Firefox soll künftig PDFs ohne externe Programme anzeigen

17. Juni 2011, 11:26
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Mithilfe von HTML5 und Javascript - Sicherheitsvorteile und bessere Web-Integration

Eines der meist genutzten Einfallstore für Schadsoftware sind diverse beliebte Browser-Plugins, sind dies doch auf den meisten Rechnern zu finden - und Browser-unabhängig. Vor allem Flash und der Adobe Reader haben sich in dieser Hinsicht keinen sonderlich guten Ruf erarbeitet, kein Wunder also dass sich die diversen Browserhersteller nach Alternativen umsehen. So liefert etwa Google schon seit geraumer Zeit einen eigenen PDF-Anzeiger in Chrome mit.

HTML5

Bei Mozilla will man nun eine ähnliche Richtung einschlagen, bei der technischen Umsetzung betritt man allerdings Neuland: So werden PDFs direkt im Browser mithilfe von HTML5 und Javascript dargestellt. Ein externes Plugin oder ein eigenes Anzeigeprogramm ist dann nicht mehr vonnöten.

Vorteile

Zudem könnte man sich auf dieses Weise besser mit anderen Web-Komponenten integrieren, etwa was Content-Links oder HTTP Range Requests betrifft. Einer der größten Vorteil ergibt sich aber natürlich aus einer Sicherheitsperspektive, da hier kein Code "nativ" ausgeführt wird, laufen die meisten Attacken ins Leere.

Test

Derzeit befindet sich die Entwicklung von pdf.js noch in einer frühen Phase, oberstes Ziel sei es zunächst einmal ein bestimmtes Dokument perfekt darzustellen, so Entwickler Andreas Gal in einem Blog-Posting. Wie weit diese Bemühungen schon fortgeschritten sind, kann man an einer Testseite nachvollziehen, dafür sollte man am besten eine sehr aktuelle Firefox-Version benutzen, hat man im Verlauf der Entwicklung doch auch einige Verbesserungen am Firefox bzw. dessen HTML5-Canvas-Support vorgenommen. Als nächster Schritt soll pdf.js dann als Erweiterungen angeboten werden, bevor die PDF-Anzeige direkt in den Firefox wandert, einen fixen Zeitplan dafür gibt es jedoch noch nicht. (red, derStandard.at, 17.06.11)

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