Katastrophale Kritiken für Duke Nukem Forever

14. Juni 2011, 09:38
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"Wenn (DNF) das 15. Jahr in Entwicklung war, fragt man sich, was sie die anderen 14 Jahre und 10 Monate gemacht haben"

Ob man nun das 12., das 14. oder doch doch bereits das 15 Jahr (je nach Zählbeginn) auf die Rückkehr des Videospielhelden Duke Nukem warten musste, dürfte angesichts der unvergleichlich langen Entwicklungszeit nebensächlich sein. Tatsache ist: Nach dem vielleicht größten Hype der Videospielgeschichte ist der Duke 2011 zurückgekehrt. Ein Comeback, das laut der internationalen Fachpresse nicht nur humoristisch ein Schlag unter die Gürtellinie ist.

"Gruselig und widerlich"

Denn die auf viel Nostalgie setzende Rettung der Menschheit vor "schweinischen" Außerirdischen leide an unübersehbaren Alterserscheinungen. "Am Ende spürt man jedes Jahr DNFs lächerlich fragmentierter Entwicklung, die durch jeden der nicht zufriedenstellenden Rahmen durchsickert", urteilt Eurogamer. Vier unterschiedliche Entwicklerstudios hätten vergeblich versucht, ein bereits früh zum Scheitern verurteiltes Projekt zu retten und zu flicken. "Es ist ein Spiel über eine abscheuliche Persönlichkeit, die sich nur bei Soziopathen einzuschmeicheln vermag", gibt sich Destructoid schockiert. Die Entwickler hätten Brutalität, Sexismus und vulgäre Sprüche vor Spielinhalte gestellt. "Vielleicht ist noch Leben in Duke, aber nicht in seiner jüngsten Inkarnation. Nicht solange seine Entwickler denken, er sei cool und zum totlachen, anstatt gruselig und widerlich und nicht, solange er in Spielen auftritt, die nicht einmal mit Budget-Werken konkurrieren können", so Destructoid. "Mit heutigen Standards kann es einfach nicht mithalten", bekräftigt Joystiq die Kritik.

Stehen geblieben

Allgemein wird moniert, dass sich das Spiel zwischen ferngesteuerter Rohrbombe und Peniswitz keinen Schritt weiterentwickelt habe. "Es ist, als würde man nach vielen Jahren einen alten Freund wiedertreffen, um dann festzustellen, dass er sich keine Spur weiterentwickelt hat. Dukes Rückkehr ist ein trauriges Wiedersehen, das einen wünschen lässt, dass man die Vergangenheit doch besser ruhen gelassen hätte", so GamePro. "Wenn (DNF) das 15. Jahr in Entwicklung war, fragt man sich, was sie die anderen 14 Jahre und 10 Monate gemacht haben", schließt The Guardian. "Dukes Rückkehr ist ein bittersüßer Beweis dafür, wie stark sich die Industrie weiterentwickelt hat. Wir lieben ihn noch immer, aber er verdient etwas Besseres", gibt sich PALGN hoffnungsvoll. (zw)

  • "Fail to the King"
    foto: hersteller

    "Fail to the King"

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