AKW-Abschaltungen: Wirtschaftsminister warnt vor Stromengpass

10. Juni 2011, 11:24

"Ernsthafte Folgen für die japanische Wirtschaft" befürchtet - Erhöhte Strahlenbelastung in Teeblättern in größter Anbauregion südwestlich von Tokio gemessen

Tokio - Japans Wirtschaftsminister Banri Kaieda hat angesichts zahlreicher abgeschalteter Atomkraftwerke im Land vor einer Stromknappheit gewarnt. Es drohe ein Rückgang der Energieproduktion, sollten die Energiekonzerne ihre Meiler im von dem Tsunami am 11. März verschonten Westen des Landes nicht bald wieder hochfahren dürfen, sagte Kaieda Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Jiji zufolge am Freitag vor Journalisten. Dies könne "ernsthafte Folgen für die japanische Wirtschaft" haben, die ihre Produktion von der Unglücksregion in andere Teile des Landes verlegt habe oder noch verlegen wolle.

Seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima als Folge eines starken Erdbebens mit anschließendem Tsunami sind nur rund 20 der mehr als 50 japanischen Atomreaktoren in Betrieb. In der Unglücksregion im Nordosten des Landes wurden rund 15 Reaktoren beschädigt oder vorsichtshalber heruntergefahren. Weitere Reaktoren in anderen Landesteilen sind wegen Instandhaltungsmaßnahmen nicht in Betrieb oder durften nach Wartungsarbeiten ebenfalls als Vorsichtsmaßnahme nicht wieder ans Netz gehen.

Erhöhte Strahlenbelastung

In der größten japanischen Anbauregion für grünen Tee südwestlich der Hauptstadt Tokio stellten die Behörden indes eine erhöhte Strahlenbelastung an Teeblättern fest. Ein Händler habe getrocknete Blätter zurückrufen müssen, nachdem ein Cäsium-Wert von 679 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden sei, teilten Vertreter der Präfektur Shizuoka mit. Erlaubt ist eine Belastung von maximal 500 Becquerel pro Kilogramm. Die Strahlung sei wahrscheinlich auf den Unfall in Fukushima zurückzuführen, hieß es. (APA)

Keyser
02
10.6.2011, 18:06

Nun, wenn die Japaner jetzt schlau sind, dann werden sie mit Hochdruck neue Technologien entwickeln, um sich von der Atomkraft verabschieden zu können.

Zudem, wenn diese etwas dem entsprechend effizientes Entwickeln, hätte es in weiterer Folge auch Vorteile, für den Rest der Welt.

Man stelle sich vor, Japan würde zum Weltführer in erneuerbaren Technologien, das hätte eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung.

Was guckst du, lieber Standard Leser, liebe Standarf Leserin, man wird doch wohl noch träumen dürfen?

Mathias
 
00
10.6.2011, 14:20
AKW-Abschaltungen: Wirtschaftsminister warnt vor Stromengpass

Jetzt müssen die Japaner auch mit Energiesparprogrammen anfangen.

Sollte es in Büros und Schulen zu warm werden - Stromsparen und Klimaanlagen nicht einschalten! - dann müssen sich die MitarbeiterInnen einfach sommerlicher kleiden dürfen.

Bikinis und Badehosen sparen schon sehr viel Klimaanlagenstrom ;-)

nix fir unguad
21
10.6.2011, 18:04
Die restliche Welt kann sehr viel von Japan über Energiesparen lernenn

Wenn sie auch Zeitungen lesen würden, dann hätten Sie mitbekommen haben dass der Krawattenzwang in den Büros aufgehoben wurde.
Ihr Posting ist eigentlich beleidigend und zeigt von Unwissenheit.

Mathias
 
01
14.6.2011, 11:10
Wenn Sie ein Hirn hätten,

dann hätten Sie mitbekommen, daß die Aufhebung des Krawattenzwangs noch keine Erleichterung bringt, wie sommerliche Kleidung genehmigen!

Krone lesen bildet nicht!!

A ndreas Bogeschdorfer
05
10.6.2011, 13:20
Wer sich mit Hunden ins Bett legt, wacht mit Flöhen auf.

Es zeigt sich derzeit überall das Versäumnis eines Ausstiegs aus der AKW-Technologie.

Denn überall dort wo man sich von dieser Technologie abhängig gemacht hat, kommt man ins Schlingern wenn Probleme auftauchen.

In Japan sind es die Folgen von Beben und Tsunami, in Frankreich die herrschende Trockenheit.

Atomkraft ist letztlich unkontrollierbar und nicht nur Unfälle, sondern auch andere Einflussfaktoren können die Energiesicherheit ganzer Regionen gefährden, wenn man sich abhängig macht von solchen "Lösungen".

Ja bitte
10
11.6.2011, 01:14
Besser einen Hund im Bett

und ein paar Flöhe, als in einer kalten Winternacht erfrieren. - Vor 100Jahren wusste man sowas bei uns noch, heute sind wir offenbar zu dekadent geworden um ans Überleben zu denken :-(

Ja bitte
11
11.6.2011, 01:11
Ach geben Sie doch nicht so an mit den von

Leuten wie Ihnen bevorzugten "Lösungen".
In Deutschland wurde gerade die Leistung von 8GW AKW durch 6-7GW Strom aus Kohlekraftwerken und ein bisschen Atomstromimport aus Tschechien und Frankreich ersetzt. Mit der klitzekleinen Konsequenz, dass dadurch nicht nur Deutsches Geld an (ach so phöse AKW im) Ausland verschenkt wird sondern dazu noch 600-800 Menschen MEHR pro JAHR(!) durch Feinstaub u. NOx sterben. Volksmord auf Steuerzahlerkosten. - Ist wohl Teil Ihrer Vorstellung von der "Endlösung".

Grammelschmalzbrot
03
10.6.2011, 12:20
Die Strahlung sei wahrscheinlich auf den Unfall in Fukushima zurückzuführen, hieß es.

Das hoffen wir natürlich alle ... den alles ander würde Bedeuten das sie noch wo anders einen bisher unbemerkten Supergau haben.

;-)

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