Weiter mehr als 90 000 Menschen in Notlagern

11. Juni 2011, 08:39

Drei Monate nach Megabeben, Tsunami und der folgenden Atomkatastrophe

Tokio - Drei Monate nach dem Megabeben, Tsunami und der folgenden Atomkatastrophe in Fukushima leben in Japan noch immer mehr als 90 000 Menschen in Notunterkünften. Zwar wurden inzwischen rund 28 000 Behelfsunterkünfte für die Opfer gebaut, doch werden noch Tausende weitere benötigt, wie örtliche Medien am Samstag berichteten. Erschwert wird dies durch noch immer herumliegende Trümmerberge. Unterdessen demonstrierten am Samstag in mehreren Städten des Landes Menschen für Alternativen zur Atomenergie.

Fast 120 000 Menschen in den mit am schwersten betroffenen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima haben infolge der Katastrophe ihren Arbeitsplatz verloren, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Es gebe derzeit jedoch nur 49 000 Jobangebote. Unterdessen reiste der innenpolitisch unter Rücktrittsdruck stehende Ministerpräsident Naoto Kan erneut in die Katastrophenregion. Die Opposition sowie Kritiker im eigenen Lager werfen ihm Missmanagement in der Krise vor und fordern seinen sofortigen Rücktritt vom Amt des Premiers.

Seit Beginn der Dreifach-Katastrophe sind rund 15 400 Tote geborgen worden, rund 8100 Menschen gelten weiter als vermisst. Die Reparaturtrupps in der Atomruine in Fukushima kämpfen weiter gegen Millionen Liter inzwischen verseuchten Wassers, mit dem die Reaktoren gekühlt werden sollen. Zugleich nimmt die Sorge der Menschen vor den weiter austretenden radioaktiven Strahlen zu. Es dürfte noch mehrere Monate dauern, bis die Situation in dem havarierten Atomkraftwerk unter Kontrolle ist. (APA)

andre skala
05
12.6.2011, 10:13
ein skandal

und das in einem der reichsten länder der erde, einem hochtechnologieland. da sieht man es wieder, was menschen einem regime wert sind, nämlich gar nichts, wenn es drauf ankommt, zu helfen. zum glück protestieren jetzt die menschen auf den straßen von Tokyo, war an der zeit. protest gegen den gierigen AKW betreiber TEPCO sogar schon landesweit! Bravo!

yokozuna
03
12.6.2011, 16:38
Ein Hochtechnologieland

ist Japan schon. Das größte Problem sind die Betreiber des Produkts der hohen Technologie ohne Anstand und Gewissen.

Glaubt nicht, dass die Proteste gegen AKW in Japan gleich etwas bringen. Viele Japaner glauben, Demonstration ist etwas für Kommunisten. Solche Leute kritisieren über die gestrigen Proteste gegen AKW.

Die Liberaldemokraten in Japan haben früher linkspolitische Aktionen bzw. linke Parteien unterdruckt. Als die kommunistische Partei im Jahr 2007 vor der Unsicherheit des AKWs Fukushima gewarnt haben, ignorierte die Regierung dies völlig.

gaisbock
00
11.6.2011, 21:34
kämpfen weiter

gegen Millionen Liter inzwischen verseuchten Wassers, mit dem die Reaktoren gekühlt werden sollen. Zugleich nimmt die Sorge der Menschen vor den weiter austretenden radioaktiven Strahlen zu. Es dürfte noch mehrere Monate dauern, bis die Situation in dem havarierten Atomkraftwerk unter Kontrolle ist.
Das ist ein Ansage!

pago1
01
11.6.2011, 20:46
und die kraftwerke

strahlen und strahlen und strahlen

sturmy
01
12.6.2011, 12:09
in die strahlende Zukunft, wir haben doch alles im Griff.....

Gerhard Ingolf
31
12.6.2011, 12:05

Sie strahlen immer weniger und immer weniger und immer weniger!

Wenn Sie sich die aktuellen Messwerte rund um das Kraftwerk ansehene und mit den früheren Werten vergleichen (www.mext.go.jp) sehen Sie, dass die Strahlung sowohl innerhalb als auch außerhalb der 20km- Zone abnimmt! Also bitte nicht immer auf Panik machen.

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