Heinz Fischer im CNN-Interview

Bundespräsident über Beziehung zu Russland: "Medwedew ist moderner"

16. Juni 2011, 10:36

Bundespräsident Heinz Fischer hat im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg CNN ein Interview gegeben. Dabei wurden vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Österreich thematisiert. Der Bundespräsident spricht sich dabei für die Ausweitung der Beziehungen zu Moskau in wirtschaftlicher, politischer und strategischer Hinsicht aus. CNN Business Anchor John Defterios spricht Fischer auf Nabucco und South Stream an und findet es "faszinierend", dass Österreich hier gleich zwei Gas-Verträge unterzeichnet habe. Fischer hält dazu fest, dass der Energiebedarf in den kommenden zehn bis 20 Jahren so steigen werde, dass beide Pipelines notwendig sein werden. Auf die Frage, ob es denn einen Unterschied mache, ob Putin oder Medwedew in Russland an der Macht sei, sagt Fischer, dass Medwedew moderner sei und man könne mit ihm auch leichter reden. Putin sei härter, man könne aber auch mit ihm gut diskutieren, wenn man klare Positionen vertrete.

(red, derStandard.at, 16.6.2011)

Leistungstraeger
04
16.6.2011, 14:15
Sehr sympathisch und authentisch!

Dr. Heinz Fischer beherrscht die englische Sprache gut -- aber nicht perfekt.

Dass er, obwohl er nicht perfekt Englisch kann (wie die meisten Menschen, die in Österreich leben), ein Interview auf Englisch gibt, macht ihn für mich sehr sympathisch und authentisch!

Maximinianus
10
16.6.2011, 22:10

Nach Kirchschläger auf CNN liegt die Latte was das betrifft aber auch sehr niedrig: http://www.youtube.com/watch?v=o4YaZ0v0qLw

H.P. Lovecraft
02
16.6.2011, 11:42
hey!

Macht endlich einmal die Visa-Abläufe in beide Richtungen einfacher! Die sind echt zum SCHreien!

Was ich da schon erlebt habe...

H.P.

Adolf Ogi
01
16.6.2011, 10:51
Nabucco

ist rausgeschmissenes Geld. Damit finanzieren wir nur den Türken eine Gratispipeline, aus der sie sich später bedienen werden. Für Österreich alleine würde auch die Druschba-Pipeline, die überhaupt nie erwähnt wird, auch reichen.

Und die WTO hat für Russland keine Vorteile, deshalb sind sie nicht begetreten. Erst zwingt Russland ausländische Konzerne im Inland moderne Industrien aufzubauen, bevor es das wirtschaftspolitische Instrument der Zölle aus der Hand gibt.

wizenstain
00
17.6.2011, 06:04
wichtig wäre ein ausbau der sonnenenergie

Standard Leser4
 
00
16.6.2011, 20:21
Woher haben Sie soviele wertvolle Informationen ?

1 Teile der sogenannten Nabucco Pipeline existieren bereits in der Tuerkei, da ja die Tuerken Gas nicht nur aus Russland sondern auch aus dem Iran importieren.
2. Die Tuerken wuerden auch ohne Oesterreich die Verbindung nach Baku und dann weiter nach Bulgarien bauen.
3. Es ist immer besser nicht 100% v Russischen Erdgasimperialisten abhaengig zu sein. Sogar die Ukraine denkt einen weiteren Erdgas Lieferanten einzubeziehen.
4. Die WTO bringt Russland Milliarden USD Mehrertrag und wird von Russland schon seit 20 Jahren angestrebt.
5. Russland kann gar niemand zwingen sondern nur Angebote machen, die eben nicht immer angenommen werden!
Adolf, d sind die Fakten!

Der Kluge
10
16.6.2011, 19:47

Wichtig wäre ein Ausbau von Atomkraft.

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