Schulmeisters Traumwelt

Kommentar der anderen | 14. Juni 2011, 18:32

Anmerkungen zur Kontroverse zwischen Stephan Schulmeister und Peter Rosner über "alternative" Strategien im Kampf gegen die Staatsverschuldung und die Sinnhaftigkeit einer EZB

Das Argument des Ökonomen Peter Rosner, dass durch niedrige Zinsen "das Begehren der Staaten an solchen Krediten steigen" würde (Standard, 8. 6.), ist natürlich richtig und längst bestätigt. Denn genau diese Entwicklung konnten wir bei Einführung des Euro und vor der Krise beobachten: Die Zinsaufschläge für Anleihen der heutigen PIGS-Staaten sanken, von beinahe einem Renditeniveau wie heute kommend auf einige wenige Basispunkte zusammen, mit eben jenen Folgen, die Rosner für das Schulmeister-Modell (Standard 4. und 9. 6.) beschreibt.

Ebenso widerspricht Schulmeister seinen eigenen Thesen: Wenn tatsächlich das Zins-Wachstums-Differenzial allein ausschlaggebend für den Anstieg der Staatsverschuldung wäre, und das laut Schulmeister in den USA seit Anfang der 90er-Jahre nicht mehr existiert, warum sind dann die Staatsschulden der USA regelrecht explodiert, und das schon vor der Finanzkrise, bzw. warum steigen sie weiter? - Wir kennen die Antworten (Golfkrieg I, Afghanistankrieg 2, Platzen der Internet-Bubble, ...), mit dem "Zins-Wachstums-Differenzial" besteht allerdings kein Zusammenhang. Auch Japan praktiziert seit ziemlich genau zwei Jahrzehnten eine Nullzinspolitik, ohne dass dadurch die Staatsverschuldung reduziert werden konnte - ganz im Gegenteil.

Schulmeister geht auch von falschen Grundlagen aus. Es ist unredlich, das nominelle Zinsniveau mit dem realen Wirtschaftswachstum zu vergleichen. Würde er hingegen das reale Zinsniveau heranziehen, das für diese Betrachtung relevant wäre, dann würde er erkennen, dass wir derzeit auch in der Eurozone negative Realzinsen sehen, sowohl in Bezug auf die Leitzinsen, also auch bei den Staatsanleihen der Nichtproblemländer (also zum Beispiel Deutschland oder Österreich). Dennoch steigen die Staatsschulden weiter, in Schulmeisters Welt nicht vorstellbar, in der realen allerdings schon.

Ein weiteres praktisches Problem der Schulmeister'schen "Theorie" ist auch die Frage, welches Wachstum für die Festsetzung des "richtigen" Zinssatzes relevant ist: das durchschnittliche Wachstum der Eurozone (1, 6 %), der höchste Wert (Estland 4,9 %), der niedrigste Wert (Griechenland -3,5 %), das Wachstum des größten Landes (Deutschland 2,6 Prozent), der Wert für 2011, 2012, 2015 oder 2020, oder doch das (un)gewichtete arithmetische, geometrische Mittel/Median? Egal, denn wenn die Schulmeister'sche Theorie richtig wäre, für Griechenland wäre ohnehin jeder positive Zinssatz zu hoch.

Und mittels welcher ökonomisch glaubwürdigen Theorie lässt es sich rechtfertigen, dass Gläubiger für das Risiko eines Staates mit 7 % Staatsverschuldung (Estland) und eines Staates mit 143 % Staatsverschuldung (Griechenland) eine identische Prämie erhalten sollen?

Fazit: Schulmeisters Ausführungen sind weder theoretisch kohärent noch empirisch belastbar, ein ernsthafter Diskurs darüber ist ähnlich müßig wie die Auseinandersetzung mit der Behauptung der "Kreationisten", dass die Erde erst 6000 Jahre alt wäre. (Kommentar der anderen, Markus Fichtinger, DER STANDARD, Printausgabe, 15.6.2011)

MARKUS FICHTINGER, ehemals Geschäftsführer des Aktienforums, ist Leiter der Abteilung für Steuer- und Budgetpolitik in der Industriellenvereinigung.

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adaschauher
02
28.6.2011, 14:17
schulmeister ist kommunist

er nuetzt seine wissenschaftlichen konstruktion von sozialer "ungerechtigkeit“ zur legitimation von enteignungsszenarien.

stattdessen werden die fundamentalen ursachen der eurokrise (die in wahrheit eine reine schuldenkrise ist) wie pensionsansprüche ohne angemessene beitragszahlungen, schuldenexzesse zur wählerbestechung, aufgeblähter "sozialsstaat" stets ausgeblendet.

Frodo Der Hobbit
01
21.6.2011, 23:02
diese interpretation über schulmeister

ist "newspeak", verzerrung einfacher tatsachen durch rhetorisches umdefinieren.

man sollte auch nicht systematische faktoren wie ein wachstum und einen kollektiv festgelegten zinssatz mit einzelaktivitäten vermischen, wie kriege und besondere gelegenheiten zur spekulation.

was wir brauchen, ist ein gemeinwohl als teilnehmender handlungsträger, und wenn noch so unvollkommen. wo dieses ausgegrenzt wird, gibt es keine stabilität.

also dann ...
12
21.6.2011, 12:14
naja ... auch der hr. feichtinger - nein von der IV sind keinerlei vwl. lösungen zu erwarten - hat nicht das zins(es-zins)basierte geldsystem "behirnt" !

nachzulesen bei der broschüre für schulen ...
der deutschen bundesbank, ab seite 68
http://www.bundesbank.de/download/... gesamt.pdf
zitate :
- Geldschöpfung bezeichnet die Schaffung von Geld
- Geschäftsbanken schaffen Geld durch Kreditvergabe !
und da der z i n s e s z i n s...eben NIE verdient werden kann (da ja weder die privatunternehmen noch die haushalte "selbst geld schöpfen können", d.h. neues geld IMMER nur durch neue kredite in umlauf gebracht wird ...)
führt dies zwangsläufig in ein e x p o n e n t i e l l e s
schuldenwachstum...,
dem auf der anderen seite = b a n k e n
ein ebensolches VERMÖGENS-WACHSTUM ...
gegenübersteht.

it`s simple as that.

feichtinger...hat nix ... behirnt,
gratuliere !

P. Krall
00
19.6.2011, 16:55
Da hinkt die Theorie der Praxis wohl ein wenig nach.

Die Zinsen auf faule Kredite müssen negativ sein, wenn man das vergiftete Geld auf diesem Weg ohne großen Knall aus den Büchern bringen will. Dagegen ist Wachstum wohl mit positiven Realzinsen gekoppelt.

In einem 1-dimensionalen Raum ist der Konflikt nicht lösbar. Das wäre, als wollte man eine Temperatur finden, die für Ofen und Kühlschrank gleichermaßen passt.

Die Praktiker haben die Lösung gefunden, durch Ausgliederung von 'Bad Banks' etc. zusätzliche Dimensionen für Geld zu schaffen. Scheint bei manchen Theoretikern noch nicht angekommen zu sein. Dabei wäre die korrekte theoretische Beschreibung durchaus möglich. Man frage den Mathematiker seines Vertrauens, was ein Vektorraum ist!

videoopa
00
18.6.2011, 10:06
Sehr gut Analysiert, schon vor 2 Jahren !!!

http://www.youtube.com/watch?v=ncib9Iul1fE

Horusauge
01
16.6.2011, 22:57

Wenigstens wird der Kapitalismus auch keine 6000 Jahre alt - soviel ist sicher.
Überhaupt wird hier nur um des Kaisers Bart gestritten - völlig übersehend, daß der Kaiser längst nackt ist.

Es bedarf eines völlig neuen Kaisers (Finanzsystems), und der darf keinesfalls von den völlig verbildeten Absolventen der Wirtschaftswissenschaften kommen.

Otto Ottinger
 
10
18.6.2011, 13:27

Kapitalismus ist ein von staatlichen Eingriffen freies Wirtschaftssystem auf der Basis des Marktmechanismus und der Selbststeuerung durch Angebot und Nachfrage."

Staatliche Eingriffe in das Geldsystem durch eine Zentralbank sind im Kapitalismus also per definition nicht möglich. Unser System können Sie von mir aus als Bankensozialismus bezeichnen. und der wird, wie der Nationalsozialismus und der Realsozialismus vor ihm mit Blut und Tränen untergehen. http://thorstenpolleit.com/Mises2010.pdf

Horusauge
00
18.6.2011, 17:36

Mit Verlaub, aber das ist unrichtig.
Die Zentralbanken regulieren die Geldmenge, welche nolens volens den entscheidenden Einfluß auf das kapitalistische Wirtschaftssystem hat, welches von der Realwirtschaft zudem fast völlig entkoppelt ist, 95% spielen sich nur mehr über finanztechnische Transaktionen in Computersystemen ab, ohne jeden realen Hintergrund.
Wobei natürlich die Frage zu stellen ist, was als "staatlich" gelten kann; die FED ist bekanntlich privat, ebenso wie die Bundesfinanzagentur eine GesmbH mit € 25000 Grundkapital ist.
Der Staat dient diesen Institutionen nur als Vehikel, der Staat gehört ihnen de facto.
Darum ist auch die Monetative eine Chimäre.
Und Definitionen sind in diesem Zusammenhang wertlos.

Otto Ottinger
 
10
18.6.2011, 20:34

Sie haben mich scheinbar nicht verstanden

Horusauge
00
19.6.2011, 17:20

Okay, Miss Verständnis;)

Wieauchimmer man das System nennen mag, es ist pervers.
Wobei auch im Kapitalismus die Geldmenge zentralbanklich geregelt wird, und genau da beginnt die Crux.

Otto Ottinger
 
10
19.6.2011, 20:35

ganz genau! das ist die Crux: solange eine staatliche oder eine mit staatlichen privilegien ausgestattete private bank die geldmenge zentral regeln kann ist es eben kein kapitalismus, sondern ein bankensozialismus.

dazu empfehle ich Ihnen den Ekurs auf Seite 34 des folgenden (im ganzen lesenswerten) dokuments - das eigentartigereweise aus der erste bank stammt. (wahrscheinlich hat die revision nicht aufgepasst)

http://lips-institute.ch/de/wp-con... 210610.pdf

Horusauge
00
19.6.2011, 21:55

Gelesen und zugestimmt, da scheint tatsächlich ein Revisor geschlafen zu haben.
Die Definition des Kapitalismus als System des frei wählbaren Zahlungsmittels ist mir neu; nicht jedoch die Tatsache, daß schon Marx eine staatliche Notenbank postulierte (und damit als Held der Arbeiterschaft de facto abdankt, wenngleich das viele nicht sehen (wollen)).
Meine - hier schon oft bekundete und "bekämpfte" Meinung ist die, daß die Geldschöpfung vergemeinschaftet gehört, und damit meine ich Zusammenschlüsse von Bürgern ohne staatliche Beteiligung.

Horusauge
01
19.6.2011, 21:55

Gegenargumente kommen stets von jenen, welche sich das einfach nicht vorstellen können - die Unis und Medien haben ganze (Auftrags)Arbeit geleistet.
Lieb auch Initiativen wie die Monetative, welche das System noch verfestigen will und den Banken den schwarzen Peter zuschiebt, völlig außer Acht lassend, daß die Investmentbanken (der Hochfinanz) jene sind, welche die Staatsanleihen weiterverkaufen/vermieten.

Und zu guter Letzt gibt es noch die Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens, welches selbstverständlich zentralisiert administriert werden soll und die Endstufe des Systems darstellt, denn auch dieses Geld müßte ja zentral geschöpft werden.

videoopa
00
18.6.2011, 10:49
Beschreibung des Kaisers....

http://www.vimeo.com/23791783

videoopa
00
18.6.2011, 10:08
Kurz vor der Lösung? Mit Christian Felber+++

http://www.youtube.com/watch?v=xg70SrCQ_Ws

the comedian
 
14
15.6.2011, 19:11
büttel der iv

ergo: glaubhaftigkeit nullkommajosef
mit solchem geplärr und diffamierung (kreationistenvergleich) wird versucht konstruktive vorschläge zur lösung der geldkrise zu verunglimpfen.
denn jeder konstruktive vorschlag muss die buchgelddruckmaschine der bankster und die daraus entstehende zinsbarbarei abschaffen.
bücklinge, die sich auf der immer schmäler werdenden gewinnerseite dieses zinswuchers sehen, schreien dann natürlich unwirsch rum.

Moralapostel
 
00
15.6.2011, 17:25
Auch nicht viel gescheiter...

ad "durch niedrige Zinsen "das Begehren der Staaten an solchen Krediten steigen...":

Wichtig ist weniger das absolute Zinsniveau als das relative gegenueber durchschnittlichen Werten der Vergangenheit. I.e. fuer Deutschland war das Zinsnivau vor der Krise nicht ungewoenhlich niedrig, wohl aber fuer die Griechenland & Co. Das haengt auch zusammen mit einfacherem Marktzugang und Vertrauenseffekten (inkl. Marktversagen). RICHTIG: den griechischen Staat haben die niedrigen Zinsen zu Schulden verleitet. FALSCH: Spanien hatte sogar Budgetueberschuesse vor der Krise ("Minusdefizite" auf oesterreichisch;-).

ad "...lässt es sich rechtfertigen, dass Gläubiger für das Risiko eines Staates mit 7 % Staatsverschuldung (Estland) und eines Staates mit 143

yasujiro
00
15.6.2011, 20:00

- Fichtinger unterstellt im 1.Absatz, dass die niedrigen Zinsen für die Problem der PIGS verantwortlich ist. Das ist FALSCH. Er sollte in den ifo Berichten von HW Sinn, München, nachlesen.
Als Rosner würde ich mich gegen die Umarmung wehren, die dazu dient sich selbst als Ökonom bezeichnen zu dürfen.
2.Absatz: Zinsen, US-Kriege, Japan. Es ist eine Kunst 3 verschiedene Dinge in 3 Sätze so falsch zu verbinden. Manche sagen dass VW keine Wissenschaft sei. Bei diesen Argumenten kein Wunder.
...
Und zur Begehrlichkeit(!): Wer nicht sagt wofür ein Staat Geld braucht, also nur "begehrlich" ist, dem unterstelle ich genaus das, nämlich Begehrlichkeit und zwar für sich. Der Staat tut wenigstens was für mich.

Moralapostel
 
00
15.6.2011, 17:32
Fortsetzung...

ad "...lässt es sich rechtfertigen, dass Gläubiger für das Risiko eines Staates mit 7 % Staatsverschuldung (Estland) und eines Staates mit 143% Staatsverschuldung (Griechenland) eine identische Prämie erhalten sollen?"

Grundsaetzlich was Wahres dran, nur schlechtes Beispiel. Estland hatte zu Jahresbeginn ca. 5,8% langfristige Zinsen, Deutschland (mit mehr als 70% Verschuldung!) hingegen gerade mal 3%.

m g 123
00
15.6.2011, 15:54
Theorie und Rechnung

Das mit dem Zinsdifferential ist keine Theorie, sondern eine einfache Rechnung, die definitorisch gilt:

Veränderung der Staatsschuld = Zinssatz + Neuverschuldung - Wachstum

Wenn man ganz genau sein wollte, müsste man logarithmisch rechnen, aber auch so stimmt's bis auf die ersten Kommastellen.
Herr Fichtinger sollte zuerst die Grundlagen lernen bevor er jemandem, der diese zweifellos beherrscht, inkompetente Vorhaltungen macht.
Im Übrigen halte ich von Schulmeisters Vorschlag eines Euro-IWFs nichts und stimme Rosners Kritik an der naiven Erwartung, die Fachleute wüssten schon, was zu tun sei, zu.

es bleibt spanned...
08
15.6.2011, 14:44
Pseudo-Wissenschaftliche Abkanzelung

Man kann über alles reden. Man kann auch kritisieren.

Es sagt aber die Art der Kritik und des Vorbringens wohl am Meisten über den Autor aus, der sehr intensiv bemüht ist, Schulmeisters Überlegungen "nur ja nicht aufkommen" zu lassen.

Sich mit dessen (und anderer) Theorien nicht wissenschaftlich auseinandersetzen zu wollen, könnte genau so gut am Können oder der verordneten "Mission" des Arbeitgebers liegen.

Dann sollte man aber wenigstens nicht so tun, als ob man sich in einen wissenschaftlichen Diskurs einklinken möchte.

Die IV ist eben kein Hort neutraler, wissenschaftlicher Auseinandersetzung, sondern eine Interessensvertretung (Lobbyorganisation). Sehr effizient, aber ob der Erfolge langsam auch dem Größenwahn verfallen.

sociovation
37
15.6.2011, 14:38
Dieser Artikel

könnte als Lehrbeispiel dafür herangezogen werden, dass Betriebswirte sich nicht in volkswirtschaftliche Themen einmischen sollten, insbesondere dann nicht, wenn es gilt, weltwirtschaftliche Probleme zu lösen.
Beispiel: Es lässt sich sicherlich nicht mit einer betriebswirtschaftlichen Theorie rechtfertigen, dass Gläubiger unterschiedlicher Bonität gleiche Zinsen bekommen. Das ist, betriebswirtschaftlich in Kategorien von individuellem Risiko und Profitmaximierung gedacht, vollkommen richtig.
Es gibt aber viele volkswirtschaftliche Theorien, in denen gerade das und nur das Sinn macht, wenn es gilt, die internationale Wirtschaft zu stabilisieren.
Betriebswirte sind wertvoll für Unternehmen, sie können aber keine Wirtschaftskrisen lösen.

saunaecho
11
15.6.2011, 17:46
Sind die Griechen nicht selbst schuld ?

Schulmeister & Co vergessen, dass private Anleger ihr Geld IMMER an gute Schuldner verleihen werden, die Überschüsse erwirtschaften mit denen sie zurücklzahlen können. Die Griechen sind aber pleite und wollen Geld obwohl sie keine Überschüsse haben und ihnen niemand zutraut (Rating !), dass sie in Zukunft welche zustandebringen. Jeder Streik dort ist ein Indiz dafür den Griechen kein Geld zu geben und sie ihre Suppe allein auslöffeln zu lassen. Anders werden sie nicht lernen.

österreicher ist, wer es trotzdem ist
01
15.6.2011, 17:40
Risiko ist Risiko

wenn der Staat (übrigens auch nur ein Haushalt, wenngleich ein sehr großer) sich Geld borgt, muss der Kreditor sich fragen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass er sein Geld nach Ende der Laufzeit wieder zurückbekommt. Ist nichts anderes, als wenn Wolfi's Würstelbude einen Kredit haben will. Die individuellen Faktoren (z.B. das bereits vorhandene Schuldenniveau oder frühere Defaults) bestimmen ganz maßgeblich den Zinssatz. Wer Schuldern unterschiedlicher Bonität zu gleichen Konditionen Geld gibt, löst eine Fehlallokation von Kapital aus, das im Fall eines "Pleitestaates" zu einem nicht-nachhaltigen Boom führt, der einem früher oder später um die Ohren fliegt.

Mit BWL vs. VWL hat das hier gar nichts zu tun.

Der Mensch der nachdenkt bevor er vordenkt
 
00
15.6.2011, 15:49
Jedes Wort richtig. Danke.

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