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Wien - Während betreffend zweier Werke von Anton Romako, die sich im Besitz der Leopold Museum-Privatstiftung befinden, nun eine Einigung mit den Erben nach dem ursprünglichen Besitzer Moric Eisler erzielt werden konnte, steht ein Ende für den Fall Mayländer noch aus. "Wir stehen in Kontakt mit den Rechtsnachfolgern und hoffen auf eine positive Einigung", betonte der Stiftungsvorsitzende Helmut Moser am Montag bei einer Pressekonferenz.
Konkret geht es um fünf Schiele-Bilder, die sich ursprünglich im Besitz des Wiener Kaufmanns Karl Mayländer befanden. Der Kunstsammler, der 1941 nach Lodz deportiert und ermordet wurde, hat zuvor die Werke seiner Lebensgefährtin Etelka Hoffmann geschenkt, die diese nach 1945 verkauft hat. Stünde die Leopold Museum-Privatstiftung in Bundeseigentum und fiele somit unter das Kunstrückgabegesetz, wären diese Werke an die Erben nach Mayländer zu restituieren. Zu diesem Schluss kam die Michalek-Kommission bereits im November vergangenen Jahres.
Schriftliche Nachweise gefunden
Fünf Schiele-Werke aus dem Vorbesitz Mayländers finden sich ebenfalls in der Sammlung der Wiener Albertina. Für diese Arbeiten hat der Kunstrückgabebeirat in der vergangenen Woche eine Restitution empfohlen, der Kulturministerin Claudia Schmied auch nachkommen will. Der Bund gehe in diesem Fall aber "sehr formal vor", wie Moser betonte, da er die Partnerschaft zwischen Mayländer und Hoffmann aufgrund fehlender schriftlicher Nachweise nicht anerkennt und von einer Schenkung unter Druck ausgeht.
Das sieht der Vorstandsvorsitzende allerdings anders, auch weil "es uns gelungen ist, schriftliche Nachweise" für die Partnerschaft zu finden. Deshalb sei die "Entscheidung Mayländers zu respektieren" und man habe in diesem Sinne Kontakt mit den Nachkommen aufgenommen. Moser hegt die Hoffnung, dass "jeder erfolgreiche Vergleich die Sache beschleunigt", würde dies den Erben doch zeigen, dass man "um eine faire und gerechte Lösung im Sinne der Washingtoner Deklaration" bemüht ist. (APA)
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