Inzko hob Strafmaßnahmen gegen 92 Personen auf

10. Juni 2011, 19:08

Standen unter anderem unter Verdacht flüchtigen Haager Angeklagten Hilfe geleistet zu haben

Sarajevo - Der internationale Bosnien-Beauftragte, Valentin Inzko, hat am heutigen Freitag Strafmaßnahmen gegen 92 Personen aufgehoben. Sie waren verdächtigt worden, zum Netz von Helfern der flüchtigen Haager Angeklagten gehört zu haben oder aber die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens zu obstruieren. Laut Medienberichten waren 58 Personen verdächtigt, als Helfer der Haager Angeklagten fungiert zu haben.

Die Entscheidung über die Aufhebung der Sanktionen argumentierte Inzko mit der Tatsache, dass die beiden jahrelang gesuchten Angeklagten, der frühere Präsident der Serbischen Republik Radovan Karadzic und sein früherer Militärchef Ratko Mladic, inzwischen im Gefängnis des UNO-Kriegsverbrechertribunals seien. Das Eigentum des früheren politischen Chefs der kroatischen Serben Goran Hadzic, des noch einzigen flüchtigen Haager Angeklagten, in Bosnien-Herzegowina bleibt nach Worten Inzkos eingefroren. (APA)

Kommentar posten
24 Postings
freelance
00
11.6.2011, 09:46
Begründung?

Vranz & Vritz, eine Bubengeschichte
 
25
10.6.2011, 21:01
Inzko scheint so eine Art Kaiser zu sein, der Gnaden verteilt

Kaiser von EU Gnaden. Kalif des EU Großreiches, oder wie man jetzt zu sagen beliebt "Hoher Repräsentant".Vermutlich verleiht er auch Orden und vergibt Lehen. Wie halt die EU Fürsten so sind. Mittelalterlich.

Superserbe
00
11.6.2011, 15:42
nein, dass ist er nicht ...

weder haben die betroffenen familien gewartet, bis die westbanditen zuschlagen, noch kenn ich einen einzigen "staatsbetrieb" bosniens im serbischen nachfolgestaat ...

das ist alles theater, nachdem er für sein geschwafel vom friedensrat eine auf die finger und von ashton einen eu-sachwalter bekommen hat ...

da will nur ein unwichtiger wurm seine karriere retten ...

zumindest glaubt er das allen ernstes, dass er nicht nach austerlich zurück muss ...

mfg

rasenmähermann
20
11.6.2011, 00:18

Nachdems die Bewohner Bosniens das Ganze selber nicht auf dir Reihe kriegen...den Balkankrieg, den haben die schon selber angefangen, da hat es keine EU gebraucht.

HisHasH
01
11.6.2011, 02:40
eh nicht

... die damalige EG hat auch schon gereicht ;-)

Der Töpfer
00
11.6.2011, 07:36

Quatsch. Österreich war Schuld!

Yossarian
22
11.6.2011, 07:46

Österreich und andere Länder haben zumindest die Gegner eines gemeinsamen Jugoslawiens stark unterstützt.

do ut des!
02
11.6.2011, 11:34

warum auch nicht?

österreichs politische, aber vor allem wirtschaftliche interessen, hinsichtlich slowenien und kroatien sollen sicher nicht weniger gelten als jene von serbien!

Superserbe
01
11.6.2011, 15:37
natürlich gelten sie weniger ...

weil dort serben leben und weil man die hauptlast trug, euch - gott sei dank - loszuwerden ...

mfg

do ut des!
10
11.6.2011, 21:27

ach ja ich vergaß, überall wo serben wohnen ist ja serbien...

...wobei, so viele serben wohnen doch gar nicht mehr zb. in der kraijna oder ostslawonien?! da sind auch übers jahr gesehen mehr österreicher und deutsch auf urlaub in kroatien.

und bitte werden sie erwachsen - heut zu tage geht es nicht mehr darum irgend jemand "los zu werden" (ausser vielleicht serbische aggressoren), sondern die wirtschaftliche zusammenarbeit zu fördern. und glauben sie mir, die slowenen und kroaten machen liebend gern mit uns geschäfte. da brauchts keine ewiggestrige superserben mit ihren peinlichen großmachtsphantasien.

doris klie
02
14.6.2011, 11:56

mein gott, dieses ewige hauptargument von wegen großserbien... schöne schwarz-weiße welt...

nur mal am rande: gesetz dem falle dass sich südtirol wieder österreich angliedert, ist dann folgerichtig von einem großösterreich die rede??

und schön zu wissen dass anscheinend österr. wirtschaftl. interessen entweder kaltblütig oder kurzsichtig sind... denn wen das duo mock/genscher fakten schafft ohne dass sich zuvor die beteiligten am grünen tisch geeingt haben stellt dass in der tat ein problem dar... zumindest für eine seite...
aber dies ist wohl nur ein weiteres kapitel in der jahrhundertlangen, verfehlten, österr. balkanpolitik...

do ut des!
10
14.6.2011, 13:37
serben hatten den drang, als erstes zur waffe zu greifen!

wie kommen sie auf verfehlte balkanpolitik?
im gegenteil - extrem nachhaltig und zum wohle der überwältigenden mehrheit der menschen des ehemaligen völkerkerkers jugoslawien, gereichen die ehrvollen bemühungen österreichs!

österreich ist glücklich,
slowenien ist glücklich,
kroatien ist glücklich,
alle gebiete des balkans sind glücklich oder werden es noch - wie etwa kosova, presevo-tal, vojvodina und der sandjak...

...ach nein, ein kleines unbedeutendes land, mit einer nicht vernachlässigbaren anzahl an nationalistischer kleingeister ist totunglücklich - wie furchtbar!

wobei eh immer mehr serben die vergangenheit aufgearbeitet und hinter sich gelassen haben. anscheinend noch viel zu wenige!

Bonair
00
wie etwa kosova, presevo-tal, vojvodina und der sandjak...

Erstens haben Sie eine etwas perverse Auffassung von "Glück", zweitens zeugen Ihre Aussagen gut davon wes rückständigen Geistes Kind Sie sind...

doris klie
01
14.6.2011, 14:50
heben sie ihren kopf, dann können sie über den tellerrand hinausblicken ;)

äußerst aufschlussreich ihre konfliktlösung - falls sie kinder haben, erklären sie denen auch das es wichtiger ist das die mehrheit zufrieden ist anstatt dass alle zufrieden sind?? wissen sie was man unter kompromiss versteht??

von welcher nachhaltigkeit sprechen sie? dass man eine un-resolution brechen muss um mit rießigen finanzhilfen ein protektorat zu finazieren?

mit dem "unbedeutenden" land mit einer "vernachlässigbarer anzahl an totunglücklichen" beschreiben sie einzig nur bosnien! diese haben null perspektiven und auch keine sponsoren wie kosovO.

das sind für sie ehrvolle bemühungen? nein danke...

ps. auch österreich wird gelegentlich der terminus des vielvölkerkerkers angelastet... ist ihnen das bekannt?

do ut des!
10
14.6.2011, 17:12
teil 2; es war legitim, dass österreich die unabhängigkeit von cro&slo unterstützte!

das sind zwei relativ homogene ehem. teilstaaten, die nur ihr recht auf selbstbestimmung wahrnehmen wollten. aber, bosnien mit seinem kärntner mini-diktator ist eine katastrophenlösung und zu verurteilen!

zum letzten einwand:
der österreichische vielvölkerstaat entstand zu einer zeit, in der keine rede war von einem nationalen verständnis der völker. nach den gesellschaftspolitischen umwälzungen im zuge der aufklärung aber auch panslawistischer tendenzen im 19. jhd. musste man natürlich auch hier von einem völkerkerker sprechen. das dies viel zu spät erkannt wurde (erst unter dem letzten kaiser) – hatte, wie sie sicher wissen, auch erhebliche auswirkungen. auch der südtirolfall ist ganz anders gelagert – dann noch 90 jahre her...

doris klie
02
14.6.2011, 18:23

würden sie aus heutiger sicht die k&k monarchie als völkerkerker bezeichnen?

die südtirolfrage mag anders gelagert sein, trifft jedoch den kern der sache. versuchen wirs anders: klammert sich madrid an ein großspanien weil sie die basken und katalonen nicht ziehen lassen? was ist mit deren selbstbestimmung?

und zuguter letzt: die anerkennung kroatiens und bosniens durch GER und AUT war zu diesem zeitpunkt NICHT legitim.
1. einmischung in innere angelegenheiten jugoslawiens mit schwerwiegenden folgen
2. schlussakte von helsinki 1975

kro war alles andere als ethnisch homogen. erst 1995 war es soweit.
kro + bih hätten sich mit rest yu ohne einmisching über grenzen usw einigen müssen und dann hätt man sie immer noch anerkennen können!

do ut des!
10
14.6.2011, 20:42
ad anerkennung

das selbe in grün, nur dass ein völkerrechtswidriges verhalten vor dem krieg statt fand...

...alles für die würste, wie vorhin festgestellt! es ging österreich um stärkere wirtschaftliche beziehungen, die unter einem jugoslawien bis dahin nicht möglich waren. serbien hat aber auch seinen starken beitrag dazu geleisten, indem sie ein gedeiliches zusammenbleiben in der föderation aufgrund von benachteiligungen bei der mitsprache verunmöglichte - moralisch verständlich, dass sich einige teilstaaten haben helfen lassen bei der sezession. im übrigen ist so gut wie jede staatswerdung von einem revolutionären schleier umhüllt. das dabei so viele menschen sterben mussten, war aber vor allem dem hass geschuldet, der sich über jahrzehnte aufbaute.

do ut des!
10
14.6.2011, 20:29
ad: spanien/südtirol

die „selbstbestimmung der völker“ war ja nur eine naive wunschvorstellung des amerikanischen präsidenten nach dem 1. wk! de facto kam dieses prinzip nur wenigen neuen staaten zugute, niemals aber bevölkerungsgruppen der unterlegenen kriegsparteien. sie sehens ja selbst zb bei der republik srbska oder dem nördlichen teil kosovos. südtirol bekam italien quasi als morgengabe, zum kriegseintritt in den 1. wk von der entente überreicht, obwohl die bevölkerung bis zur salurner klause nur deutsch sprach.
das ist – wie ich heute schon mal angedeutet haben - ein systemimmanentes problem des völkerrechts - dass es erstens zahnlos ist und zweitens nur beachtung findet, wenn es genehm ist.

do ut des!
10
14.6.2011, 20:26

natürlich, die k&k monarchie wurde erst mit dem ausgleich mit ungarn mitte des 19.jhd. als weiterführung des österreichischen kaiserreichs installiert. kurz davor waren schon etliche unruhen und aufstände der verschiedenen völker. kaiser franz j. meinte jedoch, die nationalen befindlichkeiten seien nur eine kurzzeitige neumodische erscheinung und regierte in der folge sehr ingnorant. die ungarische reichshälfte heizte die unzufriedenheit im reich noch weiter an, in dem sie ihrem reichsteil mit aller gewalt das magyarentum aufzwingen wollte. ja, die k&k monarchie war DAS paradebeispiel eines völkerkerkers - das aber eine erstaunlich hohe wirtschaftliche integration aufwies. darum bestehen auch immer noch viele wirtschaftliche verbindungen...

do ut des!
10
14.6.2011, 20:58

das selbe in grün, nur dass ein völkerrechtswidriges verhalten vor dem krieg statt fand...

...alles für die würste, wie vorhin festgestellt! es ging österreich um stärkere wirtschaftliche beziehungen, die unter einem jugoslawien bis dahin nicht möglich waren. serbien hat aber auch seinen starken beitrag dazu geleisten, indem sie ein gedeiliches zusammenbleiben in der föderation aufgrund von benachteiligungen bei der mitsprache verunmöglichte - moralisch verständlich, dass sich einige teilstaaten haben helfen lassen bei der sezession. im übrigen ist so gut wie jede staatswerdung von einem revolutionären schleier umhüllt. das dabei so viele menschen sterben mussten, war aber vor allem dem hass geschuldet, der sich über jahrzehnte aufbaute.

do ut des!
10
14.6.2011, 17:10
kompromisse? wer zu spät kommt den bestraft das leben!

meinen kindern würde ich erklären, dass wenn ein land meint, seine interessen mit waffengewalt durchsetzen zu müssen, aber alle kriege verliert, dann hat dies aus der erfahrung heraus jedenfalls schwerwiegende konsequenzen.

sie haben recht! gerecht im herkömmlichen sinn ist dies für das unterlegene land niemals – u.a. müssen bis heute auch viele unschuldige serben in bosnien und kosovo(a) unter den folgen leiden!

in der gesamten menschheitsgeschichte aber, haben noch niemals gerechtigkeit, un-resolutionen, oder überhaupt völkerrecht für die unterlegene kriegspartei gegolten.

weshalb ausgerechnet für serbien?

österreich und nicht wenige andere staaten wissen wie sich das anfühlt!

Hofratswitwe aus dem ersten Bezirk
 
23
11.6.2011, 00:34
Großer Irrtum

Der Balkankrieg wurde im Ausland geplant. Ohne moralische und materielle Unterstützung der EU und der Saudis wäre Jugoslawien heute noch existent.

onlooker
00
11.6.2011, 11:46
und würde so etwas in kanada passieren(quebec)

müssten die jeden cent, den sie von der bundesregierung je erhielten, zurück zahlen, das hat kanada in den siebziger jahren denn damaligen befürwortern einer abspaltung angedroht, und die usa hätten dem sicher zugestimmt, in fakt, die usa haben den quebecoise mitgeteilt, dass sie keine dritte sprache im land haben wollen, spanisch ist ja sehr dominant in gewissen staaten, die wollten nicht ein französiches problem dazu haben,
also was für ein land gilt, sollte in einem anderen land gesetz sein,

na habedere
11
11.6.2011, 11:32
das Ausland ist schuld, wie immer und überall

zu blöd, dass man überhaupt noch selber schießen muss ...

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