Duke Nukem Firma feuert PR-Agentur wegen Tweet

18. Juni 2011, 12:02
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Agentur reagierte mit Drohungen auf schlechte Kritiken zu „Duke Nukem Forever"

Man kann sich auch zu sehr für seinen Auftraggeber ins Zeug legen und bei den Methoden ordentlich daneben greifen. Die Agentur, die für „Duke Nukem Forever" die Werbetrommel rühren sollte, drohte Testern, die kein gutes Haar an dem Spiel ließen, öffentlich an, sich künftig gut zu überlegen, wem man Testspiele schicken würde und wem nicht.

„Unprofessionelles Verhalten"

Niederschmetternde Kritiken seien kein Grund für derartige Geschützen, erklärte Spieleentwickler 2K Games und feuerte die PR-Agentur für das unprofessionelle Verhalten.

Emotional

Der über Twitter verschickten Androhung folgten zahlreiche Entschuldigungstweets. Demzufolge reagierte Twitterer und Firmenchef James Redner „total emotional" und auf eigene Faust. Er erklärte „2k Games hatte nichts damit zu tun" und kündigte an, jedem einzelnen Tester eine Entschuldigungsmail zu schicken.

Vaporware - lange angekündigt, aber nicht erhältlich

Mit dem Status als Wired.com's Vaporware King (Vaporware - ein lange vorher angekündigtes, aber nicht erhältliches Produkt), kam das Spiel nach 12 Jahren Wartezeit auf den Markt. Wie viele Kritiker urteilte auch Wired vernichtend: "das Spiel kommt nicht an die Jahre des Hypes heran" und "hätte Vaporware bleiben sollen". Erstmals tauchte DNF 1999 auf Wireds Vaporware-Liste auf und führte sie seitdem an. 

Firmenchef twitterte

Fatal ist wohl auch, dass der Twitter-Ausrutscher die verantwortliche Werbefirma The Redner Group ihren größten Kunden kostete. Firmenchef James Redner, der höchstpersönlich den folgeschweren Tweet verschickte, realisierte seinen Fehler und kontaktierte die Medien, um den Vorfall zu besprechen. Jedoch zu spät, denn die Geschichte hatte sich - wie im Internet üblich - rasend schnell verbreitet. (ez, derStandard.at, 18. Juni 2011) 

  • DNF wurde von Kritikern gnadenlos zerrissen.
    foto: dnf

    DNF wurde von Kritikern gnadenlos zerrissen.

  • Der folgenschwere "Droh-Tweet" kostete die Werbefirma ihren größten Kunden.
    foto: screenshot

    Der folgenschwere "Droh-Tweet" kostete die Werbefirma ihren größten Kunden.

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