem Radarschirm von Terroristen", sagte Kumar. "Daher sind wir misstrauisch, was die Veröffentlichung von Straßenaufnahmen angeht." (APA)

 

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01
22.6.2011, 10:35

Ein voll und ganz nachvollziehbarer Standpunkt. Terroristen können ja bekanntlich selber keine Photoapparate bedienen!

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