Warum nur das halbe Wissen einsetzen?

17. Dezember 2003, 13:31
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Anleger werden in Zukunft verstärkt auf alternative Anlagestrategien setzen. Andreas Benz, Man Investments: "Das Umfeld für traditionelle Fondsmanager wird in den nächsten Jahren hart werden."

Hedge Fonds Anbieter versprechen Anlegern eine Befreiung von der Abhängigkeit von der allgemeinen Markttendenz und Chancen auf Erträge in allen Marktphasen."

Andreas Benz, Regional Manager für Schweiz, Deutschland und Österreich bei Man Investments, einem der größten Hedge Fund Manager weltweit, zur Entwicklung der Asset Management Branche: "Wir werden in den nächsten Jahren dramatische Umbrüche in der Asset Management Industrie sehen. Es werden sich grundsätzlich zwei unterschiedliche Strategien entwickeln. Einerseits passive Anlagestrategien, die sich an der Entwicklung von Indizes und Märkten orientieren (Beta-Strategien) und andererseits aktive Strategien die auf eine Outperformance einer bestimmter Benchmark abzielen und Zusatzerträge gegenüber der Indexentwicklung erwirtschaften wollen (Alpha-Strategien). Kunden werden in Zukunft selbst darüber entscheiden, in welcher Zusammensetzung sie ihre Veranlagung gestalten wollen."

Nur wenige aktive Manager schlagen den Index

Andreas Benz, Man Investments: "Aktive Mananger schaffen sehr selten eine Outperformance gegenüber einer Benchmark. In der Schweiz hat in den letzten Jahren kein Manager eine Outperformance gegenüber dem SMI geschafft. Wozu sollten Anleger Geld dafür bezahlen, daß eine schlechtere Performance als die Indexperformance geliefert wird?" Langfristige Studien zeigen, daß ca. 10 % der aktiven Manager ihre Benchmark schlagen können.

Alternative Investments für Privatanleger?

Stefan Zopp, Client Relations Manager bei Man Investments: "Privatanleger sind nach 3 Jahren Baisse an den Börsen verunsichert, leiden unter Orientierungslosigkeit und bevorzugen derzeit sichere Veranlagungen. Anleger wollen Stabilität und Sicherheit und keine starken Abhängigkeiten von Marktschwankungen."

Vor drei Jahren hatten Anleger in großem Stil in Aktienfonds investiert. Technologie- und Neue Märkte Fonds wurden mit neuen Anlegergeldern überschwemmt. Das Interesse an der Erzielung schneller Gewinne stand im Vordergrund, das Risikobewußtsein und das Know How der Anleger über die getätigten Veranlagungen waren gering. In der aktuellen Marktsituation ist es wichtig, daß Privatanleger nicht wieder in eine Falle tappen und Veranlagungen tätigen ohne die grundsätzlichen Strategien zu verstehen.

Beratung durch Bank- oder Vermögensberater

Hinsichtlich Alternativer Investments ist eine objektive Beurteilung der verfügbaren Produkte durch Bank- und Vermögensberater anzuraten. Man Investments bietet Hedge Fonds und alternative Investments grundsätzlich ab einer Mindestinvestionen von EUR 50.000 an. Stefan Zopp: "Wichtig ist die qualitative Beratung des Anlegers. Dies ist nur ab einer bestimmten Mindestinvestition möglich. Ein weiterer Vorteil sind die günstigeren Kosten und die effizientere

Abwicklung. Bei Produkten mit Kapitalgarantien ist ein Veranlagung ab EUR 30.000 möglich." Privatanleger sollten nicht ohne Beratung durch Bank- oder Vermögensberater in alternative Investmentstrategien investieren.

Aktuelle Emission: Man AP Unison Series 1

Vor drei Jahren wurde das erste Produkt einer neuen Produktfamilie aufgelegt - Man-AP Stratum Ltd. - und hatte in der Periode vom 22. Oktober 1999 bis 28. Februar 2003 eine annualisierte Performance von 19,8 % erzielt - bei einem Risiko von 15,7 %. Verglichen mit Welt-Aktien (Performance -11,8 %, Risiko 17,2 %) und Welt-Anleihen (Performance 7,5 %, Risiko 7,9 %) wurde eine deutlich bessere Rendite erwirtschaftet als mit traditionellen Anlagen.

Man AP Unison Series 1 Ltd. ist mit einer Kapitalgarantie der WestLB AG für die veranlagte Vermögen kombiniert. Man Investments investiert in verschiedene Strategien, wie beispielsweise Arbitrage, Managed Futures, Directional Strategien, Equity Hedge und Long-Short Equities. Die Zielrendite wird mit 14-16 % angegeben. Dies sollte planmäßig bei einem Risiko von 8-10 % erwirtschaftet werden.

Bildnachweis: Urs Blumer, Zürich

In Kooperation mit
  • Artikelbild
    urs blumer, zürich
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