Krebs an zweiter Stelle - Deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen -
Wien - Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren in Österreich auch im Jahr 2010 die bei weitem häufigste Todesursache. 43 Prozent aller Sterbefälle waren wie schon 2009 darauf zurückzuführen. An zweiter Stelle lagen Krebsleiden, die für 26 Prozent aller Todesfälle verantwortlich waren. Das gab die Statistik Austria am Freitag bekannt.
Bei Frauen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar etwas über 48 Prozent der Todesfälle verantwortlich, bei Männern hingegen für gut 37 Prozent. 6,8 Prozent aller Todesfälle waren auf akute Herzinfarkte zurückzuzuführen, wobei hier mehr Männer betroffen waren. Bei Krebs gab es ebenfalls deutlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Bei 28,5 Prozent der verstorbenen Männer und knapp 23 Prozent der Frauen war er die Todesursache.
77.199 Personen
Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (5 Prozent), Krankheiten der Verdauungsorgane (4 Prozent), sonstige Krankheiten (16 Prozent) sowie nichtnatürliche Todesursachen - vorwiegend Verletzungen und Vergiftungen (5 Prozent). Insgesamt sind nach Zahlen der Statistik Austria im vergangenen Jahr 77.199 Personen mit österreichischem Wohnsitz gestorben, 52 Prozent von ihnen waren Frauen. Beinahe 90 Prozent der Verstorbenen waren über 60 Jahre alt. "Berücksichtigt man die zahlenmäßig wachsende Bevölkerung und ihre kontinuierliche Alterung, so sank die Sterblichkeit in den letzten zehn Jahren altersstandardisiert um 14 Prozent", teilte die Statistik Austria mit.
Außerdem starben 2010 rund 800 Personen, die im Ausland wohnhaft waren - 70 Prozent waren Männer. Sie machten rund ein Prozent aller Sterbefälle in Österreich und traten vor allem in tourismusstarken Gebieten auf. Die häufigsten Todesursachen war auch in dieser Personengruppe Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 42 Prozent. An zweiter Stelle standen Unfälle, die für rund ein Viertel der Sterbefälle verantwortlich waren. (APA)