"Budapest Pride"

Zwei ÖsterreicherInnen nach Parade in Budapest festgenommen

19. Juni 2011, 13:58

Rechtsextreme sprachen von "Angriff" auf sie - Sonntag früh freigelassen

Zwei österreichische TeilnehmerInnen an der SchwulLesbenTrans-Parade "Budapest Pride" wurden in Budapest festgenommen und müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Insgesamt wurden 50 Teilnehmende aus Österreich fast zwei Stunden lang von der Polizei festgehalten. Das erzählte eine der TeilnehmerInnen, die ÖH-Referentin Judith Götz, gegenüber derStandard.at.

Nach dem Ende der Parade hätten Rechtsextreme die rund fünfzig WienerInnen angegriffen, sagt Götz. "Wir waren schon auf dem Weg zu unserem Bus und wollten zurück nach Wien fahren. Plötzlich sind rund 15 Menschen auf uns zugerannt und haben uns mit Stinkspray attackiert und uns geschubst", sagt Götz.

Der ebenfalls anwesenden Polizei hätten die Rechtsextremen jedoch erzählt, sie seien ihrerseits von den WienerInnen angegriffen worden. Die fünfzig Paraden-Teilnehmenden, die inzwischen in den Bus geflüchtet seien, "sind von der Polizei brutal herausgezerrt worden und haben ihre Pässe abgeben müssen", sagt Götz.

Eineinhalb Stunden

Knapp zwei Stunden seien die Teilnehmenden an der Weiterreise gehindert worden. Danach hätten sie den Rechtsextremen einzeln vorgeführt worden, diese hätten zwei der WienerInnen als vermeintliche AngreiferInnen identifiziert. Zwei der Teilnehmenden wurden festgenommen. Erst Sonntag früh wurden sie wieder freigelassen. Laut APA müssen sie nun mit einer Anzeige wegen Landfriedensbruchs und Störung der öffentlichen Ordnung rechnen.

Route kurzfristig geändert

Laut Medienberichten haben am Samstag etwa 1500 Lesben, Schwule und Transgenderpersonen in Budapest demonstriert. Ein starkes Polizeiaufgebot schirmte die Teilnehmenden von rechtsradikalen GegendemonstrantInnen ab. Als die etwa hundert Rechtsextremisten an einem Punkt des Demonstrationszugs den Polizeikordon durchbrechen wollten, setzten die Beamten Pfefferspray gegen sie ein, berichtet die APA. Kurzfristig wurde die Route der Parade geändert, um eine Konfrontation mit den Gegendemonstranten auf dem zentralen Verkehrsknotenpunkt Oktogon zu vermeiden. Die GegendemonstrantInnen kamen so nicht in direkten Kontakt mit der Parade, bewarfen aber die Polizisten mit Glasflaschen.
(mas, derStandard.at, 18.6.2011)

Kommentar posten
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Grigio
20
20.6.2011, 16:27
Na so was aber auch, ...

... es wurde geschubst!!!

Bumo1
23
20.6.2011, 13:42
warum bekamen die keine Auszeichnung?

Für das Verkloppen von Rechten sollte es eigentlich eine Auszeichnung geben und keine Anzeige.

Kann man die Bilder der beiden "Opfer" auftreiben? Ich finde, die sollte man Medial rumreichen mit Untertiteln wie "ich lasse mich von Schwulen und Lesben verhauen und laufe dann flennend zur Polizei"

WilWil
16
20.6.2011, 12:21
ich bin ja selbst kein kind von traurigkeit,...

...aber manchmal bin ich wirklich schockiert und beschämt darüber, was man hier zu lesen bekommt.

da geh ich ja lieber mit den rapid platzstürmern saufen, bevor ich einen teil der user hier kennen lern.

Frau von Kiki
12
20.6.2011, 11:12
weitere ots der teilnehmenden

http://www.ots.at/presseaus... ge-geplant

romero69
113
20.6.2011, 10:51
"haben uns mit Stinkspray attackiert und uns geschubst"

ooooch

ok, das ist nicht die feine englische, aber offensichtlich gabs gegenreaktionen auch, sonst haett die kiebarei wohl 50 statt nur 2 der ÖInnen festgenommen.

wieso nimmt man als Öin an der Regenbogenparade in Wien teilnimmt, z.B., stattdessen nach H faehrt ... aber was geht's mich an.

Johnny Brainstorm
01
20.6.2011, 13:44

Huch, abnormes Verhalten, da ist Polizeigewalt natürlich gerechtfertigt...

TRockenmilch
32
20.6.2011, 10:25

jaja, der europäische faschismus treibt schonwieder seine fröhlichen umständ.

aber ist ja alles halb so wild. alles nur paranoia...

ela vie
33
20.6.2011, 09:56

sehr traurig, was sich so in unseren östlichen und südlichen nachbarländern abspielt...

Muh Kuh
 
22
20.6.2011, 10:42
Keine Sorge, bei uns ist es auch bald so weit!

FPÖ bald stärkste Partei (dank völligem Versagen der "etablierten", "demokratischen" Parteien), dann gute Nacht, Reste der Freiheit!

fremdgelesen
08
20.6.2011, 08:05
peinlich für Jobbik!

Andras Kiraly, Sprecher der rechtsextremen Ungarn-Partei Jobbik ist wegen kompromittierender Fotos und Videos zurückgetreten. Er verkehrte mit Transsexuellen und rauchte Marihuana. (Die Presse)

trollvottel
01
20.6.2011, 10:20

Wer sich fragt, wie Geisteszustand der Rechtsextremen ist, möge sich Salo von Pasolini ansehen ... oder bei de Sade nachlesen.

Johnny Brainstorm
00
20.6.2011, 13:50

Hm, de Sade würde ich so ziemlich alles vorwerfen: Geistige Schwäche, Verwirrtheit, panische Angst, Selbstzweifel...

Aber Rechtsextremismus? Oo Einem Mann, der sich für die absolute Abschaffung von Gesetzen und Regeln ausspricht?

Eckman
00
20.6.2011, 07:41

Bei 2 Personen das Binnen-I?!

momodeluxe
00
20.6.2011, 10:13

und fehlende polizistinnen

Pyros
13
20.6.2011, 06:18
Ich finde es faszinierend, dass derStandard

den Wahrheitsgehalt der 2 sich widersprechenden Aussagen sofort aus der Ferne feststellen kann...

why_so_puddi?
52
20.6.2011, 01:56
Die linken ÖH'ler...

müssen von der Polizei geschützt werden. Muss ja mal was ganz neues für sie sein.

Der Neisseer
70
19.6.2011, 21:35
Alles abschneiden.

Ab, alles wegschneiden sollen sie ihnen gleich, die Rechten, dann ist alles wieder an seinem Platz.

karnickel
014
19.6.2011, 22:03

Tschuldigung, Kasusfehler: Sie meinen natürlich "den Rechten" :-)

rorschach
22
19.6.2011, 17:23
scheinbar ist der ungarischen polizei ausländische Beteiligung an der gaypride in budapest gar nicht recht und die gaypride selber auch nicht ....

"17 Jun 2011
THE POLICE SHOULD NOT WARN PEACEFUL MARCHERS TO COMPLY WITH THE LAW!
The Rainbow Mission Foundation has read with shock the statement of the spokesperson for the Budapest Police Headquarters, in which Katalin Fanni Horváth warns that the behavior of the participants in the March must not damage public morals or public decency. If such behavior is noted at the event by the police, they will demand that the organizers immediately put a stop to the illegal behavior, and if the order is not complied with, the police will take legal steps to preserve order."

http://www.budapestpride.hu/en

Papiertiger
523
19.6.2011, 14:41
da sieht man was passiert, wenn die rechtsextremem die macht übernehmen

die polizei sperrt die opfer ein und lässt die täter laufen.

eine frechtheit ist das!

Ed Sackbauer
22
20.6.2011, 11:45

Waren Sie dabei, daß Sie hier so etwas behaupten und polemisch auf Kosten anderer um Zustimmung heischen?

karnickel
20
20.6.2011, 12:13

Kennen Sie die politische Situation in Ungarn so schlecht? Lesen Sie einmal ein bisserl was..

peter marx
5212
19.6.2011, 12:50
Mutprobe

Mir fällt in dem Beitrag etwas auf: 50 aus Österreich auf Uni-Kosten importierte Demo-Freunde werden am Ende der Veranstaltung von 15 ungarischen Rechten attackiert, heißt es. Seltsam: Diese Rechten sind entweder total verrückt oder todesmutig, wenn sie eine dreifach überlegene Menge attackieren. Irgendwie lässt mich dieses Missverhältnis am Wahrheitsgehalt des ganzen Beitrages zweifeln.

-praktischer Chaostheoretiker-
00
20.6.2011, 12:27

na ja...glaub ich kaum...ein hoher Anteil der ungarischen Glatzen ist sicher von ziemlich einschüchternder Statur...

da wäre eine Unterlegenheit von 1:3 gegenüber österreichischen Tourismusdemonstranten das geringste Problem...

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