UNO-Ziel

Aidsmittel für 80 Prozent der Infizierten

10. Juni 2011, 09:27

Universeller Zugang zu Aids-Medikamenten soll bis 2016 Realität sein

New York - Die Vereinten Nationen wollen dafür sorgen, dass mindestens 80 Prozent aller behandlungsbedürftigen HIV-Infizierten weltweit bis 2016 die lebensverlängernden Medikamente erhält. Das Ziel, den "universellen Zugang" zu Aidsmitteln einzuführen, wurde am Donnerstag von einer hochrangigen HIV/Aids-Konferenz in New York bekräftigt. Es soll am Freitag zum Abschluss der Tagung in Form einer Erklärung verabschiedet und von allen Teilnehmern, darunter auch mehr als 30 Staats- und Regierungschefs, unterzeichnet werden.

Das Vorhaben fordert seinen Preis. Nach Angaben des Global Fund, dem größten Geldgeber im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose, muss die internationale Gemeinschaft etwa 23 Milliarden Dollar (15,7 Mrd. Euro) aufbringen, um die Zielgruppe von 15 Millionen HIV-Infizierten zu behandeln. Damit soll ach die Immunschwäche-Epidemie eingedämmt werden. Jüngste Studien zeigen, dass die Aidsmittel das Ansteckungsrisiko für Sexpartner von behandelten Infizierten um mehr als 90 Prozent senken.

Für die Kosten des Programms kommen vor allem die Industrieländer, aber zunehmend auch Schwellenländer auf. Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise seien die Einzahlungen in den Global Fund in den vergangenen zwei Jahren allerdings insgesamt zurückgegangen, bedauerte ein Sprecher. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 65
1 2
Aus mir hätte was werden können
20
13.6.2011, 13:24
Wieder ein Tummelplatz

für so genannte "Aufklärer".
Übrigens, findet man in deutschen Blättern (Spiegel, SZ) nicht derart penetrant, auch ein Zeichen unseres abgestandenen provinziellen Miefs.

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30
11.6.2011, 06:32

Ziel sollte eigentlich 100% sein, oder wollen sie, wenn sie überraschenderweise die 80% schaffen den restlichen Infizierten die Medikamente vorenthalten??

D.S.1
11
11.6.2011, 12:35

Wenn man endlich die falsch Positiven durch bessere Tests identifiziert (Bestätigungstests überall!), schafft man locker die 100%!

Aus mir hätte was werden können
20
13.6.2011, 13:32
Völliger Unsinn

und eine sehr abfällige Äußerung über die HIV-Infizierten.
15 Millionen sollen bis 2015 unter Therapie stehen, und zwar egal ob es 33 oder 34 millionen HIV Infizierte auf der Welt gibt.

D.S.1
00
13.6.2011, 14:02

wenn der PPV bei 97% liegen würde bei Afrikanern/Asiaten, dann hätten Sie recht. Er liegt aber leider wesentlich darunter!

D.S.1
01
13.6.2011, 13:48

Nein, im Gegenteil Das ist keinesfalls eine abfällige Äußerung gegenüber irgendeinen HIV-Infizierten! Es ist eine Kritik an ungenügender Diagnostik! Viele in Afrika glauben HIV-positiv zu sein, und laufen Gefahr von tatsächlich postiven angestekct zu werden. Da ist problematich! Außerdem haben die leute of Tuberkulose, bakterielle Ruhr, Unterenähung und werden fälschlich als AIDS krank bezeichnet. Ebenfalls problematisch!

fertigprodukt
01
12.6.2011, 12:54

das pendel wird leider eher in die falsche richtung ausschlagen. in österreich ist es derzeit usus, schwangere zu testen, obwohl in jedem HIV-test in der packungsbeilage (die man leider selten sieht und extra anfordern muss) drin steht, dass schwangerschaft eine kontraindikation für den test ist.

Godesberg
10
12.6.2011, 15:09

1. Welcher Test?
2. Dann zeigen Sie doch mal die Packungsbeilage. Sie haben die doch offenbar.
3. Wie ist die Begründung?

D.S.1
00
13.6.2011, 00:42
For Sie zum Lesen

Nature Publishing Group:

High False-positive Rate of Human Immunodeficiency Virus Rapid Serum Screening in a Predominantly Hispanic Prenatal Population
http://www.nature.com/jp/journa... 1184a.html

Conclusion:
The routine disclosure of rapid intrapartum HIV serum screening results prior to Western blot confirmation should be avoided in low-risk populations.

(Passiert nicht in vielen afrikanischen Ländern!)

Godesberg
10
13.6.2011, 09:48

Was wollen Sie uns jetzt sagen?
Die Studie sagt, dass man beim ELISA in Populationen mit sehr geringer HIV-Dichte auf den WB warten muss.

Das übetragen Sie jetzt 1:1 auf eine Population mit einer sehr HIV-Dichte. Es geht darum die Übertragung von der Mutter aufs Kind zu verhindern. Was ist also ihre Alternative. Sie wollen ja offenbar, dass der ELISA nicht durchgeführt wird. Was ist die Folge? Nicht ein einziges Kind kann geschützt werden.

Toll! Was für ein Fortschritt.

D.S.1
01
13.6.2011, 12:45

ich will sagen, dass es ein Kunstfehler ist, wenn man keinen WB (nach australischen Standards) durchführt und sofort das Ergebnis verkündet so wie in Südafrika für Schwarze und in vielen Regionen der Welt!
Mit ein Grund für die hohe Zahl an Positiven dort!
Vergleich Sie (2009):
Austrialien : 3 Frauen an AIDS gestorben (und sehr niedrige HIV-Prävalenz), trotz vieler Einwanderer aus Südafrika!
Südafrika: 30% HIV-Pos Schwangere (nach Schnelltest!)

Aus mir hätte was werden können
10
13.6.2011, 13:18
Sie verstehen es nicht

je höher die Prävalenz nach dem sie suchen, je kleiner wird die Wahrscheinlichkeit von falsch Positiven ausfallen.

In Australien (selbst wenn viele Südafrikaner dort wären) wäre bei Frauen ein positiver HIV Test ohne Westernblot fast immer falsch positiv.

Was glauben sie, wieso die Mammografie bei jungen patienten eine gefährliche Diagnostik sein kann?

Um zu diesem Thema sinnvlles zu äußern, sollten die Begriffe Senstivität, Spezifität und Prä-Test Wahrscheinlichkeit einem nicht fremd sein.

D.S.1
00
13.6.2011, 13:54
positive predicitve value (PPV)

In einer wiss. Publikation (Ref vorhanden) steht:
Der PPV eines HIV-Schnelltests ist sehr niedrig in einer Population mit niedriger Durchseuchung (<0.1%). (PPV teilweise weit unter 10%). Aber sogar in einer stark durchseuchten Population (Präv. 7%) steigt der PPV kaum über 50%. Daher ist ein Bestätigungstest IMMER notwendig. Überhaupt bei Schwangeren ganz besonders!

Offenbar verstehen Sie das nicht!

D.S.1
01
12.6.2011, 19:44

Können SIe haben:
Hochmoderner Schnelltest:
OraQuick ADVANCE®

http://www.orasure.com/docs/pdfs... -CE-DE.pdf

Zitat (sinngemäß aus dem Beipackzettel)
Unter 15 merhgebärenden Frauen wurde eine falsch postiv getestet.

Also: 6.6 % falsch Positiv!

(Viel zu viel meiner Meinung nach!)

Godesberg
10
13.6.2011, 02:52

1. Wo steht da, dass Schwangerschaft eine "Kontraindikation" ist? Unter "Bechränkungen" finde ich dort nichts.

2. Es handelt sich um einen Antikörper-Schnelltest. Wenn der positiv ist wird zur Bestätigung noch ein Western-Blot oder eine PCR gemacht, die falsch positive Ergebnisse im ELISA entlarven.

D.S.1
00
13.6.2011, 12:48

Wird in Afrika (entgegen dem State-of-the-art) für schwarze und arme Schwangere ohne WB Bestätigung benutzt! (Alleinige Schnelltestung ist kontraindiziert!)

fertigprodukt
00
12.6.2011, 18:42

3. b) der arzt muss dann schätzen (!!) ob die frau wirklich zur hiv-gruppe gehört oder nicht. wenn er falsch entscheidet, wird er eine völlig gesunde frau therapieren und riskieren, dass das kind schon während der schwangerschaft stirbt oder sonst schwere schäden von der hochgiftigen arznei bekommt.

fertigprodukt
21
12.6.2011, 18:40

1. kannst nehmen, welchen du willst.
2. gibts sogar im internet. googeln kannst du aber noch selber, oder?
3. schon mal was davon gehört, dass das immunsystem in der schwangerschaft anders funktioniert? würde es normal funktionieren, würde das kind als fremdkörper abgestoßen werden. v.a. in den ersten drei monaten zeigen die test erstaunlich hohe zahlen falsch-positiver ergebnisse an.

Godesberg
10
12.6.2011, 19:39

1. Nennen Sie doch mal einen. Ich wette Sie kennen gar keinen ohne zu googlen.
2. Es ist Ihr Argument, nicht meines. Ich denke nicht, dass ich dazu da bin ihre Arbet zu erledigen.
3. Können Sie mir bitte erklären, was das damit zu tun haben soll, ob ein Virusepitop erkannt wird oder nicht?

D.S.1
01
13.6.2011, 01:04

Frage 3 kann ich Ihnen auch beantworten (die anderen sind schon anderswo in diesem Forum beantwortet). Anti HLA Antikörper, die bei Mehrfachgeburten gebildet werden, können mit HIV-Epitopen im HIV-Test kreuzreagieren, da beide (HLA und HIV) den gleichen Rezeptor (CD4-T-Zellrezeptorkomplex!) besitzen!

Das gleiche Risiko gilt auch für mehrfache Bluttransfusionen!

Godesberg
10
13.6.2011, 09:54

Ja und? Deshalb macht man doch WB oder PCR?!

D.S.1
01
13.6.2011, 12:36

eben nicht in großen Teilen der Welt!

Godesberg
10
11.6.2011, 07:22

Ja. Das ist so. Und wenn versehentlich 85% erreicht werden nimmt man 5% der Betroffenen die Medikamente wieder weg.

D.S.1
52
10.6.2011, 13:22
Aber bitte nur

nach genauer Diagnostik, state of the art.(Und genau das findet nicht statt! Warum kein Geld dafür?)
Wahrscheinlich kann man so einfach mehr Medikamente verkaufen!

D.S.1
04
12.6.2011, 00:08
an die Rotstrichler

In vielen Regionen der Welt (Afrika, Osteuropa, Teile Asiens) wird nicht "State-of the Art" Diagnostik betrieben (mit ELISA-Wiederholung, Western Blot-Bestätigungstest und möglicherweise PCR). Warum soll das schlecht sein, die bestmögliche Diagnostik für alle zu fordern? Ist Ihnen denn nicht klar, das der ELISA (oder Schnelltest) alleine oder gar die Bangui-Definition (ohne Test) ein hohe Zahl an falschen Diagnosen produziert?

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