UNO: Noch mehr als 300.000 Flüchtlinge

14. Juni 2011, 19:36

Weiterhin starke Spannungen zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen

Genf - Knapp zwei Monate nach dem Ende des Machtkampfes in dem westafrikanischen Bürgerkriegsland Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) sind nach UN-Angaben mehr als 300.000 innerhalb des Landes vertriebene Menschen noch nicht in ihre Heimatregionen zurückgekehrt. In den vergangenen drei Wochen hätten das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR und seine Partner 322.277 Flüchtlinge im ganzen Land registriert, erklärte eine Sprecherin der UN-Organisation am Dienstag. Während die meisten der Vertriebenen in Flüchtlingslagern oder bei Gastfamilien im Westen und Norden des Landes sowie in der Wirtschaftsmetropole Abidjan untergekommen seien, versteckten sich viele von ihnen nach eigenen Angaben im Buschland.

Obwohl sich die Situation im Westen der Elfenbeinküste verbessere und die Rückkehr der Vertriebenen damit erleichtert werde, gebe es weiterhin starke Spannungen zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen. Dies sei insbesondere in der südwestlichen Region Sassandra der Fall, wo Anfang Mai mehr als 280 Zivilisten von Anhängern des inzwischen abgetretenen Präsidenten Laurent Gbagbo getötet worden waren. Dort seien noch immer rund 17.000 Menschen auf der Flucht, von denen sich eine unbekannte Zahl in Wäldern verstecke. Insgesamt werde die Heimkehr der Vertriebenen durch die anhaltende Präsenz bewaffneter Gruppen verhindert.

Nach der Präsidentschaftswahl im November hatte es einen monatelangen blutigen Machtkampf zwischen Amtsinhaber Gbagbo und dem Wahlsieger Alassane Ouattara gegeben. Nach Angaben des UNHCR befinden sich noch immer mehr als 200.000 vor den Kämpfen geflohenen Menschen in den Nachbarländern der Elfenbeinküste. (APA)

Malkaye
00
15.6.2011, 12:05
um den vergewaltigenden banden von ouattara zu entgehen, fliehen weiterhin menschen aus dem süden in die ganze region.

in togo gibt es schon ärger zwischen lokalen prostituierten und der ivorischen "flüchtlingskonkurrenz".

danke frankreich, danke USA. irgendwann werden auch die afrikaner verstehen, dass der westen mit zuckerbrot und kakao nicht zu bändigen ist.

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
15.6.2011, 03:40
Hauptsache der Kakao flüchtet nicht nach China

sondern geht an die französischen Kolonialherrenkonzerne, deren Völkerrechtsbruch der herr Moreno-Ocampo natürlich nicht anklagt

Zum Katzen ist das !

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