Besuch in San Marino

Joseph Ratzinger geißelt das Lustprinzip

19. Juni 2011, 14:55

Chef des Vatikanstaates gegen moderne Lebensmodelle - Lanze für Flüchtlinge gebrochen

San Marino - Vatikans Staatschef Joseph Ratzinger, auch als Papst Benedikt XVI. bekannt, hat Leben nach dem Lustprinzip verurteilt. Zu den Schwierigkeiten und Behinderungen des Glaubens zählten heutzutage solche Lebensmodelle, "die den Geist verdunkeln und jede Sittlichkeit auszuschalten drohen", sagte der Papst am Sonntag bei einen Besuch in San Marino. Er sprach vor etwa 20.000 Gläubigen im Stadion des ganz von Italien umgebenen Kleinstaates.

Benedikt wandte sich in seiner Messe strikt gegen die Sicht, "wonach der Schatz des Menschen nicht sein Glaube sei, sondern seine persönliche und soziale Macht, seine Intelligenz, seine Kultur und seine Fähigkeit, die Wirklichkeit wissenschaftlich, technologisch und sozial zu manipulieren".

Der Papst bekräftigte seine Auffassung, wonach die Kirche und die Welt in einer der entscheidendsten Phasen der Geschichte stünden. Die Katholiken seien aufgerufen, ihren Glauben zu erneuern und das Erbe ihrer Kirche anzureichern in der Auseinandersetzung "mit den tiefen und raschen kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen". Diese veränderten die Mentalität und die Gewohnheiten.

Vor dem Angelus-Gebet wiederholte Benedikt die Aufforderung an alle Verantwortlichen und jeden Einzelnen, Flüchtlinge unter würdigen Lebensbedingungen aufzunehmen. Sie sollten auch frei und sicher in ihre Länder zurückkehren können, mahnte der Papst aus Anlass des Weltflüchtlingstages der Vereinten Nationen an diesem Montag. Gefeiert wird der 60. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention.

Für diesen erst zweiten Besuch eines Papstes in dem Kleinstaat bei Rimini an der italienischen Adria war Joseph Ratzinger per Helikopter angereist. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte San Marino im Jahr 1982 besucht. Auf Benedikts Eintagesprogramm standen außerdem ein Treffen mit der Regierung des Staates der 31.000 Bürger sowie eine Begegnung mit Jugendlichen in dem italienischen Teil des Bistums San Marino-Montefeltro. Die Kleinrepublik, die als älteste der Welt gilt, leidet unter der Wirtschaftskrise so wie das sie umgebende Italien. (red/APA)

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Phoenixx
 
00
26.9.2011, 08:43

Kehrt doch endlich vor der eigenen Tür!
Nicht Wein trinken und Wasser predigen.
Die Leute haben es satt, deshalb wenden Sie sich ja auch anderen Dingen zu.
- Solange feiste, angefressene Bischöfe, die Repräsentanten der kath. Kirche, ihr Unwesen treiben ist da alles unglaubwürdig.
Auch Fresslust ist eine "Lust", und dazu noch eine "Sünde".

Christoph Karl Steininger
00
21.9.2011, 15:20
Die Kirche projiziert das Lustprinzip ins Jenseits.

Leider muß man sterben um dorthin zu gelangen. Die von Zweifeln geplagten gottlosen Europäer verweisen die Behauptungen der Kleriker ins Wolkenkuckucksland und wollen jetzt schon lustig sein. Ts, ts!

Kiki Novak
00
16.9.2011, 18:58
Lustprinzip vs. Realitätsprinzip

Ob die diversen Kardinäle, die nach dem Essen zwischen Trüffeltorte und Armagnac ein paar zarte Ministranten in den Allerwertesten pudern, streng nach dem Realitätsprinzip handeln, stelle ich jetzt mal behutsam in Frage.

Kein_Postingname
00
28.8.2011, 07:27
Es ist zutiefst traurig und verstörend …

… dass eine Glaubensgemeinschaft i.e. markante Teile einer Gesellschaft in diesem Angstprinzip immer wieder ihr Heil sucht. Joachim Bauer hat in seinen Veröffentlichungen (zB "Prinzip Menschlichkeit") oder Daniel Goleman in "Social Intelligence" uns sehr beeindruckend gezeigt, dass der Mensch nicht a priori böse oder schlecht ist. Das ist ein atavistisches Prinzip, das wir allmählich überwinden können sollten … unter anderem durch Anleitung des Religionsgründers Jesus.

le_n00b
01
29.6.2011, 09:22
Ich geißle das Frustprinzip

Eine Religion, die darauf aufbaut, den Menschen Probleme, Ängste und Sorgen einzureden, die sie ohne diese Märchenerzähler nie hätte, nur damit die Menschen nach ihrer Pfeife tanzen brauche ich so dringend wie einen Kropf.

Geißelte er auch die Lust am Grapschen von kleinen Buben wie es unter Seinesgleichen "hin und wieder" vorgekommen ist?

Mathias
 
03
22.6.2011, 09:55
Joseph Ratzinger geißelt das Lustprinzip

Jo Du alter Depp, denn luag amol zersch uf dine Kardinä, Bischöf und Kostabrüda, die klone Kinda missbrauchen bzw. missbraucht hond!!

Im Vatikan wirds oh allat düstra ...

Dirty Sanchez
 
25
21.6.2011, 15:07
Ach Sepp,

komm einmal rüber auf die dunkle Seite. Du wirst sehen, das macht Spaß und tut gar nicht weh (es sei denn, man steht auf sowas, was ich bei Katholiken irgendwie immer annehme).
Schnapp Dir eine hübsche Nonne (oder auch zwei), flieg mit ihr auf irgendeine schöne Insel und mach dort Bunga-Bunga, bis Dir das Blut in den Adern kocht; Du wirst sehen, dann siehst Du alles viel entspannter und gelassener.
Aber beeile Dich, Du bist nicht mehr der Jüngste!

Schöne Grüße nach Rom von Deinem

Dirty Sanchez, esq.

De schdadisdig is a hund
00
20.6.2011, 18:09
Die Paulinisten hatten schon immer ein Problem mit Epikur

Barbarin
16
20.6.2011, 18:00
Eines noch...

"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben"

André Gide

Bitte selbst auf die Suche nach der Wahrheit machen...nicht glauben, wissen!

Mathias
 
01
22.6.2011, 10:00
Wissen?

Phantasie ist wichtiger, als Wissen,
denn Wissen ist beschränkt.

Barbarin
12
22.6.2011, 10:55
Das zu wissen...

...dass die Phantasie die Basis ist und wir "Erschaffer" sind, ist schon mal sehr gut! :-)

Lichtfreak
00
15.7.2011, 10:48
Oh ja!

Danke! :)

Mathias
 
01
22.6.2011, 09:59
Wissen?

Wer weiß, dass er nichts weiß, ist weise.
Wer darüber hinaus weiß, was er nicht weiß,
kann danach fragen.
Und wer schleißlich weiß, wo das steht,
was er nicht weiß, kann es nachschlagen.

Mathias
 
01
22.6.2011, 09:57
nicht glauben, wissen!

Wer glaubt zu wissen befindet sich meist mit einem Fuß dort, wo andere schon vor ihnen waren.

Hat nicht Lenin oder Stalin auch geglaubt zu wissen?

Barbarin
10
22.6.2011, 10:56
Ja...das mit dem Wissen und den Versuchen...

...andere damit zwangs zu beglücken ist ein Drama...bzw. eine Vergewaltigung!

hanslblasta
02
20.6.2011, 18:24

"Gläubig? Nicht wie die Sicheren - aber hellhörig für die Botschaft"
(Christine Busta)

Barbarin
00
21.6.2011, 10:08
...danke...sehr schön & wahr!

blasta
 
12
20.6.2011, 14:46

oje .. hat der arme alte mann etwa ein paar probleme mit jungen aufgeklärten leuten, die der kirche kein wort mehr glauben?!? das tut mir aber äusserst leid ;)

Barbarin
15
20.6.2011, 14:30
Zitat:

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“ v. Albert Scheitzer!

Helmut Hromadnik21
 
01
23.6.2011, 15:20

Köstlich ! du bist ja eine lebende zitatensammlung.
LG. helmut.

frederic heine
21
20.6.2011, 15:26
Kennen sie den vergleich?:"Es reimt,aber es dichtet nicht".

So denn, sie fuehlen sich als christin weil sie glauben dass als ,betende,jesusliebende, suendenbeichterin und hostieverschluckerin haben sie ihren platz im himmel gesichert.

Ich glaube eher, dass, wenn ich in die garage gehe und hinterm steuerrad sitze ,dass das auto und ich"eins"sind.

Wer glaubt wird seelig !

brum brum brum....

Barbarin
21
21.6.2011, 10:08
Ich musste es 2x lesen...

...sehr treffend! ;-)

hanslblasta
01
20.6.2011, 14:18
hier der Link zur Predigt

http://www.radiovaticana.org/TED/Artic... p?c=497431

da steht natürlich wesentlich mehr drinn

der Artikel mit seinen gezählten drei Zitaten und einer zusammengebastelten resserischen Überschrift ist ein Kas ...

Ich bin der Meinung...
00
20.6.2011, 14:03
Hübscher Hut

den Sie da hat...

W_O_L_F_G_A_N_G
05
20.6.2011, 13:40

Alles in allem muss man aber zugeben, dass die Kirche schon viel lockerer geworden ist.

In welcher Firma kann man sonst als offen bekennender Cross-Dresser bis an die Spitze aufsteigen?

Das wird wahrscheinlich nirgendwo liberaler gehandhabt als in der Kirche.

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