Der Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien geht dieses Jahr an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning)
Erstmals 1977 und seit 1981 regelmäßig alle zwei Jahre wird der von Ferdinand-Porsche-Tochter und gleichzeitig Ferdinand-Piëch-Mutter, Luise Piëch, gestiftete Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien verliehen. Eine interessante Sache insofern, als nicht nur Ingenieure der VW-Gruppe dabei zu höheren Ehren gelangen. Auch BMW- und Mercedes-Techniker kamen bereits in den Genuss dieser Auszeichnung, und auch ein Österreicher war schon darunter, nämlich 1989 Heribert Lanzer von der damaligen Steyr-Daimler-Puch AG in Graz, heute Magna. Seine Viscomatic war das erste universell einsetzbare und elektronisch steuerbare Allradgetriebe.
Bedingung für die Zuerkennung des Preises ist ein serienmäßiger Einsatz der Entwicklung. Der mit 50.000 Euro gemeinsam von der Porsche Holding Salzburg und der Porsche AG Stuttgart dotierte Ferdinand-Porsche-Preis 2011 geht an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning). Sie haben die LED-Lichttechnik für die Hauptscheinwerfer des Supersportwagens Audi R8 entwickelt. Gegenüber den bekannten Halogen- und Xenon-Scheinwerfern bringt die LED-Technik eine deutlich bessere Ausleuchtung der Fahrbahn bei geringerer Blendwirkung.
Die Kernfrage lautet hier aber wohl: Was hat das mit Umwelt zu tun? Porsche-AG-Chef Matthias Müller: "Bei gleicher Leuchtleistung verbraucht ein LED-Scheinwerfer nur etwa halb so viel Energie wie eine herkömmliche Halogen- oder Xenon-Lampe. Im Auto ist damit eine Reduktion des Verbrauchs von immerhin bis zu 0,2 l / 100 km möglich." (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/17.06.2011)