Erhöhte Belastung

Verstrahlter japanischer Tee in Frankreich entdeckt

17. Juni 2011, 20:05

Stammteaus Provinz Shizuoka - Grenzwert um das Doppelte überschritten

Paris - Rund drei Monate nach der Atomkatastrophe in Fukushima ist in Frankreich radioaktiv verseuchter grüner Tee aus der japanischen Provinz Shizuoka aufgetaucht. Bei einer Einfuhrkontrolle am Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurde in einer Lieferung radioaktives Cäsium nachgewiesen, wie die französische Generaldirektion für Verbraucherschutz (DGCCRF) am Freitag mitteilte. Die Belastung habe mit 1.038 Becquerel pro Kilogramm mehr als doppelt so hoch gelegen wie erlaubt. Der europäische Grenzwert für Cäsium liegt für grünen Tee bei 500 Becquerel pro Kilogramm.

Nach Angaben der französischen Behörden war die Lieferung die erste, in der bei den Sonderkontrollen seit dem Atomunfall in Japan eine radioaktive Belastung festgestellt wurde. Die betroffenen 162 Kilogramm Tee aus Shizuoka wurden beschlagnahmt und sollen vernichtet werden.

Grüner Tee aus Japan wird in aller Welt für seine gesundheitsfördernde Wirkung geschätzt. Das Land produzierte im vergangenen Jahr 83.000 Tonnen getrocknete Teeblätter. Davon entfielen allein 40 Prozent auf die Provinz Shizuoka. Sie liegt mehrere hundert Kilometer südöstlich von der Atomruine Fukushima. (APA)

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20 Postings
Mathias
 
01
21.6.2011, 11:04
Grüner Tee aus Japan wird in aller Welt für seine gesundheitsfördernde Wirkung geschätzt.

Wie gesundheitsfördernd ist dann japanischer Tee der strahlt? Zaubert der den Leuten ein japanisches Lächeln aufs Gesicht ;-)

Fingerzeig
02
20.6.2011, 23:14

Kein Problem:
Grenzwerte raufsetzen, und es paßt schon.
Business as usual.

yokozuna
14
18.6.2011, 12:36

Der Bürgermeister von Shizuoka verweigert die Strahlenmessungen des Tees aus Shizuoka, der größte Teeanbaugebiet Japans, weil er fest an die Sicherheit der Produkte aus Shizuoka "glaubt", eigentlich aus Rücksicht auf die Wirtschaft.
Es ist unwahrscheinlich, aber möglich: der Tee könnte einfach ohne ordentliche Strahlenmessungen nach Europa exportiert worden sein.
Deutschland hat z.B. Untersuchungen der Bakterien auf Gemüse natürlich nicht verweigert. Die Situation in Japan ist schlimmer als in Kindergarten.

normal citizen
00
18.6.2011, 06:12
Hat nicht die japanische Regierung

die Ausfuhr grünen Tees wegen ebenjener hohen Strahlenwerte gestoppt ?
oder hat sie uns nur gefoppt ?

"Bildausfall..."
00
18.6.2011, 01:29
Die Franzosen

werden trotzdem nicht umdenken ...

chelene chirsch
21
18.6.2011, 13:20

was sollte es ändern ?

und vor allem, wie tun dann die deutschen nachbarn ? hoffen auf sonne, auch in der nacht ?

raff1
40
18.6.2011, 00:52
wie schrecklich

hab angst.

A ndreas Bogeschdorfer
112
18.6.2011, 00:02
Alles Kosten der ach so billigen Atomkraft.

Umsiedlungen, Jodtabletten auf Vorrat und im ERnstfall zur Verteilung, KOntrollinstitutionen für die Kraftwerke und gegen eventuellen militärischen Mißbrauch, Diplomatie, Abgeltungen für Bauern und Fischer denen die Absätze, oft sogar die Lebensgrundlage wegbrechen, Importkontrollen auf Radioaktivität,........

Josef Wöss
03
19.6.2011, 08:48

...folgekosten der kontrolle stillgelegter akws, folgekosten der explodierten akws, folgekosten der endlagerung...

Mister Minister
20
17.6.2011, 21:47

Jetzt machen sich also die ersten Auswirkungen in unseren Breiten bemerkbar. Ich hätte da mehr Vertrauen in staatliche Kontrollmechanismen gesetzt, was aber zugegebnermaßen ein wenig naiv von mir war.

f l o
 
19
17.6.2011, 22:08

1) genau durch staatliche kontrollmechanismen wurde die sache festgestellt - wo ist Ihr problem? wollten Sie nicht genau das?

2) grenzwertüberschreitungen sind nicht gut, aber eine überschreitung um das doppelte raubt mir nicht den schlaf, wenn man weiß, dass grenzwerte zur sicherheit größenordnungen unter dem niveau angesetzt werden, bei dem echte gefahr herrscht.

wwg
20
18.6.2011, 15:46

"grenzwerte zur sicherheit größenordnungen unter dem niveau angesetzt werden, bei dem echte gefahr herrscht."

Wirtschaftslobbyist?

Mediziner sehen das anders.

f l o
 
02
18.6.2011, 15:57

nein, mediziner sehen das genau so - die legen nämlich die grenzwerte fest.

mr bayer
00
17.6.2011, 23:39

das ist zwar prinzipiell richtig, aber wenn ich mich richtig erinnere hat die EU die grenzwerte kurz nach dem unfall schon mal um das zwei oder dreifache gelockert.
wozu zum *** gibts dann die grenzwerte wenn sie angepasst werden je nach bedarf?
meiner meinung nach ist das ja die vollkommen falsche vorgehensweise. eigentlich hätte japan von sich aus die grenzwerte noch viel strenger überwachen müssen, um die konsumenten im ausland nicht zu verunsichern. so lass ich nach möglichkeit eher mal die finger von japanischen importen...

mr bayer
00
17.6.2011, 23:46

da muss ich mich gleich selbst korrigieren, anscheinend wurden die lockerungen nach heftiger kritik eilig rückgängig gemacht

Herr Plumm
04
17.6.2011, 20:30

mehrere hundert Kilometer südöstlich von der Atomruine Fukushima.

das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen. wo kommen eigentlich die algenblätter für das sushi her?

amichan
00
18.6.2011, 13:28
keine angst! sushialgen

die man hier bekommt kommen sicher nicht aus japan. ist viel zu teuer. nein die hiesigen algen kommen aus china - irgendwie ein wiederspruch

amichan
00
18.6.2011, 13:30

meinte natürlich "widerspruch"

yokozuna
00
18.6.2011, 12:52
Hier, die Berichte von Green Peace über das Messungsergebnis des japanischen Algens

http://www.greenpeace.de/themen/at... _belastet/

Ein großes Teil des Algens für Algenblätter wird im Südwesten von Japan, weit entfernt von Fukushima, geerntet. Das radioaktive Wasser jedoch bleibt leider nicht in Fukushima!!

chelene chirsch
11
18.6.2011, 13:21

meerwasser ist radioaktiv - es enthält per se schon winzige mengen urans, die bspw. durch tektonische aktivität am meeresgrund freigesetzt werden.

insofern ist jegliche aussage ohne konkrete zahl und maßstab schlicht panikmache.

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