OECD und FAO warnen

Lebensmittel werden immer teurer

17. Juni 2011, 11:32

Schuld daran seien höhere Nach­frage und Erzeuger­kosten, aber auch schwächeres Wachstum im kommenden Jahrzehnt

Paris - Steigende Lebensmittelpreise dürften nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im kommenden Jahrzehnt die Einkommen der Verbraucher belasten. Schuld daran seien eine gestiegene Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie Biokraftstoffen, höhere Erzeugerkosten, aber auch ein schwächeres Wachstum. Getreide könnte im Vergleich zu den Jahren 2001 bis 2010 inflationsbereinigt um etwa 20 Prozent teurer werden, Fleisch sogar um 30 Prozent, heißt es in einem am Freitag in Paris veröffentlichten OECD-Bericht zu dem Thema.

Die OECD hat gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschafts-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) die Studie "Landwirtschaftsausblick 2011 - 2020" erarbeitet. Vor allem in Entwicklungsländern mit schnell wachsenden Bevölkerungen wie in Afrika drohten neben Unterernährung auch Gefahren für die wirtschaftliche Stabilität. Eine nur noch langsam wachsende Agrar-Produktion erschwere die Situation. Die Schätzungen fürs kommende Jahrzehnt liegen bei 1,7 Prozent jährlich - zum Vergleich: von 2001 bis 2010 waren es noch 2,6 Prozent.

Den gleichen Trend gebe es im Fischereisektor, der erstmals in den Ausblick mit aufgenommen wurde. Der Fischfang auf hoher See dürfte bis 2020 sogar sinken, so dass in vier Jahren wohl Zuchtbetriebe die Hauptquelle für Speisefisch bilden werden. Im Jahr 2020 dürfte knapp die Hälfte der gesamten Fischereiproduktion (also auch Fische für Futter und industrielle Nutzung) aus Aquakulturen stammen, schätzen die Autoren der Studie. Sowohl die OECD wie auch die FAO riefen zu koordinierten politischen Maßnahmen gegen die negativen Folgen der steigenden Lebensmittelpreise auf. (APA)

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19 Postings
die schnellste faust von mexiko
00
17.6.2011, 16:10
meine vermutung: schuld daran ist wohl die inflation

das problem bei der inflation ist, dass sie nicht "auf einmal" passiert. wenn die geldmenge erhöht wird, steigen zuerst die preise (da auch nicht alle auf einmal) und die löhne ziehen erst später nach, viel später.

somit ist eine inflation nichts anderes als eine umverteilung von arm auf reich.

fragt sich nur, ob genau dieser effekt nicht die hyperinflation stoppt, denn wenn das "neue" geld hauptsächlich bei den reichen landet, wird es nicht in die wirtschaft gepumpt (die reichen sind ein sehr kleiner prozentsatz der gesamtwirtschaft).

kann das stimmen?

Plabutsch
11
17.6.2011, 15:39
Mehrwertsteuersenkung

Es wurde doch mal die Mehrwertsteuer für Lebensmittel gesenkt. Kam / kommt das den Kunden zugute - oder wurde das von den Handelsketten vereinnahmt und nicht an den Kunden weitergegeben ?

Dietrich v. Fürstenberg
00
17.6.2011, 15:38

20, 30% bis verdoppelt, das ist doch alles nur "gefühlte" Inflation wie uns unsere groskopfatn Politika nicht müde werden zu erklären. Wir Dummerln, wir.

Die richtige Inflation liegt bei 1,8 bis 2,3 %, das weiß doch heutzutage jedes Kind.

Mathias1337
02
17.6.2011, 15:23
dem nächsten

Spekulanten einfach mal die 10 Tonnen was auch immer er an Rohstoffen gekauft hat in den Vorgarten schütten.

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
17.6.2011, 15:04
Weizenpreis binnen 12 Monaten mehr als verdoppelt

http://www.finviz.com/futures_c... .ashx?t=ZC

Sonata
02
17.6.2011, 13:42
Man hat doch bewußt Anbauflächen stillgelegt oder verwendet sie zur Bio-Spritproduktion...

Diesen Biosprit müssen wir zwangsweise auf Regierungsandordnung tanken. Die Verminderung der Lebensmittelproduktiion ist also herbeiführt um die Konsumenten und Steuerzahler abzuzocken und Rotschwärzchen mit seiner Bauernlobby reibt sich im Hintergrund die Hände.

Martin Müller10
 
00
17.6.2011, 13:25
Bei uns ist das ein Ärgernis aber in armen Ländern wird das

für viele Menschen lebensbedrohend. 2008 haben wir auf den Philippinen Reis gekauft und an Arme verschenkt, die bis dahin zumindest keinen Hunger kannten.

auchnemeinug
15
17.6.2011, 13:01
Spekulation

Die Begründung für den Anstieg ist Augenwischerei bzw. Desinformation. Preistreibend sind auch nicht die Zocker.
Das einzige was treibt ist der ständig ( gewollte ) Dollarverfall. Wird der Dollar weniger wert müssen die Produzenten die Preise anziehen um ohne Verlust auszusteigen. so ziehen wir die Inflation in ungekannte Höhen und entschulden die großen Nationen schon vor dem Währungscrash.

Stahl_____666
10
17.6.2011, 14:02
.

Wenigstens einer, der den Zusammenhang zwischen Rohstoffen und Währungen versteht.

zweiTT
 
00
17.6.2011, 15:54

Bei Getreide sogar ca. 10% laut dem kürzlich erschienenen UN Bericht.

ich glaub, dich tritt ein Pferd
43
17.6.2011, 13:00
Zum Glück

fördern wir Bauern mit Steuergeld, damit die Ihre Felder brach liegen lassen und Landschaftspflege betreiben.
Aber wer braucht schon Getreide, wenns rundherum schön ausschaut.

Stahl_____666
02
17.6.2011, 13:24
.

1. Die Stillegungsprämie gibts schon seit Jahren nicht mehr.

2. Um Getreide wirtschaftlich anbauen zu können braucht man viel, viel grössere Flächen - und vor allem zusammenhängende - als sie "Otto Normalbauer" hierzulande hat.

ranchorelaxo
02
17.6.2011, 12:31
Schuld daran seien eine gestiegene Nachfrage ...

aha .. und was ist mit den widerlichen zockern?
man sollte das spekulieren auf rohstoffe endlich verbietenPUNKT

der_gote
00
17.6.2011, 12:30
oder einfach nur weil Lebensmittel immer gebraucht werden

und die Spekulanten für Ihre Ernte neue Felder auftun.

Denn Luxusgüter kauft man einfach nicht wenn kein Geld da ist ...

K. K. Lacke
01
17.6.2011, 12:28
höhere Nachfrage

weil wir lieber Anbauflächen für "lohnenderen" Biosprit vergeuden anstatt Lebensmittel anzubauen

danke liebe EU für den Schuss ins Knie, den Biokraftstoffanteil im Sprit zu verdoppeln, und damit die Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben

statt Biospritbeimengung sollte man eher über Alternativen zu Verbrennungsmotoren auf Erdöl-Fraktionsproduktbasis nachdenken

ist ja nicht so als obs das nicht schon sehr lange gäbe...

system1
31
17.6.2011, 11:47
ich dachte wenn es mehr nachfrage gibt

kann man auch billiger produzieren....

parmigiano
00
17.6.2011, 13:57

was hat höhere nachfrage bitte mit produktionskosten zu tun? höhere nachfrage bedeutet in erster linie einmal, dass die produzenten höhere preise verlangen können, wurscht wie sich die kosten entwickeln. schon einmal etwas vom zusammenspiel angebot-nachfrage gehört???

K. K. Lacke
00
17.6.2011, 13:06
bitte erklären sie mir WARUM

man billiger produzieren können soll, wenn die Nachfrage steigt?

die Nachrfrage hat keinen direkten Einfluss auf die Produktionsfaktoren, und sofern die Löhne nicht sinken, die Grundsteuer nicht wegfällt und der Sprit bzw Energie nicht billiger wird gibts keinen Grund warum die Produktion billiger werden sollte

Lilith Boessse
 
10
17.6.2011, 13:02
mal so mal so, je nachdem

wie's grad passt!!

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