Bilderbuchmäßiger Ausbruch

15. Juni 2011, 19:27
  • Ein Tütchen in Ehren: Hélène Vincent und Daniel Prévost haben "Das Leben an der Angel".
    foto: polyfilm

    Ein Tütchen in Ehren: Hélène Vincent und Daniel Prévost haben "Das Leben an der Angel".

Die französische Schrull-Kobmödie "Das Leben an der Angel" ("Les petits ruisseaux") - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick

Mit dem unerwarteten Tod seines Freundes Edmond - der bester Laune just bei der Fertigstellung eines Aktgemäldes umkippt - verliert Emile (Daniel Prévost) nicht nur den Angelpartner und Beifahrer im orangen Mopedauto. In diesem Fahrzeug nimmt der einsame Witwer daraufhin spontan eine andere Abzweigung und lässt seine Tresenclique einfach hinter sich.

Er fängt wieder zu rauchen an, findet bei freizügigen Neo-Hippies Unterschlupf und körperliche Zuwendung. Lauter Erfahrungen, die ihn in den Augen einer neuen Bekannten (Hélène Vincent) schließlich zu einem "einzigartigen Mann" machen.

Comic-Autor und Regiedebütant Pascal Rabaté hat seine Graphic Novel Das Leben an der Angel / Les petits ruisseaux fürs Kino adaptiert. Eine Schrull-Komödie mit und für alte Herren aus der trinkfreudigen, bilderbuchmäßig verwahrlosten und dabei stets sonnigen französischen Provinz.

King Kern und Kung Fu

In der Romantic Comedy Fremd fischen / Something borrowed von Luke Greenfield interessieren sich Kate Hudson (offensiv) und Ginnifer Goodwin (heimlich) für denselben Mann (Colin Egglesfield).

Außerdem starten: Terrence Malicks monumentales Lebens- und Familienbild The Tree of Life und Peter Kerns Elegie King Kongs Tränen, in der ein Künstler namens Peter Gläubiger nach Erlösung sucht; der Dokumentarfilm Utopia Ltd. von Sandra Trostel, der die Band 1000 Robota auf ihrem ernüchternden Weg durch die Indie-Instanzen begleitet, und Pepe Danquarts Politikerporträt Joschka und Herr Fischer sowie das Boxer-Doppelporträt Klitschko (Regie: Sebastian Dehnhardt) und die Animation Kung Fu Panda 2. (irr/ DER STANDARD, Printausgabe, 16.6.2011)

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