Reiseg'schichterln

Die schönsten Urlaubslügen für daheim

16. Juni 2011, 15:17
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    foto: henrik g. vogel / pixelio.de

    So hätten wir's gerne. Wenn es nicht so ist, wird es einfach erfunden.

    Foto: Henrik G. Vogel / pixelio.de

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen - auch, wenn es eigentlich nichts zu erzählen gibt. Dann wird erfunden, dass sich die Balken biegen

Nach dem Urlaub will man erzählen wie schön es war, wie gut das Service, wie hervorragend das Hotel - auch dann, wenn es vielleicht garnicht so gewesen ist. Opodo hat bei deutschen Urlaubern nachgefragt, wobei bei den Urlaubserinnerungen geschummelt wird, um die Daheimgebliebenen zu beeindrucken. Und worüber lieber nicht gesprochen wird, wenn es darum geht, vom Urlaub zu erzählen.

So erfahren die Lieben zuhause kaum etwas davon, wenn im Urlaub die Fetzen fliegen und die Beziehung in eine Krise schlittert. Über ein Viertel würde niemals erzählen, dass es statt romantischem Dinner am Strand getrennte Betten und Strandabschnitte gab.

Dafür prahlen Männer gerne mit heißen Urlaubsflirts und Affären, die allerdings in vielen Fällen nur in ihrer Fantasie stattgefunden haben. Zehn Prozent der männlichen Befragten gaben in der Umfrage zu, gerne nach der Rückkehr von ihren erotischen Abenteuern zu erzählen.

Man spricht auch nicht über enttäuschende Schmuddelhotels, vor allem Frauen wollen sich nicht die Blöße geben und berichten, dass die Unterkunft eigentlich zum Weinen war. Männer sind da nicht ganz so verschämt und geben freimütiger Details über schlechtes Service oder verdreckte Zimmer bekannt. Zehn Prozent der Frauen hingegen reden sich und ihren ZuhörerInnen selbst noch die schlimmste Bruchbude schön.

Darüber, dass man, anstatt aktiv und neugierig die Umgebung zu erkunden, zwei Wochen nur am Strand gefaulenzt hat, wird auch lieber geschwiegen. Knapp ein Drittel aller Befragten gibt zu, gerne von sportlichen Aktivitäten zu berichten, die sie in Wirklichkeit höchstens von der Poolliege aus beobachtet haben. Auch hier sind es eher die Frauen, die einen Pilateskurs oder einen Wanderausflug dazu imaginieren, um mit ihrem Elan zu beeindrucken.

Gestresste Anreise, Wartezeiten, schlechte Sitzplätze oder überfüllte Wartehallen werden ebenfalls großzügig hingenommen, wenn es darum geht, von der grandiosen Anreise, dem entspannten Flug und dem vorzüglichen Essen an Bord schwärmen.

Und das Praktische daran ist, dass die Flunkereien nur selten erkannt oder aufgedeckt werden. Wer möchte sich auch von einer Urlaubserinnerung inspirieren lassen die mit einer zwangsweisen Übernachtung am Airport begann und mit einer Beinahe-Scheidung endete. (ham/derStandard.at/17.06.2011)

Chunk Male
00
23.6.2011, 08:14
Gestresste Anreise, Wartezeiten, schlechte Sitzplätze oder überfüllte Wartehallen werden ebenfalls großzügig hingenommen, wenn es darum geht, von der grandiosen Anreise, dem entspannten Flug und dem vorzüglichen Essen an Bord schwärmen.

ham/derStandard.at läßt auch wünschen übrig.

docw
02
18.6.2011, 13:12

wenn mir jemand erzählt, dass der urlaub im "four seasons" auf langkawi ein traum war, dann glaub ich ihm. wenn mir jemand dasselbe von seinem 399,-€ schnäppchen im all-inclusive-club bei antalya erzählt, dann glaub ich ihm kein einziges wort.

Andreas Sturmlechner
00
21.10.2011, 18:42
ganz deiner Meinung

Grundregel: je teurer das Hotel, desto besser die Qualität.
http://urlauberia.blogspot.com/

Kra Wuzikabuzi
00
17.6.2011, 11:03
urlaubslügen

so ein quatsch. das war mir bisher zu anstrengend.

warum sollte man ein hotel schönreden oder über das wetter lügen, wenns jeder googeln kann...

rutluk
01
19.6.2011, 14:31

Gute Frage.

Einmal erlebt, auf einem Campingplatz in Korsika: Es ist kalt, windig, der Himmel schwarz, das Wetter verschlechtert sich rapide. Beleibter Deutscher am Telefon: "Herrliches Wetter, 30 Grad, blauer Himmel".

twertwert
00
21.6.2011, 15:50

Das war bestimmt ernst gemeint.

virt
00
17.6.2011, 00:59

spricht nicht gerade für opodo.

die umfrage war wohl ein schuss ins knie!

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