Karriereexperten: Zwischen den Sprossen

10. Juni 2011, 17:33

Welche Ziele und Wünsche werden bei der Karriere verfolgt?

Karriere, Management, Führung - dafür ist jeder Experte, dazu hat jeder eine Meinung. So entstehen Helden, Schurken, Gurus. So entstehen Überhöhungen, Abwertungen, Anleitungen. So entstehen Gewinner, Verlierer, Machtzuordnung und Ohnmachtsgefühl. Es ist ja auch ein jeder in einer Form betroffen.

Wir haben jetzt, nach drei Jahren Pause, wieder die Wissenschaft, die Karrierenforscher an der Wiener Wirtschafts-Uni, um ihre Forschungsergebnisse gebeten. Es geht nicht um Meinungen, sondern um Hard Facts: Steht die alte Karrierenleiter als Sinnbild noch? Wenn ja: Welche Ziele, Wünsche, welche Dimensionen liegen zwischen den Sprossen? Oder sitzen wir alle in einem Ringelspiel, manche wollen aussteigen, manche schneller, andere langsamer drehen? (Karin Bauer/DER STANDARD; Printausgabe, 11./12./13.6.2011)

Post(er)
12
11.6.2011, 11:11

Ein kurzer Artikel, aber alle Hard Facts sind nutzlos, solange die Willkür, statt dem genauen Lesen des Lebenslaufes, überwiegt. Aber die Lebensläufe anzuerkennen ist ein Problem, vor allem für sogenannte Personalchefs, denn für die entsteht dabei meist kein eigener Vorteil. Es ist nahezu sinnlos über Gewinner und Verlierer zu sprechen, wenn reine Willkür besteht. Für Frauen bringt das Vorteile, weil dann ein Ex-Kindermädchen plötzlich beruflich mehr erreichen kann, als eine kompetente Person zB aus dem Bereich der Technologie. Ein Spiel ohne Regeln. Und trotzdem soll man sich mit dem Lebenslauf bewerben, oder auch nicht. Facebook-Foto reicht vielleicht auch? Der Rest ist doch egal. Wir sind "Familien"-unternehmen.

Mork vom Ork
01
13.6.2011, 01:25

Vielleicht hat der Personalist auch einfach nur mitbekommen, dass sie anscheinend ein Problem mit Frauen haben? Soft Skills gehören halt auch dazu ...

RS69
 
41
11.6.2011, 17:14

Ein Lebenslauf ist eine selbstgeschriebene Werbebroschüre.

Warum nicht das "Ex-Kindermädchen" nehmen, jedenfalls hat es ja gelernt, einen Haufen Leute mit immer wieder Problemchen zu managen.

Eine "kompetente Person aus der Technologie" kann besser, aber auch viel schlechter geeignet sein. Je nach Anforderung - aber vor Allem je nach konkreten Personen.

Aus dem Posting ist jedenfalls wenig wertschätzung für Andere, viel Überheblichkeit, und wenig Verständnis für die Anforderungen einer Führungsposition abzulesen. Ich würde da möglicherweise dann doch eher in Richtung "EX-Kindermädchen tendieren, sofern sie halbwegs geeignet ist.

Post(er)
21
11.6.2011, 17:42

"Aus dem Posting ist jedenfalls wenig wertschätzung für Andere"

genau das meine ich: wenn Ex-Kindermädchen plötzlich Leuten bevorzugt werden, die lange Zeit einen Beitrag geleistet haben, um die Arbeitsplätze ANDERER zu sichern und ermöglichen.

Heute ist viel zu viel oberflächliche Willkür vorhanden, aber den Arbeitgebern kommt das gelegen, weil man so das Gehalt besser niedrig halten kann. Die Gewinner sind also nicht unbedingt echte Gewinner.

RS69
 
11
11.6.2011, 18:12

Beförderung ist keine Belohnung für vergangenes Verhalten - dafür sind Sie sowieso bezahlt worden.

Es macht mehr Sinn, die Stelle danach zu besetzen, wer die zukünftigen Aufgaben besser erfüllen kann.

Es trifft Sie hart in Ihrem Stolz, dass "Ex-Kindermädchen" auch für manches besser qualifiziert sein können als Techniker? Es gibt übrigens auch Technikerinnen (sogar exzellente) und tolle Managerinnen unter den "Ex-Kindermädchen".

Geburt und Kinderbetreuung senken ja weder den IQ noch reduzieren sie die Qualifikation.

Wieder einer, der es schlecht aushält, dass auch mal Frauen qualifizierter sind als Sie?

Post(er)
11
11.6.2011, 19:14

Sie schreiben: "Ein Lebenslauf ist eine selbstgeschriebene Werbebroschüre. "

Vielleicht Ihrer. Meiner nicht.

RS69
 
01
11.6.2011, 19:49

Was wollen Se sage?

Sie haben Ihren Lebenslauf nicht selbst geschrieben?

Oder stehen nicht ausreichend viele beeindruchkende Dinge drinnen?

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