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Jetzt sind also die Grünen aufs Taferl gekommen. Maria Vassilakou, Wiener Parteichefin und Planungsstadträtin, war am Mittwoch im Standard zu lesen, kann sich vorstellen, Radlern Nummerntafeln zu verpassen.
Die Forderung soll in einem Interview mit der Kronen Zeitung entstanden sein. Das passt. Vassilakou wird sich schon überlegt haben, ob die Brüskierung des vertophilen Velovolkes durch die Scharen der sie nun voll super findenden Klischee-Krone-Leser (autofahrend, mit Hut) kompensiert wird.
Details lenken da bloß ab. Ebenso die Trennung von Symptom (Radfahrers Regelbruch) und Ursache (das Primat von Auto & Parkplatz in der Planung): Wer Schlichtes forciert, fordert daher Radnummerntafeln - auch wenn die ein Anfängerfehler im Anti-Radler-Haudraufpopulismus sind.
Denn Bike-Taferln gibt es - bestätigt der VCÖ - nirgendwo auf der Welt. Aus gutem Grund: Schon bei Mopednummerntafeln fällt es Polizisten schwer, "Flüchtende" sicher zu identifizieren: Radler müssten rucksacklos mit fluoreszierend-beschrifteten Westen fahren.
Das weiß man übrigens auch im gelobten Land der Radtaferl-Forderer, der Schweiz. Das Ding am eidgenössischen Sattelrohr ist auch nicht, wozu es in Österreich stets erklärt wird: Die "Nummerntafel" ist eine Versicherungsplakette - knapp größer als die Wanderplakette auf Opas Spazierstock.
All das ist altbekannt. So wie eine andere Binsenweisheit: Wer den Radverkehrsanteil heben will, muss Radfahren attraktiver machen. Nur: Das bringt keinen Applaus aus der Krone-Leserbriefredaktion. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/17.06.2011)
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ja!
was tun wir dafür?
als Radlercommunity: dafür sorgen, dass viele Menschen, die jetzt noch mit dem Auto fahren umsteigen!
was braucht es dazu: gute Stimmung, Respekt, Rücksichtnahme und Zusammenhalt:
Wenn ich möchte, dass von der Oma bis zum Kindergartenkind alle radeln, dann mache ich eine Imagekampagne: pro Radfahren!
Wie mache ich das: Ich verhalte mich als Radlerin überkorrekt! und freundlich (aber das bin ich eh immer) und beweise damit, dass Radlerinnen die besseren VerkehrsteilnehmerInnen sind, bleibe bewusst beim Fussgängerübergang stehen, fahre nicht auf Gehsteigen oder bei ROT ( da geht es auch um die Vorbildfunktion gg Kindern)
die Abschaffung der Vélovignette in der Schweiz ist schon beschlossen. Heuer gibt es sie zum letzten Mal.
Sie hat sich als zu teuer zu verwalten im Verhätnis zum versicherungsmässigen Nutzen herausgestellt.
Siehe:
http://blog.veloplus.ch/2011/05/3... vergessen/
Hat der Herr Journalist aus der Schweiz (!) erfahren müssen, dass Kennzeichen wegen der – Versicherung notwendig seien! Irgendwo hier hat wer schon gepostet, dass KFZ-Kennzeichen eben nur diesen Zweck haben: Einen aufrechten Haftpflicht-Versicherungsvertrag zu dokumentieren - deshalb ist das Kennzeichen ein öffentlich-rechtliches Dokument und hat mit dem Lenker (==Radfahrer) nix zu tun. Aber Verwechslung von Eigentum und Besitz ist ja auch state of the art, warum sollte es bei Lenker und Fahrzeugeigentümer/-Halter anders sein. Das Ausforschen von bösen Lenkern geht übrigens über den Halter, also den Eigentümer.
"rgendwo hier hat wer schon gepostet, dass KFZ-Kennzeichen eben nur diesen Zweck haben: Einen aufrechten Haftpflicht-Versicherungsvertrag zu dokumentieren"
Was aber nicht stimmt. Die dienen nämlich sehr wohl auch dazu, den Halter des Fahrzeuges zu identifizieren. Und genau deswegen fordern manche Leute den Unsinn und genau deswegen (unter anderem) ist so ein Taferl beim Radl sinnlos. (Siehe Artikel.)
könnte es sein das sie in österreich jus studiert haben? die konsequente am thema vorbei lamentiererei gepaart mit leicht herablassenden formulierungen (interessanterweise sind immer jene am meisten von sich eingenommen die am wenigsten grund dazu haben) deutet stark darauf hin.
bildung, werter hr/fr mitbürger/in, bitte!
tun sie sich bilden tun (ich glaub die formulierung wird gerne in bildungsfernen schichten wie zb. krone-leserinnen , juristen und politiker neuerdings heißen, verwendet.)
ist vielleicht österreichisch-nationales Recht aber nicht einmal EU-Recht, geschweige denn kontinentales oder globales Recht. Das Stück Blech vorn und hinten hat in jedem Land eine grundverschiedene Funktion; vom Wohnort und/oder sozialem Status des Fahrzeughalters bis zur lebenslangen Identität des Fahrzeuges.
... ist von der grösse einer briefmarke und kostet 14 franken (zumindest vor ca. 10 jahren) im jahr. http://de.wikipedia.org/wiki/Velovignette zeigt es in originalgrösse. es ist eine haftpflichtversicherung und dient in keinster form der identifikation von verkehrssündern, zumal man es hinpicken kann, wo man will. wenn man aus dem ausland in die schweiz mitm radl kommt, braucht man keine. das problem in wien ist eher, dass die verkehrsplanung nicht im geringsten auf nicht-motorisierten verkehr ausgelegt ist ...
mir reicht es dann langsam. wenn die redakteure ihre enten und selbst erfundenen skandale im abstand von ein paar tagen voneinander abschreiben, stellt sich die frage nach dem (un)sinn eines printabos. warum soll man einem solchen käseblatt noch geld nachschmeißen?
wird nicht wahrer, wenn ihr sie jeden Tag druckt.
Bin mir nicht sicher, was mich mehr beunruhigt:
Dass Vassilakou es nicht besonders zu kümmern scheint, wenn Massenmedien sie organisiert mit bewussten Manipulationen angreifen,
dass eine sich seriös gebende Zeitung mit bewussten, selbst schon zugegebenen (!) Falschmeldungen wochenlange Kampagnen in die Köpfe der LeserInnen drischt,
oder dass Medienkompetenz in Österreich derart ein Fremdwort ist, dass die Tatsachen sogar hier fast niemand auch nur tangieren.
Eine Schande für den Journalismus.
Sorry für den Ton, aber nicht für die Aussage. Es tut weh weil ihr auch viel guten und wichtigen Journalismus und Onlinearbeit macht.
Sogar dieser Kommentar wär ja nicht einmal uninteressant, aber warum unterschlagen Sie uns bewusst Vassilakious Entgegnung? http://derstandard.at/130818626... -Radfahrer
Sind Sie empört über ein Interview für den rechten Boulevard? Ihr profitiert ja hier: http://derstandard.at/suche?que... merntafeln massiv von diesen Fehlern und Verkürzungen.
Was ist daran bitte auszusetzen? Ich bin ja langjähriger Rad-Aktivist. Ich kenne den Frust mit den oft unmöglichen Radverkehrsanlagen nur allzu gut. Ich weiss, dass sie oft zu unkonventinellem und im kleinen Ausmass StVO-widrigem Verhalten anleiten bzw. Leute sehr oft vor Situationen stellen, wo das richtige Verhalten je nach befragtem Experten ander wäre und von Laien garnicht klar erkennbar ist.
ABER Gefährdung anderer StraßenbenutzerInnen ist für mich, StVO hin oder her, einfach nicht in Ordnung. Und man kann sie bei jedem Spaziergang in der Stadt beobachten.
wir reden hier über die ausnahme der ausnahme!
ICH FAHRE SEIT 16 JAHREN TÄGLICH (VORAUSGESTEZT ICH BIN IN WIEN) DURSCHNITTLICH EINE STUNDE RAD - BEI JEDEM WETTER UND JEDER JAHRESZEIT -
soll heißen ich erledige 99% meiner wege mit dem rad und ich erleben täglich durschnittlich 3 bis 4 sehr gefährlich situation verursacht durch autofahrer, etwa 10 mittel bis leicht gefährliche situationen verursacht durch autofahrer und eine bis keine gefährliche situation verursacht durch radfahrer.
UND: ich hatte in den 15 jahren keinen einzigen sturz der auf mein fehlverhalten zurückzuführen war.
ALLERDINGS:wäre ich einmal tatsächlich fast gestorben weil ein autofahrer mich überfahren hatte - er war viel zu schnell unterwegs
autos raus aus der stadt
Es steht auch ausser Zweifel, dass die Gefährdung anderer Straßenbenutzer durch Kfz und deren LenkerInnen viel häufiger und gravierender ist als die, die von RadfahrerInnen ausgeht.
Wenn Sie noch keine Gefährdung durch Radler wahrgenommen haben, kann ich nur empfehlen, sich als Fußgänger in die Stadt zu begeben, am besten mit einem Kleinkind im Wagerl oder an der Hand.
Ich erlebe auf einem typischen Spaziergang in Graz mit meiner Tochter (etwas über ein Jahr alt) mehrere sehr blöde Aktionen durch RadlerInnen. Ich denke an gemischte Unterführungen, wo die Leute bei schlechter Sicht mit 30 durchsausen, oder an die vielen GehsteigradlerInnen.
Für bessere Radverkehrspoltik braucht es Mehrheiten, und solches Verhalten bringt sie nicht näher.
ich finde den ton noch viel zu höflich. es ist ziemlich mies vom standard, vassilakous entgegnung nur als leserbrief zu drucken, da wäre ein "kommentar der anderen" das mindeste gewesen. und jetzt noch diese restlverwertung eines skandals, der keiner war. rottenberg mag unwichtig sein, aber diese art journalismus ist für eine zeitung, die eine qualitätszeitung sein will, einfach untragbar.
wenn dann jede Menge Verfolgungsjagden zw. Radfahrern und Polizei o.Ä. stattfinden! Die Grünen haben sich von der ÖVP anstecken lassen. Auch die kommen immer wieder mit glorreichen Ideen, die sich von Haus aus als Schuß ins Knie zeigen!
Ich möcht so gern die vielen Fußgänger, die rücksichtslos bei Rot über die Straße gehen und damit sich und andere gefährden, anzeigen. Ich hab schließlich nichts besseres zu tun.
Ok, erwischt, ich meins nicht ernst. Ernst meine ich aber folgende Frage: Was glauben Sie passiert mit einer Anzeige gegen einen Fahradfahrer wegen Überqueren einer Kreuzung bei Rot (davon ausgehend, dass er dabei keinen Unfall verursacht)?
Dass es keine große Anzahl von Fahrradfahrern gibt, die tatsächlich Personen- oder Sachschaden verursachen und dann Fahrerflucht begehen sieht man daran, dass seitens der Befürworter der Nummerntaferl nicht mit Statistik argumentiert wird.
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