Mehr Passagiere

Kreuzfahrten boomten 2010 weiter

16. Juni 2011, 15:27
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    foto: ap/thomas haentzschel

    Reisen mit Kreuzfahrtschiffen boomen weiterhin.

Zahl der europäischen Passagiere stieg gegenüber dem Jahr davor um 10 Prozent auf 5,5 Millionen - 5,2 Millionen davon starteten ihre Reise in Europa

Wien - Die europäische Kreuzfahrtindustrie ist auch 2010 weiter gewachsen. Die Zahl der europäischen Passagiere erhöhte sich gegenüber dem Jahr davor um 10 Prozent auf 5,5 Millionen. Die meisten davon starteten ihre Reise in Europa - die europäischen Kreuzfahrthäfen hätten einen Zuwachs von 7,2 Prozent auf 5,2 Millionen Gäste verzeichnet, teilte Marktführer Costa Kreuzfahrten unter Berufung auf das European Cruise Council (ECC) heute, Donnerstag, mit.

Europäische Kreuzfahrtgäste stellen fast ein Drittel (rund 30 Prozent) aller etwa 18,8 Millionen Passagiere weltweit. Die meisten Reisenden aus EU-Ländern stellt Großbritannien (1,6 Millionen Gäste), gefolgt von Deutschland (1,2 Millionen), Italien (rund 890.000) und Spanien (645.000).

Die Zahl der Österreicher, die eine Seereise buchten, erhöhte sich laut Kreuzfahrtenausschuss des Österreichischen Reisebüroverbands im Jahresabstand um 12,8 Prozent auf 105.909 Gäste. Der Umsatz stieg um 23,4 Prozent auf 103,5 Mio. Euro. Dem Ausschuss gehören alle bedeutenden Kreuzfahrtunternehmen wie Aida Cruises, Costa Kreuzfahrten, Louis Cruises, Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, MSC Kreuzfahrten und Royal Caribbean Cruises an.

Der gesamte direkte und indirekte Einfluss auf die Wirtschaft des Kontinents erreichte im Vorjahr ein Volumen von 35,2 Mrd. Euro - auf direkte Ausgaben entfielen laut ECC 14 Mrd. Euro. 4,5 Mrd. Euro davon seien nach Italien geflossen, 2,6 Mrd. Euro nach Großbritannien und 2,3 Mrd. Euro nach Deutschland.

Der Boom in der Branche kommt auch den europäischen Schiffsbauern zugute - zwischen 2011 und 2013 werden 23 neue Kreuzfahrtschiffe mit einem Investitionsvolumen von fast 11 Mrd. Euro gebaut. Die Kreuzfahrtindustrie sichert den Angaben zufolge rund 300.000 Arbeitsplätze in Europa. (APA)

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