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Wien - Thomas Stangl erhält den heurigen Erich-Fried-Preis. Die renommierte Literaturauszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird dem österreichischen Autor am 27. November im Rahmen der Erich Fried Tage 2011 verliehen, die unter dem Titel "Short Cuts" stehen. Ausgewählt hat den Preisträger die heurige Jurorin und Schriftstellerin Barbara Frischmuth, wie am heutigen Montag in einer Aussendung der Fried-Gesellschaft mitgeteilt wurde.
"Ich habe mich für Thomas Stangl entschieden, in dessen Literatur es, wie er selbst sagt, um die Zwischenräume, die Schnittstellen und die Übergänge geht, so dass sich der Blickwinkel seiner Leser zusehends zum nicht ohne weiteres Wahrnehmbaren hin verschiebt, als gälte es, die verschiedenen Schichten der Luft sichtbar zu machen", begründete Frischmuth ihre Wahl.
Erster Roman erschien 2004
Verliehen wird der Fried-Preis seit 1990 durch die Internationale Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache. Gestiftet wird die Auszeichnung allerdings vom Kulturministerium. Auf der Liste der bisherigen Preisträger finden sich bekannte Namen wie Christoph Hein, Gert Jonke oder Robert Menasse.
Thomas Stangl, geboren am 4. Jänner 1966 in Wien, absolvierte ein Studium der Philosophie und Hispanistik, das er mit einer Arbeit über dekonstruktive Literaturtheorie abschloss. Seit den frühen 1990er Jahre publiziert er Essays, Rezensionen und später Prosaarbeiten in Tageszeitungen und Literaturzeitschriften.
Sein erster Roman, "Der einzige Ort", erschien erst 2004. Dafür folgte bereits zwei Jahre nach dem Debüt mit "Ihre Musik" das Nachfolgewerk. Mit seiner Lesung aus seinem dritten Roman, "Was kommt", holte sich Stangl 2009 schließlich den Telekom-Preis beim Bachmannwettbewerb in Klagenfurt. (APA)
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