Privacy

Google löscht alle privaten Google Profiles

13. Juni 2011, 15:25

Nutzer können ihr Google Profil öffentlich machen, andernfalls wird es nach dem 31. Juli gelöscht

Mit Google Profiles bietet der US-Konzern Nutzern eine Möglichkeit sich im Web zu präsentieren. So können auf den Profil-Seiten etwa Kontaktangaben, Picasa-Fotos, Buzz-Feed oder die neuen 1+-Bewertungen angezeigt werden. Nutzer konnten bis vor kurzem entscheiden, ob dieses Profil allen zugänglich oder versteckt sein sollte, also privat. Doch letzteres erscheint dem Unternehmen nun nicht mehr praktikabel also werden private Profile ab 31. Juli abgeschafft.

Automatische Löschung

Nutzern bleibt die Möglichkeit ihr Profil öffentlich zu machen, andernfalls wird es nach dem 31. Juli von Google gelöscht. In dem vom Google Watch Blog entdeckten Hinweis des Unternehmens auf den Hilfe-Seite zu Google Profiles heißt es dazu: "Wir glauben, dass Google Profile dadurch am nützlichsten ist, dass andere den Profileigentümer leichter finden und sich online mit ihm oder ihr in Verbindung setzen können. Mit privaten Profilen ist das nicht möglich. Aus diesem Grund haben wir entschieden, alle Profile öffentlich zu machen." Das Löschen des Profils hat keine Auswirkungen auf das Google-Konto selbst, allerdings ist es für die Nutzung von Buzz und des 1+-Buttons erforderlich.

Über Suchmaschinen auffindbar

Die Möglichkeit neue, private Profile anzulegen, verschwand bereits vor einigen Monaten mit dem Redesign des Dienstes. Nur in Profilen, die davor als privat angelegt wurden, gibt es noch die Möglichkeit, diese in den Einstellungen öffentlich zu machen. Bis auf den Namen, der erforderlich ist, können Nutzer einstellen, welche anderen Informationen alle anderen User oder nur eingeloggte Personen sehen dürfen. Zumindest ist es vorerst auch noch möglich selbst zu bestimmen, ob das Profil über Suchmaschinen gefunden werden kann. Dann ist das Profil zwar immer noch öffentlich, andere Nutzer müssen jedoch die genaue Profil-Adresse kennen. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2
brto1
02
14.6.2011, 23:44
hab mir dir funktion gerade angschaut

Was bringt es, dort ein privates Profil zu haben (abgesehen davon, dass es IMHO sowieso ein sinnloses Feature ist - gerade gelöscht)? Das ist so ein Dingens wo man seine Daten eintragen kann. Wenn man will, dass es keiner sieht, was bringt das dann? Sowas wie "Facebook-Freunde" gibs ja da anscheinend nicht? Vl gibs hier ja jmd der das wirklich mal verwendet hat, der die 2 Minuten hat um mir das zu erklären :)

Elef
10
14.6.2011, 16:03

Wer macht das denn bitte freiwillig?? Ich glaube ich komme in der neuen Welt bald echt nicht mehr zurecht...

Fritz Krafka
02
14.6.2011, 09:37
interessante Funktion

wusste bislang gar nicht, dass es dies gibt und jetzt gleich gelöscht.

stuffy
31
14.6.2011, 08:57

Es steht jedem frei, dieser Firma den Rücken zuzudrehen, und auf deren "Dienste" zu verzichten...

Nur weil's "modern" ist, muss man sein Privatleben lange nicht in der "Gesellschaft" ausleben. Einerseits ist es dann kein Privatleben mehr, andererseits interessiert es ohnedies niemanden, wer, was, wann gegessen und als Folge davon gemacht hat ....

KleinerDrache80
00
14.6.2011, 14:43
Welche

Alternative Suchmaschine würden Sie wählen?

NORACSA
00
15.6.2011, 08:44

scroogle.org

der schwitzbär der schwitzt sehr
49
14.6.2011, 08:37
Google, der Diensteanbieter mit ZWANG

Auf Youtube haben sie auch begonnen, die Leute zu sekkieren, ihren Account mit ihrer Email zu "verknüpfen"

Immer größer wurden die Letter, mit denen die Verknüpfung - nun am besten mit einem Google-Account - eingefordert wurde

Seit 1/2 Jahr schließlich kann man weder posten noch Videos mit "age verification" anschauen - also wo man nackte Beine sieht oder sonst was die amerikanische Psyche gefährdendes - wenn man nicht mit Google "verknüpft" ist

So sympathisch Google einst begonnen hat, die totalitären Maßnahmen, User gläsern zu machen oder auszusperren, sind hitleresk.

Hier müßten doch Kartellgesetze greifen (marktbeherrschende Stellung). Denen gehört die Bude dicht gemacht oder zumindest eine Strafe auferlegt, daß der Schädel brummt.

michikklas
21
14.6.2011, 20:42

Du verharmlost die Nazis und hast keine Ahnung was ein Kartell ist. #fail :-(

AlBundyFan
 
10
14.6.2011, 15:40
also anscheinend benutzt du ein anderen youtube als ich

die einzigen meldunden, die ich bekomme ist, daß ich manche videos wegen contentverstößen bei der musik nicht ansehen kann.
und ich hab nix verknüpft mit google-ich hab ja dort nichtmal einen email-account.

ThePeanut
25
14.6.2011, 11:12

"So sympathisch Google einst begonnen hat, die totalitären Maßnahmen, User gläsern zu machen oder auszusperren, sind hitleresk."

Toller vergleich, meine Empfehlung: Lernen Sie Geschichte!

"Hier müßten doch Kartellgesetze greifen (marktbeherrschende Stellung)."

Wieso? Mit welcher Firma bildet Google ein Kartell? Steuert dieses Kartell Produktion und Preisentwicklung seiner Branche? Meine Empfehlung: Setzen Sie sich mit Wirtschaftsrecht auseinander.
Anm.: "Google Search" und "YouTube" sind gratis Dienstleistungen, die zu benutzen niemand gezwungen ist. Natürlich darf Google verlangen, sich dort mit einem Google-Konto einzuloggen.

Schon versucht Facebook ohne Account zu nutzen?

Jim_from_Accounting
11
14.6.2011, 12:09
... sind gratis Dienstleistungen, die zu benutzen niemand gezwungen ist.

Na sie fressen anscheinend auch alles was ihnen vorgesetzt wird

Der Facebook Sache ist ein ganz schlechter Vergleich, denn auch dort brauche ich keinen Account.
Rufen sie ein x-beliebiges Unternehmensprofil/Privatprofil einmal mit und einmal ohne Login auf. Sie werden kaum Unterschiede merken

Vorname Nachname
36
13.6.2011, 21:28
jeder dienstleister

darf selber entscheiden in welche art von dienstleistung er anbietet
und jeder kunde darf selber entscheiden ob er diese dienstleistung in anspruch nehmen will oder nicht
so gesehen von orwell keine spur

die entscheidung halte ich trotzdem fuer falsch und ich hoffe es handelt sich nicht um den beginn eines strategiewechsels von google

bisher hat nach meiner einschaetzung (nur) google alle leistungen - ohne ruecksicht auf strategische unternehmensinteressen - immer so designed dass sie einen maximalen nutzen fuer die user hatten
die nun angekuendigte einstellung des dienstes "private profile" ist das erste mir bekannte feature welches nuetzlich ist aber von google nicht (mehr) angeboten wird weil es fuer google strategisch unguenstig ist

schniggschnagg
 
11
14.6.2011, 09:35
Darf er eh...

...aber die Policy ändert sich zunehmend. So gesehen von Orwell sehr wohl Spuren en masse. Zuerst User dazu bringen gratis Services zu beziehen und dann im nachhinein, die Policy (zum Nachteil des Kunden) ändern - klar dürfen und können Dienstleister das machen, ist aber halt ein Schuß, der nach hinten losgehen wird, da man ja auch im Internet wahlfrei hat!

verinus
00
14.6.2011, 09:05

würdens mir bitte erklären welchen sinn private profile haben?

soweit ich das verstanden hab wird ja nur die privatoption deaktiviert, was ja bei einem derartigen dienst ohnehin blödsinn ist.

Der Töpfer
10
13.6.2011, 19:58
Google braucht dringend einen Experten für Social Networks

Es ist ja Haaresträubend, was die da tun.

entity13
10
14.6.2011, 09:59

Ja klar .. und dann sind auf einmal alle privaten Profile öffentlich .. wie's beim Social-Branchen-Primus gang und gäbe ist.

Der Töpfer
01
14.6.2011, 19:33

Ich schrieb: EXPERTE, nicht durchgeknaller Webseitenbesitzer.

Sil68
 
86
13.6.2011, 18:02
George Orwell...

...hätte sich wohl nie denken lassen, daß seine Fiktionen einmal so reell sein werden, daß Menschen Schafen gleich sich dem Doktrin großer Konzerne und System unterwerfen und unterziehen, frohen Mutes noch dazu!

Über kommunistische, sozialistische System klagen wir im Westen, doch sind wir blind für unsere eigenen Systemunzulänglichkeiten!

mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion
17
14.6.2011, 09:01
Im Sinne Orwells mache ich mir mehr Sorgen um den Standard, als um Google

Hier verschwienden Postings manchmal im Dutzend, Pressemeldungen werden an die Blattlinie angepasst, auf kritische Fragen wird erst gar nicht geantwortet.
Google, Facebook und dergleichen mögen sich als BigBrother gebärden, sind aber in wirklichkeit recht gut kontrolliert.
Die Redakteue aller Zeitungen die ich lese haben aber so ihre jeweilige "LittleSister" (das ist jetzt als Kontrast zum BigBrother gemeint und keine Anspielung) im Kopf, die den Leser mit dem Gefühl zurück lässt "Kann so gewesen sein, kann aber auch ganz anders gewesen sein"

Pyros
00
14.6.2011, 13:30

Du solltest dir weniger über mit langem i verschwindende Postings machen als über deinen Verfolgungswahn.

schon joeh
16
13.6.2011, 22:47
habens 1984

überhaupt glesen?

dass man bei jeder kleinen privacyänderung (die insofern ja nicht verpflichtend ist, da man selbst entscheidet, ob man das produkt der firma weiterverwendet) auf orwell anspielt, lässt auf das gegenteil schließen

meineMeinung1969
00
13.6.2011, 20:05
Wenn ich kein Profil ...

... anlege, unterwerf ich mich nicht. So gesehen stimmt der Vergleich mit Orwell nicht.

mM

michikklas
25
13.6.2011, 18:36

Was genau hat das jetzt damit zu tun, dass Google Profile löscht die eh nicht genutzt werden?

eh ich
24
13.6.2011, 17:56

Muss man sich jetzt schon vorschreiben lassen, dass man alles öffentlich herzeigen muss? Muss man die Nutzer denn wirklich so bevormunden und darf sie nicht selbst entscheiden lassen? Wo soll das alles noch hinführen?

Der junge Jim Kirk
13
13.6.2011, 22:14

welchen sinn macht ein profil das nicht öffentlich ist? willst es nur selber ansehen damit du noch weisst wer du bist?

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