Als Schmerzmittel zugelassen

3. Dezember 2004, 21:56
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Im australischen Staat New South Wales dürfen MS- und Krebspatienten künftig Marihuana konsumieren

Sydney - Im australischen Bundesstaat New South Wales sollen Kranke künftig Marihuana als Schmerzmittel einnehmen dürfen. "Dies ist eine Methode, mit der wir etwas Mitfühlendes für jemanden tun, der mit Multipler Sklerose lebt oder eine starke Chemotherapie erhält", begründete der Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundesstaates, Bob Carr, am Mittwoch einen entsprechenden Antrag.

"Keine soziale Revolution"

"Dies ist keine soziale Revolution", sagte Carr weiter. Damit regierte er auf den Widerstand von Anti-Drogen-Gruppen. Er betonte, der Bundesstaat werde seine Null-Toleranz-Politik gegenüber verbotenen Rauschdrogen beibehalten.

Trotz einiger Kritiker gilt die Zustimmung des Parlaments zu der Vorlage als gesichert. Die vierjährige Testphase, die Carrs Antrag vorsieht, könnte Ende diesen Jahres beginnen. Patienten, die an Aids, Krebs, Multipler Sklerose oder anderen schweren Krankheiten leiden, können sich dann registrieren lassen, um Marihuana als Schmerzmittel zu erhalten.

Minderjährige und Menschen, die bereits wegen Drogendelikten verurteilt wurden, sollen an dem Programm nicht teilnehmen dürfen. (APA/Reuters)

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