Wundermittel Fango

28. Mai 2003, 11:40
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Schon seit der Römerzeit wird Fango zur Entgiftung, Durchblutung und Minderung diverser Leiden eingesetzt. Doch was steckt eigentlich hinter dem Wundermittel Fango?

Vulkanischer Schlamm. Das Wort "Fango" kommt aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie "Schmutz" oder "Schlamm". Fango ist in der Tat Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, ein Naturprodukt frei von Holz, Pflanzenanteilen, Keimen oder Geruch. Der Schlamm ist vor allem Reich an Mineralien wie Kieselsäure, Eisen, Aluminium, Mangan, Magnesium oder Kalzium.

Wärmespeicher. Fango wird als feinpulverisierte Masse mit Wasser angerührt und kann Wärme lange speichern. Durch das langsame Abkühlen der Fangopackung wird die Wärme zuerst sehr intensiv und dann gleichmäßig dem Körper zugeführt, was den Heilprozess begünstigt. Dank dieser Wärmespeicherung wird Fango vor allem bei rheumatischen Erkrankungen, Ischias, Frauenleiden oder nach Operationen und Knochenbrüchen eingesetzt.

Bäder und Packungen. Fango wird äußerlich für Bäder oder Packungen verwendet. Es werden Ganz- oder Teilbäder aus feinkörnigen Sedimenten (dem Heilschlamm), aus stehenden Gewässern oder aus Dickschlamm für Wärmepackungen zur Heilung verwendet.

Das Fango hat am Anfang eine Temperatur zwischen 37 und 48 Grad Celsius und wirkt daher durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und entspannend. Vor einer Fangotherapie sollte man aber mit einem Arzt reden, um die Behandlung optimal zu gestalten. (Quelle: Tiscover)

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    foto: tiscover
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