Führt Kontakte aus unterschiedlichen Quellen zusammen - Feinschliff für GNOME Shell
Mit einer neuen Testversion bringt das GNOME-Projekt einen aktuellen Vorgeschmack auf die kommende Ausgabe des Linux-Desktops. Und auch wenn ein Großteil der anvisierten Features derzeit noch im Design-Stadium sind, so bringt GNOME 3.1.2 doch auch schon so manche neue Funktion mit sich.
Kontakte
Größte sichtbare Neuerung ist dabei wohl die Aufnahme von GNOME Contacts, einer eigenständigen Lösung zum Kontaktmanagement. In einem Interface sollen dabei die entsprechenden Informationen zu einer Person aus verschiedenen Online- und Offline-Quellen zusammengeführt werden.
Vermischtes
Ebenfalls neu ist die fixe Integration von Farbmanagement in den Linux-Desktop, über einen eigenen Service namens Colord wird dies nun systemweit geregelt. Weiteren Feinschliff hat man dem Desktop-Theme Adwaita angedeihen lassen, dies wurde durch erweiterte Theming-Funktionen im Toolkit GTK+ möglich.
Zukunft
Dazu sollen in den nächsten Monaten noch zahlreiche weitere Neuerungen gesellen. So arbeitet man etwa derzeit gerade im Rahmen eines eigenen "Hackfests" an Konzepten zur Verbesserung der Integration von Instant Messaging in die GNOME Shell. Auch der Look der GNOME Shell soll weiter angepasst werden, so soll der Knopf zum Wechsel zwischen Fenster und Anwendungen im Activities-Overlay ganz verschwinden. Auch wollen einige EntwicklerInnen ein ofizielles Repository für GNOME-Shell-Erweiterungen aufziehen, immerhin sind in den letzten Wochen auch ohne einheitliche Anlaufstelle schon zahlreiche Add-Ons entstanden.
Download
GNOME 3.1.2 kann kostenlos in Form des Source Codes von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Zudem sollte die Software aber auch bald in die Paketquellen kommender Linux-Distributions-Versionen einfließen, etwa für Fedora 16. (apo, derStandard.at, 17.06.11)