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Die Sozialistische Jugend startet eine Kampagne gegen das kleine Glücksspiel.
Die Basis der SPÖ macht weiter mobil gegen das kleine Glücksspiel. Beflügelt vom Erfolg am Wiener Landesparteitag, wo die Mehrheit der Delegierten für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels stimmte (derStandard.at berichtete), will nun die Sozialistische Jugend auch beim Landesparteitag in der Steiermark einen Antrag auf Abschaffung des kleinen Glücksspiels einbringen. Das sagt Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend im Gespräch mit derStandard.at. Bis zum Herbst 2011, wo der Landesparteitag voraussichtlich stattfindet, will Moitzi nun bei den Genossen in der Steiermark für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels werben.
Unterstützung von Abgeordneten Lercher
Die Unterstützung von Landtagsabgeordneten Max Lercher ist ihm jedenfalls schon gewiss. "Auch ich bin jemand, der beim Landesparteitag für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels stimmen wird", erklärt dieser im Gespräch mit derStandard.at. Jedoch nicht nur in der Steiermark, sondern auch in anderen Bundesländern will die Sozialistische Jugend für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels werben. Im Burgenland, wo das kleine Glücksspiel bald erlaubt sein soll, gäbe es bereits innerparteiliche Diskussionen, so Moitzi.
"Im Landtagsklub ist bezüglich des kleinen Glücksspiels keine Änderung geplant", erklärt ein Sprecher des Steirischen Klubobmanns Walter Kröpfl im Gespräch mit derStandard.at. Noch vor den letzten Landtagswahlen habe man in der Steiermark eine Novelle verabschiedet, gemäß der die Standgebühren für Automaten von 500 auf 1.000 Euro angehoben wurden. Im Idealfall würde die Steiermark 36 Millionen Euro pro Jahr am kleinen Glücksspiel verdienen. "Derzeit weigern sich die Automatenbetreiber in der Steiermark die Erhöhung zu bezahlen", sagt der Sprecher. Die Sache werde ausjudiziert. Bis dahin lukriert das Land Steiermark 18 Millionen Euro an Glücksspieleinnahmen. Gefragt, was er zur anstehenden Abstimmung beim Landesparteitag sagt, meint Kröpfls Sprecher: "Wir werden sehen wie diese ausgeht und dann die Sache neu bewerten".
"Basisdemokratie ernst nehmen"
"Wenn die Parteiführung die Basisdemokratie ernst nimmt, muss sie Beschlüsse, die bei den Landes- und Bundesparteitagen gefällt wurden auch umsetzten", sagt Moitzi. In diesem Zusammenhang erinnert er Bundeskanzler Werner Faymann an einen Beschluss vom Bundesparteitag, wonach für Pflichtpraktikanten die volle arbeits- und sozialrechtliche Absicherung gelten sollte. Dass Faymann sich auf die mangelnde Bereitschaft des Koalitionspartners beruft, solche bessere Bedingungen für Praktikanten zu schaffen, will Moitzi nicht gelten lassen. "Viele in der SPÖ sind noch reserviert, was die Besserstellung für Praktikanten betrifft", sagt Moitzi. (Katrin Burgstaller, derStandard.at, 15. Juni 2011)
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die ich vor 30 Jahren gespielt habe.
Ein Nachmittag im Prater kostete mich 1 bis 10 Schilling, ich war durchaus süchtig nach diesem Vergnügen, aber eben nur am Samstag Nachmittag. Man konnte nichts gewinnen außer Freispiele, bis Bürgermeister Zilk behauptete Flipper seien Glücksspielautomaten, die Steuer auf die Geräte erhöhte und damit deren Abschaffung beförderte. Flipper, die um 1S benutzt werden konnten, brachten nicht die neue Steuer auf und wurden ausgemustert. Dann gab es nur noch 3 Kugeln statt 5 und die Freispielhöhe war unerreichbar. Fast alle Flipper verschwanden, die 1-armigen Banditen kamen auf und heute gibt es nur noch Automaten-Cafes.
Traurig. Die Internet-Flipper sind kein Ersatz.
auch bei der aktuellen Diskussion in Wien.
Vor allem, nachdem rot/schwarz im Nationalrat ja Politik nach den Wünschen von Novomatic zu machen scheinen.
Ob der ORF diesmal ein wenig mehr darüber berichten wird? Naja, ein gewisser Konflikt mit dem Kultursendungs-Sponsor Novomativ besteht dann schon, hmm
... im schwarzen OÖ wurde es gerade legalisiert.
Wir hätten Stronachs Austo-Vegas nicht so abwürgen sollen, ein Mekka der Sünde irgendwo an der Grenze hätte als Alternativkonzept zu verteilten Suchthöhlen wenigstens klar kontrollierbare Grenzen.
erst vor ein paar tagen mit einem wirt im quasi suburb meines heimatkaffs ins reden gekommen, frage, von den drei stammalkis an der bar kann er doch nicht leben - nach weiteren bieren zeigte er mir die automaten im nebenraum. geisterbahn.
aber schön das sich mittlerweile alle parteien einig sind, dass mit fünfzig euro in der hand an einen automaten gekuschelt schlafend unser menschenrecht auf freiheit mit allen mitteln verteidigt gehört.
so richtig deutsch war der letzte satz vermutlich nicht, aber es ist einfach nur ekelhaft - der schlafende jedoch weniger.
In den bildgebenden Verfahren gar nicht. Es wird bei Heroin-, Kokain-, Spiel- und anderen Süchtigen die mesokortikal-mesolimbische dopaminerge Bahn (Belohnungszentrum) aktiviert. Die Suchtentstehung ist auch immer die gleiche: am Anfang war der Kick. Wer beim ersten Automatenspiel 500 Euro verliert, läuft eher nicht Gefahr regelmässig den Monatslohn zu verzocken.
Beim Lotto fällt das Element der sofortigen Entscheidung weg. Das ist wesentlich.
Ausserdem ist Lotto ein fairer Deal. Millionen Dodeln zahlen ein, damit 2-3 davon wöchentlich gewinnen und zwar RICHTIG gewinnen und fürderhin ein anderes Leben führen als vorher.
Das ist bei den Automaten nicht so. Wenn mal wer ein einen Tausender gewinnt ändert das gar nichts an seinem Leben.
Lotto und Automaten unterscheiden sich ganz erheblich. Es ist weithin bekannt, dass das Suchtpotential beim Lotto sehr gering ist aber bei Automaten erheblich. Das liegt, daran, dass letztere genauso programmiert sind um das Suchtpotential zu maximieren.
Ich brauche auch kein Lotto, nur sehe ich da nicht so sehr den großen Schaden, den Automaten nachweislich anrichten.
verscheissert wird.
Weil es findet sich ausser ständigen Wiederholungen von Angaben von bezahlten und wirtschaftlich abhängigen oder interessierten Claqueuren keine wissenschaftlich fundierte Studien darüber, das das mit der Geschwindigkeit wirklich fundiert ausprobiert wurde.
Einer schreibts offensichtlich vom anderen ab und behauptet dann es sei ja eh bekannt.
js
Da bin ich aber echt gespannt, was dabei herauskommt. Ich wünsche den Jusos viel Glück, befürchte aber, dass die Alten das abwürgen werden (einige von denen aus guten, vielleicht monetären Gründen).
Aber soviel traue ich mich zu prophezeien: Wenn die Altpolitiker diese Initiative zu vereiteln wissen, dann haben sie nicht nur lang- sondern schon mittel- bis kurzfristig ausgeschxxxen. Die Politik ist sowieso im Keller, da gibt es nichts daran zu rütteln. Wenn ihr von den Jungen wieder Leben eingehaucht wird, sollte man das begrüßen, und unterstützen. Vielleicht werden die Roten dann sogar wieder für einen größeren Teil der Bevölkerung wählbar.
seit ich die Politik mitverfolge. De facto kann man nur zustimmen, dass kleine Glückspiel schafft zuviel Leid um es zu tolerieren (das gleiche gilt im übrigen für die unzähligen Wettbüros, wo die Unterschicht die letzten Kröten verzockt).
das glücksspiel wollen sie nicht aber die tantiemen davon brauchen sie dringend, da schon ausgegeben. ähnlich ist der fall bei der prostitution. aber man kann eben keine eierspeis machen, ohne eier zu zerschlagen. das gelingt auch unseren klugen und tapferen politikern nicht.
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