Online-Games werden Massenphänomen

20. Mai 2003, 14:38
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Mehr als ein Drittel der US-Haushalte spielt online

Die Popularität des Internets als Spielwiese steigt immer mehr. Ganz im Gegensatz zu gängigen Klischees tummeln sich in den virtuellen Spielhöhlen und Game-Plattformen des Webs aber nicht nur Game-Freaks und pickelübersäte Teenager. Vielmehr entwickelt sich das Online-Spiel zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung breiter Bevölkerungsschichten. Für die USA bestätigt dies eine Analyse des Marktforschers Ipsos-Insight unter 1.350 US-Haushalten, die mit Spielkonsolen oder Computern ausgerüstet sind. Ende 2003 werden 37 Prozent dieser Haushalte auf der Spielwiese Internet vertreten sein, mehr als doppelt so viele wie im Jahr 1999 (18 Prozent).

Überraschende Alterstruktur

Auch die Altersstruktur der Online-Gamer hält Überraschungen bereit. 41 Prozent der Spieler sind älter als 36 Jahre, während nur 30 Prozent jünger als 18 Jahre sind. 29 Prozent sind zwischen 18 und 35 Jahre alt. Für Europa bestätigte die europäische Vereinigung für Freizeit-Software Elspa diesen Trend bei Offline-Spielen. Die meisten Computerspieler seien demnach zwischen 25 und 34 Jahre alt. Online-Spiele werden in der Game-Branche als der Wachstumsmarkt der kommenden Jahre gesehen.

Getrieben wird der Boom vor allem von den Herstellern von Spielkonsolen. Laut Elspa haben Sony Playstation 2, Microsoft Xbox und Nintendo Gamecube um 30 Prozent mehr Konsolen verkauft als mit der vorrangegangenen Generation. Bei der nächsten Konsolengeneration setzen PS2, Xbox und Gamecube auf das Internet. (pte)

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    foto: photodisc
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