Lukrativ

Kino.to ein "hochkriminelles und profitorientiertes System"

19. Juni 2011, 13:52
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    foto: derstandard.at/screenshot

Mehrere Millionen Euro nach Razzia beschlagnahmt

Gut eine Woche nach der Razzia gegen das gesperrte Internet-Filmportal kino.to haben die Fahnder erste Konten und Luxusautos beschlagnahmt. Auf Konten in Spanien, die dem Hauptbeschuldigten aus Leipzig zugeordnet werden, wurden rund 2,5 Millionen Euro sichergestellt, wie der Sprecher der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" (Montag). Der Mann und weitere 20 Verdächtige sollen als sogenannte Streaming-Hoster illegale Kopien von Filmen, darunter auch aktuelle Blockbuster, für Internetnutzer bereitgestellt haben. Ihnen werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Verletzung des Urheberrechts vorgeworfen.

"hochkriminelles und profitorientiertes System"

Die Ermittler gingen davon aus, dass der Leipziger als Kopf der Bande das Modell des Gratiskinos entwickelt und perfektioniert habe, sagte Klein. Der Mann schweige bisher zu den Vorwürfen, andere Beschuldigte hätten teilweise gestanden. Die Plattform kino.to sei ein "hochkriminelles und profitorientiertes System", sagte Klein. Von der illegalen Filmbeschaffung bis zur Bereitstellung der Links auf der Internetseite sei alles penibel organisiert worden.

Die von der Polizei gesperrte Plattform kino.to bot Links zu Streaming-Servern an, die zahllose Filme bereitstellten. Sie soll zuletzt von Hunderttausenden Menschen täglich genutzt worden sein, die Betreiber erzielten hohe Einnahmen aus Internetwerbung. Der Schaden für die Filmindustrie wird laut Klein auf eine zweistellige Millionenhöhe geschätzt. Nach einer Strafanzeige der Gesellschaft zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) war im April ein Verfahren eingeleitet worden. Wegen der außergewöhnlichen Komplexität und des Umfangs übernahm die Generalstaatsanwaltschaft den Fall.

Das Verfahren werde noch Monate dauern

"Es gibt insgesamt 21 Beschuldigte, alles deutsche Staatsbürger", sagte Oberstaatsanwalt Klein. Nach den Durchsuchungen im In- und Ausland zu Monatsbeginn seien auch drei Luxusautos in Deutschland und auf Mallorca sowie weitere 200.000 Euro auf dem deutschen Konto eines führenden kino.to-Mitarbeiters sichergestellt worden. Bei einem in Spanien verhafteten Mann werde die Auslieferung betrieben. "Die Ermittlungen stehen aber noch relativ am Anfang", sagte Klein. "Wir müssen Beschuldigte und Zeugen vernehmen, die Spur des Geldes verfolgen und eine gigantische Menge von Computer- und Serverdaten sichten." Das Verfahren werde daher noch Monate dauern. (APA)

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Peter Pichler
 
00
24.6.2011, 15:00
Geld mit Werbung verdienen ist nicht prinzipiell kriminell...

... welche illegale Aktivität wurde den BetreiberInnen eigentlich nachgewiesen?

Taran
00
20.6.2011, 23:11
Warum wohl die Filmindustrie nicht auf die Idee kam selbst solch ein Portal zu betreiben...

Vintageologist
 
00
14.7.2011, 11:48
Weil die Filmindustrie davon lebt, dass Leute für ihre Filme zahlen.

Während solche Websitebetreiber lediglich die kosten für ihre Infrastruktur zu tragen haben uind somit groß abcashen, während andere die Produktionskosten tragen.

Chronox
22
20.6.2011, 14:24
2.5 Millionen Euro

Also wenn ich Contentmafioso wär, würd ich mir ordentlich in den Allerwertesten beißen wenn mir diese Einnahmen entgangen sind weil ich zu blöd war selbst so ein Distributionssystem auf die Beine zu stellen.

die Resi-Tant Evil
02
20.6.2011, 19:00
Gatuliere, Sie sind das 100. Schrumpfhirn in diesem Thread, der mit dem Unsinn daherkommt und haben etwas gewonnen!:

Nämlich eine Erklärung von der Resi-Tant, warum Ihr Szenario unsinnig ist.

1.) Filme verschenken und nur die Bannerwerbung kassieren, damit können zwar Kriminelle ein paar Millionen verdienen, aber eine Filmindustrie kann allein aus diesen Einnahmen keine Filmproduktionen um USD 100 Mio. finanzieren. Soviel kostet die typische Blockbusterproduktion, wir reden da noch gar nicht von Filmen wie Avatar (der hat USD 237 Mio. gekostet).

2.) Die, hm, "Werbepolitik" von kino.to erinnerte an Pornoseiten aus der Jahrtausendwende, da hat man 3 - 4 mal auf Play gedrückt und statt des Films kam eine Abobetrügerwerbung von opendownload.de etc.
Ein seriöser Streaminganbieter dürfte sich das mit seinen Kunden niemals erlauben, da wäre die Hölle los.

Nian Shicer
00
25.6.2011, 19:06

blödsinn.
1) gibts immer noch das kino, dvd usw., außerdem noch die produktplatzierungen.
2) mehr werbung ..mehr einnahmen, es muss kein pornbanner sein. willkommen 2011.

Ich wär' gern eine Banane, manchmal ...
30
20.6.2011, 23:38

selbst schuld, wenn man millionen von dollar für eine filmproduktion ausgibt. ich geb lieber mein geld einem kriminellen als content-nazis.

Vintageologist
 
00
14.7.2011, 11:51

Und der Kriminelle stellt dir dann genau die Filme zur Verfügung, welche diese "Content-Nazis" deiner Meinung nach sinnloser um zig Millionen produziert haben, damit das Werk so gut wird, wie es eben ist.

Sehr durchdacht. An deiner Wortwahl erkennt man: Typische linke Unterschicht, die vom Schmarotzen der Sozialhilfe lebt.

benny20
01
21.6.2011, 15:51

du meinst wohl eher das vom ams

Frau Eisbär
15
20.6.2011, 14:35

Urheberrechtlich geschützte Inhalte stehlen und gratis anbieten ist leider kein "Distributionssystem".

Chronox
12
20.6.2011, 15:38

Und welches ordentliche digitale Distributionssystem hat die Filmindustrie in Österreich ausser keines?

Also nochmal: 2.5 Millionen haben oder nicht haben.
Diese Rechteverwalter müssen echt allergisch gegen Geld sein, anders kann ichs mir nicht erklären.

Vintageologist
 
00
14.7.2011, 11:56

Verstehst du nicht? Die 2,5 Mille sind deutlich weniger als das, was die Filmindustrie für die Produktion ausgeben muss. (Pro Blockbuster gerne mal >100M)

Würde die Filmindustrie jetzt selbst ein Verschenkportal betreiben, dann wären ja die ehrlichen Käufer wirkliche Trottel, wenn sie noch um den eigentlichen Preis kaufen würden und somit würde nur noch runtergeladen -> Im Endeffekt zu wenig Geld da.

Taran
00
20.6.2011, 23:12
Die wollen Dein Geld aber möglichst nichts dafür hergeben...

erkelteter tiger
00
20.6.2011, 17:16
sicher sind die content verwalter untätig

aber du wirst doch verstehen, dass ein legales angebot vergleichbar mit kino.to, wegen der vielen verschiedenen rechteinhaber und der unterschiedlichen gesetze in jedem land, derzeit so gut wie unmöglich ist.

in deutschland ist z.b. der versuch der privatsender ein art hulu für arme zu errichten, am kartellamt gescheitert.

Chronox
00
21.6.2011, 09:39

Genau das versteh ich ja eben nicht.

system1
20
20.6.2011, 14:18
was hier alle vergessen beim wettgeifern pro oder contra

ist: die seitenbetreiber haben mit den filmen KEIN geld verdient. sondern ausschließlich mit werbung. ist ein unterschied.

Vintageologist
 
00
14.7.2011, 11:59

Und wenn ich in meinem Super-Gratisfilmepalast gratis Filme zeige, aber Eintritt für den Palast anisch verlange, dann hab ich das Geld auch nicht mit den Filmen, sondern dem Palast gemacht. Denn man zahlt ja, um ins Gebäude zu kommen, nicht für die einzelnen Filme.

wilcox
00
26.6.2011, 13:10

ich habe ihn nicht getoetet, der sturz hat ihn getoetet....

benny20
21
20.6.2011, 14:51

aha, und warum sind die leute auf der seite gewesen? wegen den tollen texten und dem super design... also bitte...

Chronox
12
20.6.2011, 15:41

PISA Lesetest lässt grüßen.
Sie haben nicht mit Filmen, sondern mit Werbung Geld gemacht.

Also ich versuchs ganz einfach zu erklären: Die Filmschauer haben nichts für den Film zahlen müssen.
Die Betreiber haben sich und ihre Server über Werbung finanziert.

Ok, irgenwdie kann mans doch nicht einfacher erklären, das ist schon das einfachste was geht.
Muss wohl am Leser liegen.

benny20
00
21.6.2011, 14:20

schön hast du das erklärt. und jetzt nimm mal alle filme weg von der seite und dann sag mir wieviele user kino.to hätte.
keine user=keine werbe einnahmen. ein bissl primitiv dein argument.
pisa lesetest bestanden. jetzt du: humboldt "ich mach jetzt den IQ 20"

erkelteter tiger
01
20.6.2011, 17:07
ohne filme keine werbung

und die betreiber haben, so zumindest der vorwurf, auch einige hoster betrieben, für die es auch bezahlmodelle mit vorzügen gab.

badoli from Hell
16
20.6.2011, 13:09
"hochkriminelles und profitorientiertes System"

Da würden mir doch gleich noch ein paar mehr solcher Systeme einfallen. Banken? Aktienhandel? Politik?

Vintageologist
 
00
14.7.2011, 12:00

Was soll bitte an Aktienhandel kriminell sein?

Also abgesehen von deinem Neid auf reiche Investoren...

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