Fukushima

Strontium im Grundwasser bei Atomruine entdeckt

12. Juni 2011, 16:45

Bis zum 240-fachen über erlaubter Höchstgrenze

Tokio - Die radioaktive Verseuchung um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima wird immer ernster. Wie der Betreiber Tepco am Sonntag bekanntgab, wurde nahe der Meerwasseraufnahme des AKW radioaktives Strontium gefunden. Dessen Konzentration liege bis zum 240-Fachen über der erlaubten Höchstgrenze.

Nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde wurde das gefährliche Element außerdem im Grundwasser bei den beschädigten Reaktoren 1 und 2 des AKW entdeckt. Es sei das erste Mal, dass Strontium im Grundwasser gefunden worden sei, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter berichtete.

Wissenschafter sprechen bei Strontium auch von einem "Knochenkiller". Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie (Blutkrebs) auslösen. Das Metall war zuvor auch bei Bodenproben an verschiedenen Orten in der Unglücksprovinz Fukushima gefunden worden.

Dekontaminierung noch nicht getestet

Unterdessen teilte der Betreiberkonzern Tepco weiter mit, dass wegen technischer Mängel noch nicht wie geplant eine neue Anlage zur Dekontaminierung verseuchten Wassers getestet werden könne.

Es seien Wasserlecks aufgetreten, was möglicherweise auf verstopfte Rohre zurückzuführen sei, meldete Kyodo. Eigentlich wollte Tepco das neue System seit Freitag für eine Woche testen. Die aufgetretenen Probleme verzögern die für Mitte dieses Monats geplante Inbetriebnahme.

Radioaktivität in grünem Tee

Der Betreiber setzt große Hoffnungen in die Anlage. Damit sollen nämlich die in der Atomanlage derzeit schwappenden tausenden von Tonnen an hochgradig verseuchtem Wasser recycelt werden, um es zur Kühlung der Reaktoren einzusetzen.

Das bisher zur Kühlung in die zerstörten Reaktorgebäude gepumpte Wasser ist jetzt hochgradig verseucht und behindert die Arbeiten zur Instandsetzung der am 11. März nach dem Megabeben und dem Tsunami ausgefallenen Kühlsysteme. Seither entweicht aus dem Atomkraftwerk Radioaktivität in die Umwelt. Zuletzt war auch in grünem Tee in der hunderte von Kilometern von Fukushima entfernt gelegenen Teeanbau-Provinz Shizuoka radioaktive Strahlung gemessen worden. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 44
1 2
pago1
02
13.6.2011, 15:44
wieder einige schüsselfans im forum

mala leche
00
13.6.2011, 18:27

Sie auch?

Trevor Goodchild
24
13.6.2011, 15:17
Nach wie vor gehen die Erbauer, Betreiber und Politiker dieser Todetechnologie...

...im schönen Japan mit der unerreichten Professionalität von völlig Ahnungslosen im Krisenmanagement vor.
Das resultiert daraus, dass man Neoliberalen Dummschwätzern und Gewinnmaximierern, sowie Ihren politischen Schergen die "Macht" über die Elementarkräfte in Ihre unwürdigen Hände gibt.

Auch zeigt sich hier die unerschütterliche Überzeugung der Theortiker, welche sich Wissenschaftler nennen, welche zwar die Theorie "beherschen", aber unfähig sind zu verstehen inwieweit diese sich von der Praxis unterscheidet.

Geht´s lieber im Sandkasten Atomkraftwerk spielen, da kann nicht so viel passieren.

Man sollte diesen Kasperln Ihr Spielzeug wegnehmen, bevor sie unsere Welt vernichten.

F S 3
211
13.6.2011, 14:21
Das FS3 bemüht sich, daß das Fukushima-Thema weiter in der Aufmerksamkeit seiner Leser präsent bleibt. Nach Bloßlegung der konzertanten Lügen und Vertuschungen von TEPCO+bankenabhängiger 'egierung betreffend des tatsächlichen Status Quo, der von den…

…"alternativen" Websites und div.Blogs weitaus korrekter berichtet wurde, als von den Nach-Richt-Agenturen-das nächste -unterberichtete- Highlight:

Die derzeitigen Meßwerte vom Reaktor 1 zeigen Spitzenwerte von 261 Sv/Stunde - was eine 100%ige Lethalität in weniger als zwei Minuten bedeutet…

Dies bedeutet, daß die Kernschmelze weiter fortschreitet.

Zum Vergleich: In Tschernobyl betrug die Strahlung 10 Tage nach der Katastrophe 300 Sv/h.



Weiters hier die absoluten Meßwerte der Strontium90-Kontaminierung im Grundwasser vom 18.Mai, da oben im Artikel eine eher unverfängliche (=für Viele unverständliche) Relation z.finden ist, die zudem den Wert am Meerinlet (genauer bei Reaktor 3) angibt-u.nicht den vom Grundwasser:

6.300 Bq/Liter H2O

märchenonkel
05
13.6.2011, 11:51
Ist der Kern viellecht doch langsam aber beständig tiefer gesunken? Hat sich Vertuschen als Problemlösung gerade vollkommen ad absurdum geführt?

Grammelschmalzbrot
011
13.6.2011, 09:22
Es sei das erste Mal, dass Strontium im Grundwasser gefunden worden sei

... haben sie wohl zum ersten mal gemessen!

;-)

Kondratjew -Zyklus
 
00
13.6.2011, 03:33
DAS ist die heutige Aufmachergeschichte !

Honshu evakuieren !

Briefmarkenkleber
181
13.6.2011, 00:22
Danke für die tägliche Panikmache.

A ndreas Bogeschdorfer
06
13.6.2011, 17:14
Was hätt' er denn gern?

Goschen halten, Hände falten?

Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf diese Informationen und die Medien haben in solchen Fragen Berichtspflicht. Ob Ihnen das nun passt oder nicht.

Klebens lieber weiter Briefmarken, das entspricht mehr Ihrem geistigen Horizont.

Dan Scratch
02
13.6.2011, 11:39

Gerätst du bei solchen Artikeln in Panik?

Ich nicht.

StF753
010
13.6.2011, 10:49

Nunja, Strontium lagert sich in die Knochen ein. Wenn es jetzt radioaktiv ist, feuert es fröhlich mit einigermaßen hoher Aktivität ß-Strahlung direkt in die Zellen, welche das Blut erzeugen (Knochenmark).

Ich denke ein bisschen Beunruhigung ist gerechtfertigt...

mala leche
19
12.6.2011, 23:13
Wo sind bitte all die Atom-Experten, wenn über Strontium nahe der Meerwasseraufnahme des AKWs berichtet wird,

aber im nächsten Absatz dieses nur im Grundwasser von Block 1 und 2 "entdeckt" wurde? - Ich frage mich, was unterscheidet das Grundwasser von Block 1+2 gegenüber Block 3+4? Geologisch wird das wohl nicht zu erklären sein. - Wo seid ihr denn 3 Monate nach euren Beschwichtigungen?

fritz1004
02
13.6.2011, 11:39

"Geologisch wird das wohl nicht zu erklären sein."
Doch, die Erklärung ist wahrscheinlich eine hydrogeologische. Wenn kont. Wasser von Block 1 und 2 ins Grundwasser gesickert ist, von 3 und 4 nicht, und die Grundwasserströmung von Block 1 und 2 nicht in Richtung 3 und 4 geht, ist es dort sauber. In Strömungsrichtung des Grundwassers kann sich eine Verunreinigung sehr weit ausbreiten, gegen die Strömungsrichtung gar nicht.
Jedenfalls wird das Grundwasser ins Meer strömen. Zu hoffen ist, daß die Sand und Kiesoberflächen unterhalb des Grundwasserspiegels den größten Teil der Schadstoffe binden können.

mala leche
00
13.6.2011, 16:45

Danke für ihre sachliche Antwort. Mögen sie mit ihren Vermutungen richtig liegen. Ich glaube aber nicht, dass Sand und Kiesel Strontium binden können!

fritz1004
00
14.6.2011, 23:29

Zu welchem Grad da eine Bindung möglich ist, weiß ich nicht. Da aber Ionenaustauscherfilter aus bestimmten vulkanischen Gesteinen (Zeolith) zur Wasserreinigung verwendet werden (auch bei Radionukleiden), und Japan viel vulkanisches Gestein hat, hoffe ich das. Bei chemischer Grundwasserverunreinigung jedenfalls gibt es diesen Effekt, auch bei den bei uns üblichen Böden.

Quatremère
10
13.6.2011, 17:53
dann sollte man dort einen friedhof errichten.

weil die knochen können's ja binden :)

verleih nix
30
13.6.2011, 11:31

offensichtlich dient der hinweis auf den fund im grundwasser rein der panikmache. nicht umsonst fehlt jeder hinweis auf ort (hausbrunnen des akw?) und dosis/grenzwert.

Josef Handt
82
13.6.2011, 10:29

Gähn... Immer dasselbe...

Wo sind denn all die Atomexperten, die vor 3 Moanten prophezeit haben dass der Grossraum Tokyo auf tausende jahre unbewohnbar sein wird, dass die AKW-Arbeiter allesamt innerhalb kuerzester Zeit sterben werden (Kromp) etc etc?

Die "Beschwichtiger" (wie u.A. ich) haben darauf hingewiesen dass es in Japan 20000 Tsunami-Tote gibt und bislang 0-<10 Tote vom AKW Unfall (ich weiss nicht ob bei der Wasserstoff-Explosion des Gebaeudes jemand ums Leben gekommen ist), und bei diesen <10 wird es im besten Fall auch bleiben. Die heutige Meldung zerstoert diese Hoffnung jedenfalls nicht.

jedi knightr
00
15.6.2011, 13:40

Wo sie aus dem mittlerweile langsamer gwordenen Nachrichtenfluss aus Japan positives rauslesen können bleibt mir ein Rätsel. Ausserdem dauert das etwas bis sich die Folgen von Verstrahlung zeigen.

karlheinz marilyn, supersauber
12
12.6.2011, 23:02
weitergehen, meine herrschaften! hier gibt es nichts zu schauen!

Sozialdemokrat38
310
12.6.2011, 23:00
Billige Panikmache!

Die von der Sensationspresse immer wieder geäußerten Horrormeldungen lösen bei Kennern der Materie und Atomforschern nur mehr ein müdes Lächeln aus. Im Zuge des Tsunamis kam es in Fukushima zwar zu einer durchaus ernsten Havarie (lt IAEO gilt hierüfr noch immer INES-5, die Japaner dramatisieren mit INES-7 unnötigerweise). Diese war aber nach wenigen Tagen komplett unter Kontrolle. Seither entweicht keine Strahlung mehr. Die vor Ort gemessenen Strahlenwerte sind so gering, dass de facto kaum eine Gefahr für die Gesundheit besteht. Jedenfalls nicht mehr als bei einer täglichen Handynutzung. Wo ist da das Problem, außer dass ein paar Gazetten Schlagzeilen zum Anheizen des Vertriebs brauchen???

Trevor Goodchild
04
13.6.2011, 15:00
Posten Sie live aus Fukushima?

Wenn nicht, dann bitte ich Sie, diesen verantwortungsvollen Job für uns zu übernehmen. Nur wenn Sie sich täglich direkt aus den havarierten Reaktoren (von welchen ja eh keine Gefahr ausgeht) melden, können wir wieder Vertrauen in die Atomkraft fassen.

fritz1004
15
13.6.2011, 10:04

"The International Atomic Energy Agency (IAEA) can confirm ..... Level 7 rating for the accident at the Fukushima Daiichi nuclear power plant."
http://www.iaea.org/newscente... 20411.html
Frequenz Gammastrahlung: 10^20-10^21 Hz
Frequenz Mikrowellen (Händy) : ca. 10^10 Hz
Frequenz, damit Energiegehalt von Gamma also 10 Milliarden mal höher als Mikrowelle.
Einfach ausgedrückt: Das Händy strahlt nicht radioaktiv, auch nicht schwach radioaktiv (und wenn, dann nicht mehr als jede andere Materie, und unabhängig davon, ob es eingeschaltet ist)

Wasser
15
13.6.2011, 06:12
dümmer geht`s bald nimmer....

Tun Sie der Menschheit einen Gefallen und ziehen Sie nach Tschernobyl oder Fukushima um - und bitte schön ganz dicht an den Reaktor. Dann werden ihre absurden postings rasch von selbst aufhören.
Einige Sievert pro Stunde - na, tickts jetzt bei Ihnen ????

Trevor Goodchild
07
13.6.2011, 15:05
Sozialdemokrat38 (in Wahrheit ein neoliberaler Atomlobby - Troll) der Sonderklasse,

postet seinen Unsinn seit Beginn der Katastrophe mit erschreckender Beständigkeit.

Er ist uns allen ein liebgewordenes und lebhaftes Beispiel für die menschliche Dummheit und LernUnfähigkeit, sowie für die Käuflichkeit des Menschen. Auch seine Kollegen "Nukularteilchen" und "General Kornwell", ebenfalss leuchtende Beispiele von Menschen seines Schlages posten munter mit, nur unter anderem Namen.

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