Böhler-Uddeholm sucht Heil im Osten

19. Mai 2003, 14:49
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Keine Beeinträchtigungen durch SARS - Ergebnisse nur gering über Vorjahr

Wien - Der Spezialstahlerzeuger Böhler-Uddeholm (Wien) erzielte im 1. Quartal 2003 geringfügig über dem Vorjahrsvergleich liegende Ergebnisse. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 2 Prozent auf 26,9 (26,5) Mio. Euro zu, das EGT um 6 Prozent auf 21,1 (19,9) Mio. Euro und der Periodenüberschuss nach Minderheiten um 5 Prozent auf 13,3 (12,7) Mio. Euro, gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Der Umsatz verringerte sich - ebenfalls noch ohne Einbeziehung der kürzlich an der Böhler Thyssen Schweißtechnik übernommenen weiteren 50 Prozent - um 2 Prozent auf 362,0 (371,2) Mio. Euro. Der Auftragseingang stagnierte in einem schwierigen Umfeld auf dem Weltmarkt bei 270,1 (270,4) Mio. Euro, und der Auftragsstand gab per Quartalsende um 11 Prozent auf 265,3 (297,8) Mio. Euro nach. Unverändert blieb der Mitarbeiterstand mit 9.303 (9.300).

Chancen in Asien

In den ersten drei Monaten 2003 habe sich nach wie vor noch keine Erholung der Konjunktur in Europa und den USA abgezeichnet. In Asien hingegen habe man von einer guten Binnennachfrage und der zunehmenden Verlagerung von Aufträgen aus Europa und den USA nach Fernost - vor allem China - profitiert. Beeinträchtigungen durch die Lungenkrankheit SARS habe es dort vorerst keine gegeben.

Für das 2. Quartal erwarte man keine wesentlichen Veränderungen der angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Daher bleibe Böhler-Uddeholm auch bei seiner vorsichtigen Beurteilung des Gesamtjahrs 2003: Nur bei nachhaltiger Konjunkturerholung gegen Ende 2003 sei mit einer Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis gegenüber 2002 zu rechnen (ohne den Effekt aus dem Erwerb des zweiten Hälfte-Anteils an Böhler Thyssen Schweißtechnik, der erstmals per 30.6.2003 voll einbezogen werden soll).(APA)

  • Artikelbild
    foto: böhler-uddeholm
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