Griechenland und die Philosophie des Geldes

Michael Amon , 17. Juni 2011, 18:44
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    foto: ap/giannakouris

    Gewitterstimmung über Athen. - Auch Sokrates (li.) und Plato betrachten das Treiben der zeitgenössischen Polis und der "hypertrophen Geldmärkte" mit Sorge, enthalten sich aber jeglichen Kommentars.

Zur Fortführug der Debatte um Stephan Schulmeisters "Alternativ-Modell" im Kampf gegen die Euro-Krise

Zur Fortführug der Debatte um Stephan Schulmeisters "Alternativ-Modell" im Kampf gegen die Euro-Krise: Warum selbst ein völliger Zinserlass am Grundproblem der grassierenden Staatsverschuldung nichts ändern würde. - Es ist zu viel Geld am Markt.

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Der Begriff "blöd" ist in Gemeinschaft mit dem Wort "feig" diskursfähig geworden. Doch diese Begriffe schließen einander aus: Feigheit verlangt ein Mindestmaß an Intelligenz, Gefahren zu erkennen. "Tapferkeit" ist ein Mangel an Intelligenz. Insofern irrt Treichl. Unsere Politik und die Banken - Treichl darf sich mitbetroffen fühlen - waren höchst tapfer: bei der Aufnahme neuer Länder in die EU ebenso wie bei der Fehlkonstruktion der Währungsunion. Tapfer, weil unintelligent in der Ausführung - blöd, um auf der Höhe des Diskurses zu bleiben. "Tapferkeit" führt direkt ins Gebiss des Säbelzahntigers. Wer dem aufgerissenen Maul zu nahe kommt, wird gefressen, egal, ob er vor Schreck starr stehenbleibt oder wild entschlossen das Weite sucht. Eingebrockt haben uns das die mutigen politischen Schöpfer der Eurozone - unter dem Applaus der Banker, die freudig noch das blödeste, also mutigste Finanzringelspiel mitgespielt haben. Insofern ist das Schlimmste zu fürchten, sollte die Politik dem Aufruf Stephan Schulmeisters zu mehr "Courage" folgen (STANDARD, 8. 6.).

Wohin mit dem Plunder?

Auch wenn man Schulmeisters Analysen sonst schätzt, sein letzter Kommentar macht ratlos. Die Lösung des derzeitigen Staatsschuldenproblems in Griechenland (und Spanien etc.) in einer Senkung des Realzinsniveaus zu sehen geht daneben. Einerseits - darauf hat zuletzt Markus Fichtinger von der Industriellenvereinigung zu Recht hingewiesen (15. 6.) - ist das Realzinsniveau ohnedies negativ, die hohen Zinsen griechischer Staatsanleihen sind unabhängig vom europäischen Zinsumfeld. Sie sind Ergebnis einer Manipulation auf realer Basis (der hohen Staatsschuld), hier ist Schulmeister zuzustimmen. Es gibt das von ihm beschriebene "Doppelpassspiel" zwischen Rating-Agenturen und Investment-Bankern. Andererseits ändert selbst ein völliger Zinserlass nichts an der Grundproblematik: Es ist zu viel Geld am Markt, diese Geldmengen können mangels Anlagemöglichkeit gar nicht in die Realwirtschaft investiert werden.

Dieses Übermaß an vagabundierendem Geld gebar die Finanzkrise und nährt sie weiter. Wohin mit dem Plunder, das ist das Problem! Sprechen wir es aus: eine klassisch kapitalistische Verwertungskrise. Es bleibt ein unerfüllbarer Wunschtraum, das Geld aus den Finanzmärkten in die Realwirtschaft zurückzuführen. Vielmehr müsste dieses Zuviel an Geld vernichtet werden, da es in der Realwirtschaft nicht angelegt werden kann.

Mit dem Auffangschirm machen wir das Gegenteil: In einen übersatten Markt wird noch mehr Geld gestopft. Kein Wunder, dass die Finanzspekulation weitergeht. Die Tapferkeit unserer EU-Politiker hat eine Lose-Lose-Situation geschaffen. Chapeau! Pumpt die EU weiter Geld in dieses System, finanziert sie die nächste Blase und kann die angesammelten Staatsschulden nur über Inflationierung (=Gelddrucken) auf unser aller Kosten abbauen. Geht Griechenland (=französische und deutsche Banken) pleite, trifft es über die Bankensanierung erst recht uns alle.

Falsche Geschäftsgrundlage

Wer bei einem überfüllten Automarkt noch mehr Autos herstellt, wird das Problem nicht lösen, sondern verschärfen. Das gilt auch für die Geldmärkte. Politik und Finanzlobbys haben zudem eine Währungsunion konstruiert, die in dieser Form nicht funktionieren kann.

Schon der EU-Beitritt Griechenlands basierte auf falscher Geschäftsgrundlage - wieso kommt ein Land in die EU, das weder über ein funktionierendes Grundbuchsystem verfügt, noch in der Lage ist, Steuern einzuheben? Die Griechen haben ihren Lebensstandard über die Ausweitung der Staatsschulden dem EU-Niveau angenähert. Kurzfristig haben davon auch alle profitiert: Die Banken sind durch den Kauf griechischer Staatsanleihen überflüssiges Geld losgeworden, die Exportländer haben ihre Waren angebracht, die "armen" Griechen erlebten einen bescheidenen Wohlstandszuwachs. Man muss nur tapfer sein und sich was trauen.

Was berechtigt uns zur optimistischen Annahme, dass jene Leute (Politiker, Banker & Co), die diese Krise mit schlafwandlerischer Sicherheit erzeugt haben, jetzt in der Lage sind, die Dinge in Ordnung zu bringen? Man hat die Bevölkerung der EU seit Jahrzehnten angelogen, ihr die Wahrheit und demokratische Verhältnisse verweigert. Kein Wunder, dass das Vertrauen in die EU-"Eliten" gegen null tendiert und Herr Strache ungedeckte Schecks präsentieren kann. Denn noch immer wird die Wahrheit nicht gesagt: dass der "Haircut" (welch liebevoll-verharmlosende Wortwahl!) unausweichlich ist, dass es kein Haircut sein wird, sondern eine Ganzkörperrasur ohne Hilfsmittel. Selbst Rasur ist schönfärberisch: Uns wird jedes Härchen einzeln ausgerissen werden.

Wirtschaftskrieg

Alle Versuche, die Finanzkrise "sanft" zu meistern, werden scheitern. Auch wenn das heute niemand zugeben will. Längst ist ein dramatischer, mit aller Härte geführter Wirtschaftskrieg im Gang, den die EU mit freundlichen Verhandlungen und ein paar Kompromissen glaubt lösen zu können. Es ist ein Wirtschaftskrieg zwischen Europa, den USA und China, alle gegen alle.

Das von Schulmeister beschriebene Doppelpass-Spiel ist Teil dieses Wirtschaftskrieges. Der Sieger bestimmt, auf wessen Kosten die unvermeidbare Geldvernichtung durch Inflationierung erfolgt. Wenn es den USA und ihren Rating-Agenturen gelingt, ein Euroland in die Pleite zu zwingen, können die Amerikaner weiter unbehelligt grüne Scheinchen drucken, und der Rest der Welt blecht die Sanierung des amerikanischen Staatshaushaltes.

Worauf wir - egal, wer den Wirtschaftskrieg gewinnt - zusteuern, lässt sich aus der Wirtschaftsgeschichte ablesen. Unsere Generation wird erstmals das erleben, was unseren Großeltern mehrmals widerfuhr: die Entwertung von Sparguthaben und Altersvorsorge. Eine intelligente Politik würde in dieser Situation klug handeln, nicht tapfer, sondern feig: sofortige Entkopplung unserer Alterssicherung von den Finanzmärkten, um die schlimmsten Folgen zu mildern, zurück zum "reinen" Generationsvertrag (unter Beseitigung der Disparitäten), anstatt die x-te Säule der Alterssicherung im "Anspar"system aufzuziehen, was nur die hypertrophen Geldmärkte mit noch mehr Geld füttert. Geld, das dann dazu verwendet wird, über Pensionsfonds gegen die eigenen Geldgeber (nämlich gegen deren Arbeitsplätze) zu spekulieren. (Kommentar der anderen, Michael Amon, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18./19.6.2011)

MICHAEL AMON, Jg. 1954, lebt als Autor in Wien und Gmunden und war in früheren Jahren als Steuerberater tätig. Zuletzt ist sein Erzählband "Krisennovellen" im Verein Alltag Verlag, Wr. Neustadt, erschienen.

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DirtyHarry
00
23.6.2011, 12:25
Entwertung der Sparguthaben

Endlich sagt jemand die Wahrheit:
"Unsere Generation wird erstmals das erleben, was unseren Großeltern mehrmals widerfuhr: die Entwertung von Sparguthaben und Altersvorsorge."

Viele Österreich haben schon den Schluss darausgezogen, nicht ohne Grund ist die Sparquote von 2009 auf 2010 drastisch zurückgegangen.

Im staatlichen* Geldsystem kann man keine Arbeitskraft "speichern".
*egal ober EU, USA oder Japan.

also dann ...
03
21.6.2011, 12:06
welch ein unsinn : zum 1. hat der autor selbst nicht mal das zins(es-zins)basierte geldsystem, d.h.

- nur 2 % ist echtes geld (zentralbankgeld und gesetzliches zahlungmittel !)
- 98 % des geldes = GELD AUS LUFT ... das alle geschäftsbanken per lizenz von staat = WIR ALLE (!)
durch eine einfache buchung
- forderung (bank) / verbinldichkeit (kundenkonto)
e r z e u g e n !
dass sohin der zins NIE zurückverdient werden kann, sieht man ein jeder expontentiellen steigerung aller... schulden dieser welt !

zitat : Es ist zu viel Geld am Markt, diese Geldmengen können mangels Anlagemöglichkeit gar nicht in die Realwirtschaft investiert werden.
welch un unfug :
die EZB braucht ja nur die mindestreserve von 2 % (seit 1999) auf dad chinesische niveau = 21.5 % ... bringen, und schon ist das vagabundierende geld... eingefangen.

so what?

Girgl Galgenstein
10
25.6.2011, 09:51
Was sind wir heute doch wieder einmal klug

Aus einem mir unerfindlichen Grund, wird derzeit das im Geschäftsbankensystem erzeugte Geld an den Pranger gestellt, als wäre es eine Entdeckung der letzten zehn Jahre. Das Phänomen ist so alt wie die Geschichte des Geldes. Nix neues also, aber allem Anschein nach braucht Volk ein paar tausend Jahre um davon Kenntnis zu nehmen und ist mit einem Male erschüttert. So was aber auch.

also dann ...
01
26.6.2011, 17:22
ja ... ich bin erschüttert, über den autor, der die binsenweisheit - wie sie richtig behaupten - eben

nicht zu wissen scheint.

so what ?

Poldi Fesch
21
20.6.2011, 23:22
"Tapferkeit" ist ein Mangel an Intelligenz.

den Rest des bloedsinns hab ich mir erspart

simi1
00
20.6.2011, 14:38
Griechenland wird gehalten - noch

http://www.biallo.at/artikel/G... o-fail.php

Laudes
00
20.6.2011, 19:16
Karikatur zur Griechenland-Zirkusnummer

http://federspiele.blogspot.com/2011/06/g... ummer.html

Don Quixote1
00
20.6.2011, 10:19
Großartig!

Ich hätte noch gerne ein paar Zeilen über die gängige Beschreibung der jungfräuliche Befindlichkeiten der Märkte gelesen, wonach sie "nervös, ängstlich und verunsichert" sind, wie in einem Courths-Mahler Roman.

Steinbock1959
02
19.6.2011, 16:32

Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: "Nie wieder Krieg!", entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft, muss ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft beibehalten wird, so wage ich es, heute zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
Jean Silvio Gesell, (1862 - 1930), Finanztheoretiker, Frinanzminister der bayerischen Räterepublik, Begründer der "Freiwirtschaftslehre", mit der er eine freisoziale Ordnung schaffen wollte.

Poldi Fesch
00
20.6.2011, 23:26
ja, eben

Armut hat sowas romantisches

pierrejosephproudhon
00
23.6.2011, 10:20

Ergibt Ihre Antwort auf dieses Post sonst auch irgendeine Art Sinn?
Ich frage mich, warum man, trotz besseren Wissens, dieses System immer wieder an die Wand kracht um dann durch Krieg und andere Reset-Ergeignisse wieder von vorn anfängt. Wobei, wenn man sieht wer wie profitiert liegt, während 9 von 10 draufzahlen - hat man die Antwort auch schon.

Poldi Fesch
00
23.6.2011, 11:21
weil es kein

besseres gibt, ohne diktatur

teuerzahler
00
19.6.2011, 15:55
die schulden der einen sind die gewinne der anderen!

insofern ist die schuldenkrise ein bombengeschäft für wenige!

die masse wird ärmer (immer höher verschuldet), die spekulanten immer reicher.

die gier ist maszlos, die dummheit auch.

also schreien sie: mehr, mehr, mehr!!!

der crash ist unausweichlich, weil der ultimative kick für die geld-junkies!!!

toneburst
00
26.6.2011, 17:06
Aha: die Schulden der einen sind die Gewinne der anderen?

Wenn Sie mir heute 100 Euro borgen, habe ich dann 100 Euro schulden bei Ihnen. So weit so gut.

Aber erklären Sie mir bitte,
(A) wie die 100 Euro, wenn ich Sie Ihnen zurückzahle, für Sie ein "Gewinn" sind?
(B) wenn ich die 100 Euro, die heute angeblich für Sie ein Gewinn sind, nie mehr zurückzahle: sind dann die 100 Euro, die offensichtlich dann noch immer meine Schulden an Sie darstellen, für Sie ein "Gewinn"?

Taran
00
21.6.2011, 07:11
Un am Crash verdienen sie mit den Hedgefonds noch mal kräftig...

omerta1
04
19.6.2011, 14:00
Guter Artikel!

Endlich wird einmale aufgezeigt, dass dieses System zu Ende geht. Die Wahrheit kommt ans Licht!

Poldi Fesch
00
20.6.2011, 23:27
was 2111

sein wird ist zur Zeit nicht wirklich interessant

Christoph Greil
03
19.6.2011, 12:42
Gegenmaßnahmen

Der Entkoppelung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft muss mit koordinierten interantionalen Bemühungen entgegengtreten werden!

Zum einen muss die Geldmenge um Dreiviertel reduziert werden. Zum anderen müssen systemimannente Faulstellen unseres Wirtschafts-, Finanz- und Geldsystems bekämpft werden: Dazu gehören die Abschaffung der Geld-"Erzeugung" durch die Banken, die Abschaffung der kurz- und ultrakurzfristigen Spekulationsgeschäfte, sowie die stufenweise Reduktion jener Finanzgeschäfte, welchen keine reale Leistung gegenübersteht. Auch über eine Reform der Zinsgeschäfte ist nachzudenken. Wir brauchen gleichzeitig ein neues realleistungsorientiertes Wirtschaftskonzept.

Internationale Zusammenarbeit ist dazu unumgänglich!

toneburst
01
26.6.2011, 17:14

nett, aber um all das zu erreichen, was Sie wünschen, bräuchten die Regierungen nur EINE EINZIGE Sache tun:

Die Mindestreserveverpflichtung für alle Einlagen auf 100% setzen und das Finazgeschäfte gesetzlich wie alle anderen "normalen" Geschäftsbereiche zu behandeln (beides geht Hand in Hand)

Macht man natürlich nicht, weil man dann auch nicht mehr die Begründung hat, zig Verwaltungsbehörden und zigtausende Pöstchen halten bzw. neu installieren zu müssen, um das Finanzsystem zu regulieren.

HB1230
01
19.6.2011, 12:36
Für Griechenland gibt es keinen Marshallplan!

Griechenland kann mit Geld welches im Westen fehlt nicht geholfen werden. Der Marshallplan nach dem Weltkrieg wurde westlich Europäischen Ländern zuteil welche mit Fleiss unser heutiges Europa gemacht haben. Mit Geld nach Griechenland werden nur die Streiks bezahlt. Fazit: Griechenland aus der Eurozone ausschliessen um den Euro wenigstens bis zur naechsten, der Italienkrise zu retten.

Hans Meiser der III.
11
20.6.2011, 12:43
Marshallplan?

Es gibt leider immer noch viele Menschen, die glauben, der Marshallplan wäre eine Wohlfahrtsaktion gewesen.
Nichts davon ist wahr. Letztendlich war es ein ziemlich teurer Kredit, den wir mit Zins- und Zinseszins zurückgezahlt haben! Allein dies wird in unseren systemtreuen Medien nicht thematisiert. Es ging und es geht immer nur um Ressourcen wie Patente, Rohstoffe, Edelmetalle. Geld ist nur ein Mittel. Und dieses Mittel funktioniert für die, die es kontrollieren hervorragend! Wem gehört die Deutsche Bank? Wem gehört die Federal Reserve Bank? Eins vorweg: Es sind sehr wenige! ;-)

Girgl Galgenstein
12
25.6.2011, 16:29
Das ist Unsinn

Der Marshallplan hat eine doppelte Bedeutung
1. Er versorgte die Unternehmen mit frischem Kredit zu einer Zeit, als es in Deutschland oder Österreich keine Kredite bei den Banken gab. Man wollte produzieren und Dank Marshallplan konnte man wieder produzieren.

2. Die Mittel wurden zwar als Kredit gegeben, aber der Kredit musste nicht an den ursprünglichen Kreditgeber, die USA zurückgezahlt werden, sondern wurden in Österreich das ERP-Sondervermögen bzw. in Deutschland von der Kreditanstalt für Wiederaufbau zurückgezahlt. Sie wurden und werden bis heute für eine Vielzahl von Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung verwendet.

Wichtig für das Verständnis ist, dass diese Mittel niemals als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt wurden.

falsa demonstratio non nocet
02
19.6.2011, 11:36
Geld für EU

Wer ernsthaft noch daran glaubt, das GR dr diese Kredite gerettet werden kann irrt. Es ist ein reines Pyramidespiel und die "Arbeiter" sind die restlichen EU Staaten denen es noch gut geht. DIe GEwinner sind die maroden Staaten. WIeviel Geld soll noch investiert werden, wieviele Staaten werden noch Kreditempfänger. Wenn immer weitergezahlt wird, dann sind bald alle EU Staaten in diesem Dilemma.
Die Firma von Hr. Juncker (aka EU) sieht sich als Gewinner.
Wie im Pyramidenspiel wird neues Geld von neuen Kunden investiert (wieviel Geld hat Türkei oder Kroatien?).
Der Schlange muss man den Kopf abschlagen, dann zuckt er noch, aber die EU würde zerbrechen.
Ist nur eine Frage der Zeit

sociovation
01
19.6.2011, 10:48
"Es ist zu viel Geld am Markt"

Warum wird dieses überschüssige Geld dann nicht endlich einmal dazu benutzt, die finanzmaroden Staaten zu entschulden und damit die Wirtschaft zu stabilisieren?
Warum haben die herrschenden Eliten ein so unglaubliches Interesse an der derzeitigen Instabilität?
Ich fasse es einfach nicht mehr.

sensortimecom
04
19.6.2011, 11:16
Das Pferd wird am Schwanz aufgezogen

Leider erkennt das der Autor nicht (Schulmeister auch nicht):
Für ein debitistisches System ohne Golddeckung (besser gesagt: Pyramidenspiel) gilt:
Schulden = Guthaben.
Frisches Geld gegen frische Schulden.
Das kan immer solange weiter gehen als sich Nachschuldner finden die bereit sind, neue Schulen zu den bestehenden alten Schulden zu machen. Reißt die Kette ab z.B. durch Marktsättigung, höheres Sicherheitsbedürfnis oder Misstrauen, dann Sense.
s.
http://eigentumsoekonomik.de/docs/AP-2... atiert.pdf

Die Krise ist demnach eine SCHULDENkrise. Nicht eine durch "überschüssiges Geld".

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