Doom-Erfinder sieht noch reichlich ungenutztes Potenzial in aktuellen Spielkonsolen
Geht es nach Doom-Erfinder und id Software-Entwicklerchef John Carmack ist die aktuelle Konsolengeneration noch längere Zeit nicht ausgereizt. Zu komplex seien die Architekturen von Xbox 360 und PlayStation 3, als das man bereits von einer maximalen Auslastung sprechen könne. Selbst neue Grafikengines wie Carmacks id Tech 5 würden noch Raum für Verbesserungen haben. "Ich bin glücklich. Ich würde gerne noch ein paar Spiele basierend auf dieser Technologie machen", erklärt der Entwickler in einem aktuellen Interview.
Nächste Generation in Sicht
Die nächste Generation der Spielkonsolen zeichne sich dennoch ab. "In ein paar Jahren" dürften PS4 und Xbox 720 oder wie die Geräte heißen werden unter dem Weihnachtsbaum stehen. Erst Anfang der Woche kamen Berichte auf, wonach das deutsche Studio Crytek bereits in die neuen Plattformen von Microsoft und Sony investiere. Der Xbox-Nachfolger solle sogar schon auf der E3 2012 vorgestellt werden.
Massiver Leistungssprung
Carmack zufolge würde die nächste Konsolengeneration abermals einen enormen Leistungssprung zur bestehenden Technologie darstellen. "Sie werden nochmals zehnmal stärker sein, als bisher", so der Grafikpionier. Die Hardware würde genügend Leistung liefern, um die Industrie und Konsumenten für ein ganzes Jahrzehnt zufrieden zu stellen.
Die letzte Generation ihrer Art?
Dank der dann sehr weit fortgeschrittenen Technologie könnten PS4 und Co. auch die letzten Konsolen sein, die sich über das Argument der schöneren Grafik verkaufen ließen. Schon jetzt sei von Konsumentenseite nicht mehr jener große Drang nach schöneren Bildern zu verspüren, wie es ihn noch zu PS1- oder PS2-Zeiten gab. Laut Carmack stünden für die Zukunft viele Optionen offen. Mobile-Gaming und der langsam anlaufende Trend in Richtung Cloud-Gaming würden künftig immer wichtigere Rollen spielen. (zw)