2002 beschlossene Maßnahmen nicht umgesetzt
Wien - Japan hat die
Atomanlage in
Fukushima einem UN-Bericht zufolge nicht ausreichend gegen
Tsunamis geschützt. Die Regierung habe
es versäumt, die
Umsetzung von 2002 beschlossenen Maßnahmen zu kontrollieren und
sicherzustellen, heißt es in dem Bericht, der
von Experten der
Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) als Ergebnis ihrer
Überprüfung des japanischen Kernkraftprogramms nach der
Katastrophe im März verfasst wurde. Die
Experten kritisieren
auch Versäumnisse bei der Bewältigung der Kernschmelze in drei
AKWs in Fukushima, die sich in der Folge von Beben und Tsunami
ereignet hat. Der Bericht soll bei einem
am Montag beginnenden
Treffen von Ministern aus rund 150 Staaten zu Fragen der
Atomsicherheit vorgelegt werden. Er lag Reuters vor.
Dem
Bericht zufolge wurden nach einer Überprüfung der
direkt
an der Küste errichteten Anlage 2002
mehrere Maßnahmen
ergriffen, um sie besser gegen eine Flutwelle zu schützen. Die
Schritte seien jedoch nicht weitreichend genug gewesen. Zudem
seien diese Maßnahmen nie von der
Aufsichtsbehörde überprüft und
genehmigt worden, schreiben die
Experten. Die Mitarbeiter der
Atomanlage hätten in der Krise
hervorragende Arbeit geleistet.
Die Vorgaben zur Bewältigung eines
solchen Unfalls seien jedoch
nicht ausreichend gewesen. (Reuters)