Ex-Außenminister Kroatiens reich entlohnt

15. Juni 2011, 16:13
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Granic erhielt von Hypo Kärnten halbe Millioen für Vermittlungstätigkei

Wien - Der ehemalige kroatische Außenminister Mate Granic hat von der Hypo Alpe Adria "400.000 bis 500.000" Euro dafür erhalten, dass er die Zustimmung der kroatischen Nationalbank zur Übernahme der Hypo durch die BayernLB erwirkt. Das habe der frühere Hypo-Chef Wolfgang Kulterer ausgesagt, schreibt das Nachrichtenmagazin "News" in seiner aktuellen Ausgabe. Da die kroatische Nationalbank dem Deal zugestimmt habe, sei das Honorar gerechtfertigt gewesen. Granic habe "nachgewiesenermaßen" einen erheblichen Beitrag zur Genehmigung geleistet, meint Kulterer laut "News".

Parallel dazu schreibt das Magazin unter Berufung auf ein PwC-Gutachten, "im Jahr 2007 wurden insgesamt 762.000 Euro als Beratungshonorare für nicht nachvollziehbare Vermittlungstätigkeiten in Ex-Jugoslawien an Gesellschaften in Liechtenstein bzw. Wyoming überwiesen. Sichergestellter Email-Korrespondenz zufolge drängt sich der Verdacht auf, dass es sich um Scheinrechnungen von Mate Granic und (...) handeln könnte". Die Zahlungen seien über eine GMK Establishment erfolgt. Die PwC-Prüfer würden in diesem Zusammenhang von "Korruptionsverdacht" schreiben, so "News". Kulterer habe in seiner Aussage zwar nicht gewusst, warum das Geld über die GMK gezahlt wurde, er habe aber gehört, dass es sich um eine von Granic in Liechtenstein errichtete Firma gehandelt habe. (APA)

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