Ranghohe Ex-Politiker freigelassen

20. Juni 2011, 00:20

Auch Ex-Minister Präsident Gbagbos darunter

Abidjan - Die neue Regierung von Cote d'Ivoire, der Elfenbeinküste hat 17 ehemalige ranghohe Politiker aus dem Lager von Ex-Präsident Laurent Gbagbo freigelassen. Sie hätten am Samstag das Hotel "La Pergola" in Abidjan verlassen, sagte Justizminister Jeannot Kouadio Ahoussou am Sonntag. Unter ihnen seien Ex-Verteidigungsminister Michel Amani N'Guessan und Ex-Justizminister Yanon Yapo.

Yapo sei wegen gesundheitlicher Probleme "aus humanitären Gründen" aus dem Hausarrest entlassen worden. Von "Freilassung" wollte der Minister nicht sprechen. Die "Mehrheit" derjenigen, die das Hotel verlassen hätten, hätten nicht unter Hausarrest gestanden, sondern aus Angst um ihre Sicherheit selbst um staatlichen Schutz gebeten.

"Unmenschliche Bedingungen"

Dagegen sagte ein Sprecher von Gbagbos Partei FPI, Augustin Guéhoun, die Politiker seien "zu Gefangenen geworden", als sie nach der Festnahme Gbagbos den Schutz der neuen Regierung gesucht hätten. Zugleich begrüßte er den Vorgang: "Die FPI und ihre Verbündeten gratulieren den neuen Behörden, fordern sie aber auf, weiter zu gehen" und andere Vertreter des Gbagbo-Lagers freizulassen, die "unter unmenschlichen Bedingungen" festgehalten würden, sagte Guéhoun. Er verwies insbesondere auf Gbagbos Ehefrau Simone.

Laut Guéhoun werden im Hotel "La Pergola", das von ivorischen Soldaten sowie Soldaten der UN-Truppe ONUCI bewacht wird, noch 21 Vertreter des Gbagbo-Lagers festgehalten. Andere, darunter FPI-Chef Pascal Affi N'Guessan, befinden sich in mehreren Städten im Norden des Landes in Hausarrest. Die Regierung hat bisher nicht gesagt, wie viele Menschen aus dem gegnerischen Lager sie festhält. Nichtregierungsorganisationen fordern ein Ende der "juristischen Unsicherheit" der Betroffenen, die weder angeklagt noch freigelassen werden.

Nach der Präsidentschaftswahl vom 28. November hatte sich Gbagbo geweigert, seine Niederlage zugunsten seines international als Wahlsieger anerkannten Rivalen Alassane Ouattara anzuerkennen. Am 11. April nahmen Ouattaras Sicherheitskräfte Gbagbo in Abidjan fest. Der neue Präsident wurde am 21. Mai offiziell in sein Amt eingeführt. (APA)

Malkaye
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20.6.2011, 09:01
glück haben sie.

immerhin wurden sie nicht wie viele andere einfach zu tode gefolter.
und hausrarrest ist auch ein unwort, wie kann jemand aus dem süden im norden - wo er kein haus hat - unter hausarrest stehen??

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