Verdächtigte Hackergruppe LulzSec steht nach eigenen Angeben nicht dahinter
Die Serie von Cyber-Angriffen gegen Videospielkonzerne geht weiter. Ende vergangener Woche drangen Hacker in die Computersysteme von Sega ein und stahlen laut dem Unternehmen Daten von fast 1,3 Millionen Kunden des Online-Dienstes Sega Pass. Wie viele Nutzer von dem Vorfall betroffen sind, wurde nicht bekannt gegeben. Gestohlen wurden Kundendaten wie Email-Adressen und Geburtstage. Passwörter wurden ebenfalls entwendet, waren allerdings nur in verschlüsselter Form gespeichert.
Entschuldigung
"Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die unseren Kunden durch den Vorfall Kunden entstanden sind", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Eine Untersuchung solle nun klären, wie es zu dem Datenleck habe kommen können. Die Netzwerksicherheit werde zudem künftig verstärkt, versicherte Sega.
Überraschende Wende
Sega nahm den besagten Online-Dienst noch am Donnerstag offline, nach dem man vom Angriff erfahren hatte. In einer überraschenden Wendung betonte die zunächst verdächtigte Hacker-Gruppe LulzSec, dass man nicht hinter der Attacke stecke. LulzSec, die sich bereits für eine Reihe von Angriffen auf Spielehersteller verantwortlich gezeichnet hatten, outeten sich laut Reuters als langjährige Sega-Fans und baten dem Konzern sogar an, Vergeltung an den nicht identifizierten Angreifern zu üben. (zw)