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Linda Christanell, 1975
Wien - Anlässlich einer neuen Publikation über das filmische Schaffen von Linda Christanell präsentiert das Österreichische Filmmuseum am Donnerstag, den 16. Juni, sieben Werke der Wiener Künstlerin aus den Jahren 1978 bis 2002, darunter "Change", "Moving Picture" und "NS-Trilogie". Vor der Projektion der Kurzfilme wird das Buch "Wenn ich die Kamera öffne, ist sie rot" (Synema) vorgestellt, nach dem Programm steht die Künstlerin dem Filmemacher Michael Pilz Rede und Antwort.
Christanell, 1939 in Wien geboren, zählt im österreichischen Avantgardekino gemeinsam mit Dietmar Brehm, Lisl Ponger und Peter Tscherkassky zur "Dritten Generation", die ab Ende der 70er Jahre mit sehr persönlichen Filmsprachen eine Art Neubeginn setzte. Zuvor war sie mit Fotoarbeiten, Installationen, Objektkunst und Performances hervorgetreten. Auch in ihren Filmen spielen eigene und gefundene Fotos, performative Handlungen und fetischartige Objekte eine wesentliche Rolle, erläutert das Filmmuseum in einer Aussendung.
Teile des Programms sind zwölf Tage später, am 28. Juni, auch im Wiener Künstlerhauskino bei freiem Eintritt zu erleben. Neben "Carrousel" und der "NS-Trilogie" kommt dort zudem der 43-minütige Film "Meomsa" zur Aufführung.
Bis einschließlich Sonntag, 19. Juni, läuft noch die Saison im Filmmuseum, mit der Reihe "La Storia" über die politische Geschichte Italiens sowie mit einer Werkschau des französischen Ausnahmeregisseurs Jean Grémillon, zu der ebenfalls eine kompakte Synema-Publikation erschienen ist.
Im Spätsommer, von 22. bis 24. August, veranstaltet das Filmmuseum dann eine "Summer School" - ein seminarartiges Projekt zur Filmvermittlung mit Einblicken hinter die Kulissen -, bevor ab 1. September die Retrospektive "Drifter", der zweite Teil der Filmreihe zum Thema "Road Movies", die Herbstsaison eröffnet. (APA)
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